Unter dem Motto „Wirtschaft dort erleben, wo sie entsteht“ besuchten die Schülerinnen und Schüler des Wirtschaftskurses der 12. Jahrgangsstufe gemeinsam mit ihrer Lehrkraft OStRin Sabine Schwarz-Lohmann die Siemens AG in Amberg. Das Werk zählt zu den modernsten Produktionsstandorten des Unternehmens und ist international für seine hochautomatisierten Fertigungsprozesse bekannt.

Zu Beginn wurden die Lernenden im Besucherzentrum empfangen, wo ihnen ein anschaulicher Überblick über die Entwicklung des Standorts und die Rolle von Siemens in der globalen Industrie vermittelt wurde. Besonders spannend war die Präsentation aktueller Innovationen im Bereich der Fabrikautomatisierung. Interaktive Demonstrationen ermöglichten es den jungen Erwachsenen, moderne Steuerungs- und Fertigungstechnologien und deren Bedeutung für die industrielle Produktion nachzuvollziehen.

Im Rahmen der anschließenden Werksführung erhielten die Teilnehmenden einen unmittelbaren Eindruck davon, wie digitale Systeme und automatisierte Abläufe ineinandergreifen. Die präzise Organisation der Produktionslinien und die hohe Effizienz der Prozesse verdeutlichten, wie stark technologische Weiterentwicklungen den industriellen Alltag prägen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf grundlegenden unternehmerischen Zielsetzungen. Vertreterinnen und Vertreter des Unternehmens erläuterten, wie ökonomische, ökologische, soziale und ethische Aspekte in strategische Entscheidungen einfließen. Besonders hervorgehoben wurden Maßnahmen zur nachhaltigen Beschaffung, etwa der Bezug umweltverträglich gewonnener Rohstoffe sowie deren Relevanz für das Akquirieren neuer Märkte.

Darüber hinaus wurde den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt, wie tagesaktuelle politische Ereignisse – wie etwa der Irankrieg – globale Lieferketten beeinflussen können. Die Verantwortlichen erklärten, welche Herausforderungen dadurch entstehen und welche Strategien Siemens nutzt, um Produktionsabläufe trotz geopolitischer Unsicherheiten stabil zu halten. Diese Einblicke boten eine wertvolle Ergänzung zur theoretischen Auseinandersetzung mit internationaler Wirtschaftspolitik und Unternehmenssteuerung im Unterricht.

Die Exkursion machte deutlich, wie eng wirtschaftliche Theorie und betriebliche Praxis miteinander verknüpft sind. Sie zeigte den Lernenden, wie Unternehmen auf komplexe Rahmenbedingungen reagieren und gleichzeitig langfristige Ziele verfolgen. Ein herzlicher Dank gilt der Siemens AG für die informative Führung, die Offenheit und die vielfältigen Einblicke in moderne industrielle Wertschöpfung.

OStRin Sabine Schwarz-Lohmann

Exkursion zur Siemens AG in Amberg: Wirtschaft und Technologie im Zusammenspiel erleben
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