Gerade in der heutigen pluralistischen Gesellschaft wird es immer wichtiger, sich mit anderen Kulturen und Religionen auseinanderzusetzen, um ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten, Vorurteile abzubauen und eine Haltung der kritischen Toleranz zu erlangen.
Aus diesem Grund hat die Fachschaft Ethik in Kooperation mit den anderen theologischen Fachschaften auch in diesem Jahr wieder am 10.02.26 eine Fahrt in die Synagoge Regensburg mit allen 9. Klassen organisiert. Nach der leicht verspäteten Ankunft mit dem Bus ging es für die erste Gruppe bereits um 10 Uhr mit dem Vortrag von Rabbiner Benjamin Kochan in der Synagoge am Brixener Hof los. Die Schülerinnen und Schüler erhielten hierbei einen sehr interessanten Einblick in das Judentum und erfuhren unter anderem viel über die hebräische Sprache, die Thora, die Geschichte des Judentums sowie über jüdische Bräuche. Der Rabibiner überzeugte dabei mit seiner offenen, herzlichen und kommunikativen Art, sodass die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler gespannt seinen Ausführungen lauschten und auch selbst die ein oder andere Frage stellten.
Zur gleichen Zeit absolvierte die andere Schülergruppe eine über die App „Actionbound“ organisierte Führung durch das jüdische Leben der Stadt Regensburg. Dabei entdeckten die Schülerinnen und Schüler eine Reihe von sogenannten „Stolpersteinen“, die an das Schicksal von in Regensburg lebenden Jüdinnen und Juden erinnern. Zusätzlich dazu liefert die App spannende Hintergrundinformationen und smarte Quizfragen, anhand derer die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über das jüdische Leben in Regensburg vertiefen konnten. Nachdem beide Gruppen jeweils dem Vortrag in der Synagoge gelauscht hatten und der Stadtführung gefolgt waren, ging es zurück nach Schwandorf. Am Ende waren sich schließlich alle einig, dass die Exkursion nicht nur wegen der Schönheit der Regensburger Innenstadt ein voller Erfolg war, sondern insbesondere auch eine praktische Ergänzung zum im Unterricht bereits erworbenen Wissen darstellte.
Autor: Daniel Listl
