Sommeruniversität am CFG 2010
Sommeruniversität am CFG
Die Sommeruniversität des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums ist inzwischen schon zu einer festen Institution geworden. Auch in diesem Schuljahr wird in der letzten Schulwoche vom 26. bis 29. Juli alternativer Unterricht angeboten. Neu ist diesmal allerdings die Tatsache, dass jeder Tag unter einem bestimmten Motto steht: Der Montag ist der Tag der Sprachen, der Dienstag wird zum Museums- und Exkursionstag ernannt, dann folgt der Tag der Naturwissenschaften und am Donnerstag schließt die Sommeruni mit einem Sport- und Gesundheitstag.
Das vielfältige Angebot an Veranstaltungen wird am Montag durch die Beschäftigung mit den Sprachen begonnen. Neben den am CFG unterrichteten Sprachen Deutsch, Englisch, Latein und Französisch haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich zudem mit Tschechisch, Spanisch, Chinesisch und arabischer Schrift zu befassen.
Am folgenden Tag finden verschiedenste Exkursionen statt, unter Anderem eine Betriebsbesichtigung bei dem Kooperationspartner nabaltec, eine Fahrt ins Historische Museum in Regensburg oder auch ins Deutsche Museum in München.
Zudem hat sich eine Vielzahl von externen Referenten bereit erklärt, die Sommeruni mit interessanten und abwechslungsreichen Vorträgen und Seminaren zu unterstützen. Als besonders Highlight darf bereits jetzt Herr Markus Hofmann, der zu den Top-Rhetorikern und Gedächtnistrainern im deutschsprachigen Raum zählt, angekündigt werden. Ihm ist es bereits gelungen, Zehntausende Schülerinnen und Schüler, aber auch zahlreiche Erwachsene zu begeistern – nicht zuletzt durch seinen unvergessenen Fernsehauftritt bei „Wetten, dass…“. Herr Hofmann wird am Mittwochvormittag mit allen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 6 bis 8 ein zielgerichtetes und hoffentlich von Erfolgserlebnissen gekröntes Training durchführen. Um auch den Erwachsenen die Gelegenheit zu geben, ihre Gedächtnisleistung zu schulen, findet am Abend des 28. Juli um 18 Uhr in der Turnhalle des CFG eine ähnliche Veranstaltung für alle Eltern, Lehrer und Förderer der Schule statt. Gedächtnistraining gilt ja unbestritten als ein viel versprechender Ansatz, das eigene Leistungsvermögen zu steigern – also eine wertvolle Hilfestellung nicht nur für Kinder und Jugendliche.
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Schon jetzt werden alle Interessierten herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen, die gleichzeitig den Auftakt zum diesjährigen Schulfest am CFG darstellt. Für das leibliche Wohl wird gesorgt, die musikalische Umrahmung des Abends übernehmen die Concert-Band und verschiedene Solisten des CFG.
Weitere Impressionen von der Sommeruniversität 2010:
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„Du zickige Zucchini!“ – Im Theater ist alles erlaubt...
„Du zickige Zucchini!“ – „Du pummelige Pampelmuse!“ Diese und ähnliche Beschimpfungen werden jedem, der den Theaterraum betritt, an den Kopf geworfen. Das hat jedoch keinesfalls etwas mit dem allmählichen und oft diskutierten Verfall der deutschen Jugend oder einer stark ausgeprägten Gemüse- oder Obstaffektion zu tun, sondern geschieht im Rahmen des Kurses „Ich bin ein Gänseblümchen – Improvisation“ der diesjährigen Sommeruniversität. Acht Laiendarsteller der 7. Klasse üben sich unter der Leitung der Schüler Tatjana Leikam und Dominik Lösche, beide Q 11, in der hohen Kunst der Improvisation.
Das emotionsgeladene Beschimpfen mit Begriffen aus dem Pflanzenreich bildet hierbei nur einen kleinen Bruchteil des vierstündigen Kurses und verlangt den Teilnehmern völligen Körpereinsatz ab. Nach einem kurzen Spiel zum Kennenlernen und Lockerwerden beginnen die Kursteilnehmer, ihren Körper und ihre Stimme (das Instrument eines jeden Schauspielers) mit verschiedenen Übungen aufzuwärmen. Dabei können sie „neu geboren“ werden, indem sie langsam mit geschlossenen Augen aus einer imaginären Kiste und einem sie umgebenen Kokon schlüpfen und hierbei langsam die einzelnen Teile ihres Körpers kennen lernen und erspüren. Fragt man anschließend nach der Beschaffenheit der Kiste und des Kokons, ist von komplett schwarz, hölzern, schleimig bis kuschelig alles dabei.
Zur Übung ihrer Stimme werden sich die Theaterbegeisterten zunächst ihrer Atmung bewusst und versuchen hierbei nur aus dem Magen heraus zu atmen und ihr Zwerchfell zu erfühlen, was sich als ungewohnt schwierig herausstellt. Zu vermeintlichen Knoten in der Zunge führen diverse Zungenbrecher, die höchste Konzentration abverlangen und so manchen Schnellsprecher ins Schwitzen bringen.
Nachdem die Stimmen ausreichend geölt und die Körper warm gelaufen sind, geht es ans Eingemachte – echte Improvisation. Etwas kindlich mag hierbei das Spiel der „Ball- Metamorphose“ erscheinen: Ein imaginärer Ball wird in seiner Form oder Beschaffenheit verändert (z.B. auf Übergröße aufgeblasen) und dementsprechend einem anderen Mitspieler zugeworfen, wobei sowohl mikroskopisch kleine als auch tonnenschwere, schleimige oder sogar brennende Bällen durch die Luft fliegen.
Im „Kreuzverhör“ hinterfragen jeweils zwei Polizisten zwei Verbrecher zu der begangenen Straftat, der Clou ist hierbei, dass die Kriminellen alle Fragen nur mit „Ja“ oder einer sonstigen positiven Aussage beantworten dürfen, was die Polizisten jedoch nicht wissen. Das Ergebnis sind unglaublich verstrickte Geschichten über Banküberfälle, Morde, Affären und einen Hund als möglichen der Mörder.
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Zu heftigen Diskussionen und Anfällen plötzlicher Antipathie/Sympathie kommt es im „Wartezimmer“. Jeweils vier Spieler nehmen im Wartezimmer einer Arztpraxis Platz und müssen den Zuschauern mitteilen, wen der übrigen drei sie sympathisch finden, wen sie nicht mögen und wer ihrer Meinung nach stinkt(geruchstechnisch), ohne jedoch direkte Aussagen wie in etwa „ich mag dich!“ oder „du stinkst!“ von sich zu geben. Mit hervorragender Gestik und Mimik und witzigen Dialogen machen die Darsteller auch dem letzten Zuschauer seine Emotionen klar und erweisen sich hierbei als äußerst einfallsreich.
Doch die Teilnehmer sollen nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas fürs Leben lernen, indem sie beispielsweise als Dolmetscher tätig werden und ihre Fremdsprachenkenntnisse verbesserten. Hierbei wird den Darstellern die Aufgabe zuteil, die Aussagen eines Dichters für das Publikum verständlich zu formulieren, da dieser nur gibberisch (eine individuelle Phantasiesprache) spricht. Auch hierbei schlagen sich die einzelnen Teilnehmer erfolgreich und übersetzten gekonnt die fremde Sprache des Dichters (welche sich teilweise leicht alkoholisiert oder wie auf Drogen anhört).
Zuletzt spielen die tapferen Schauspieler einzelne Zweierszenen aus dem Stegreif heraus, die durch Klatschen der übrigen Teilnehmer „gefreezt“( angehalten, auf der Stelle gestoppt) werden, sodass ein Anderer einen Mitspieler ablösen und an seine Stelle treten kann. Jedoch muss sich der „Neue“ des Duos an der Pose des sich immer noch in „Freeze“ Befindlichen orientieren und damit eine neue Szene anfangen. So kommt eine Vielzahl verschiedenster Situation zusammen: Aus einem Lehrer-Schüler Streit wird so eine aberwitzige Verkaufsszene um den Erwerb eines Krokodils, eine spannende Actionszene oder ein leider tragisch endender Hochzeitsantrag.
Mit viel Körpereinsatz und im wahrsten Sinne des Wortes erhobener Stimme verbringen die Teilnehmer einen unterhaltsamen und witzigen Morgen mit vielen Spielen und starten in die Sommeruni , indem sie alle schon lang gehegten und angestauten Emotionen (vorwiegend Aggressionen) herauslassen können (nicht zuletzt zum Leidwesen der Kursleiter). Jedem, dem die erwähnten Übungen leicht befremdlich oder komisch vorkommen, kann man nur mit den einleitenden Worten der Kursleiter entgegnen: „Es geht darum, Spaß zu haben. Macht was ihr wollt, im Theater ist alles erlaubt…!“
Dominik Lösche, Q 11
Eine himmlische Schulstunde
Ein besonderes Schmankerl wurde den Fünftklässlern am Mittwoch in der Turnhalle geboten. Der Diplom-Ingenieur Adi Steininger war mit seinem mobilen Planetarium aus Neukirchen bei Passau angereist. Das Planetarium ist ein 360°-Projektionssystem mit aufblasbarer Kuppel. Durch einen schlauchförmigen Luftschacht krabbelten die 25 Schüler der 5c in das zeltähnliche, silberne Gebilde. Von außen wirkte es recht klein, das Innere aber bot mit einer Höhe von drei Metern und einem Durchmesser von fünf Metern der ganzen Klasse genug Platz.
Es war so dunkel, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Mithilfe eines speziellen Projektors wurde der Sternenhimmel an die Kuppeldecke gezaubert. Herr Steininger stellte seinen gebannten Zuhörern die Laufbahn von Sonne, Mond und Erde dar, erklärte die Entstehung der Mondphasen und gab Auskunft über die griechische Mythologie, aus der die uns bekannten Tierkreiszeichen entstanden sind. Die Schüler konnten nach kurzer Suche ihre eigenen Sternzeichen erkennen. Außerdem bot sich ihnen auf sehr anschauliche Weise die Möglichkeit, ihre bereits vorhandenen Kenntnisse über die Planeten unseres Sonnensystems einzubringen und sich neues Wissen anzueignen. Eine wahrhaft himmlische Unterrichtsstunde!
Alexander Weigert, 5c
Kochen wie die Römer
Es ist Mittwoch, kurz vor der Mittagszeit. Auf dem Weg durch das Schulhaus ziehen mich köstliche Wohlgerüche magisch in die Schulküche. Dort sind neun eifrige Schüler der Q 11 am Hantieren mit diversen Küchenutensilien. Dampf steigt aus den Töpfen und Pfannen, es brutzelt und riecht verführerisch nach ausgefallenen Gewürzen.
Unter der Leitung ihrer Lateinlehrerin Beate Kariopp arbeiten je zwei Schüler an einem Gang für ein römisches Menü, wobei sich je ein (meist weiblicher) Hobbykoch mit einer eher unerfahrenen Küchenhilfe zusammengetan hat. Die Zutaten hat Frau Kariopp im Vorfeld in einem gut ausgestatteten Delikatessenladen eingekauft. Das Kochbuch „Zu Tisch bei den alten Römern“ leistet bei der Speisenzubereitung gute Dienste. Die Rezepte, die auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, lassen sich glücklicherweise recht einfach nachkochen.
Auch andere neugierige und vor allem hungrige Lehrer und Schüler schauen immer wieder herein in der Hoffnung, etwas probieren zu dürfen.
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Nach etwa eineinhalb Stunden ist das Menü fertiggestellt: Es besteht aus Lukanischen Fleischbällchen als Vorspeise, dann folgt ein Schweineragout mit Aprikosen, zu denen Wein-Hefe-Brot gereicht wird, und als Nachspeise gibt es Melonen in Pfeffersoße und Datteln mit Honig und Pinienkernen. An der reich ausgestatteten Tafel in der Mensa wird das festliche Mahl schließlich serviert und gemeinsam eingenommen. Da bleibt nur eins zu wünschen: Guten Appetit – oder, wie die alten Römer zu sagen pflegten: Bene comede!
Angelika Weigert
Rock’n Roll in der Pausenhalle
Am Donnerstag fanden sich in der Pausenhalle des CFG 18 mutige Schüler der 7d ein, um die Kunst des Rock’n Roll-Tanzens bei ihrem Englischlehrer Herrn Matthias Haberl und seiner Partnerin zu erlernen. Die beiden sind bereits seit 20 Jahren im Verein aktiv und damit echte Profis.
Zunächst bildeten die Schüler einen Kreis um die beiden Tänzer, die zu den Klängen von „Take good care of my baby“ Grundschritte und einige Figuren vorführten, die die Tanzanfänger mit begeisterten Zwischenrufen quittierten.
Dann aber mussten die Schüler selber ran und den Grundschritt üben, der darin besteht, das Knie zu heben und mit dem Bein zu kicken. Was recht einfach klingt, erwies sich in der Praxis doch komplizierter: Neben der exakten Ausführung der Bewegungen waren zudem eine lockere Arm- und eine gerade Schulterhaltung wichtig. Außerdem musste jeder Tänzer sich im Rhythmus der Musik bewegen, was zusätzliche Konzentration erforderte.
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Die erste Figur wurde „Hacke-Spitze“ genannt und bestand aus dem abwechselnden Aufsetzen von Fußspitze und Ferse. Nach dem Ausführen der Kombination von Grundschritt und dieser Figur wurden unter den Schülern, die teilweise schon arg ins Schwitzen geraten waren, die ersten Rufe nach einer Pause laut. Aber Herr Haberl erwies sich als gnadenlos und verlangte von seinen Schützlingen, das Gelernte nun im Paartanz anzuwenden. Da die Jungen mit dem rechten und die Mädchen mit dem linken Bein begannen, mussten erstere nach außen, letztere nach innen kicken, um Zusammenstöße zu vermeiden. Anfängliche Berührungsängste wurden glücklicherweise schnell überwunden und die Tanzschüler bewegten sich bald recht sicher über das nicht vorhandene Parkett.
Dann ging es an das Ausführen einer komplizierteren Figur, bei der die Mädchen zwei halbe Drehungen machten. Nach weiteren 30 schweißtreibenden Minuten klappte auch diese Übung überraschend gut. Alle Teilnehmer und auch die Schaulustigen, die sich in großer Zahl eingefunden hatten, stimmten zu, dass die Tanzstunde ein voller Erfolg war.
Polizeieinsatz am CFG
„Heute wollen wir mit sämtlichen, in erster Linie durch das Fernsehen weit verbreiteten Klischees über die Polizeiarbeit aufräumen.“ Das teilen und die beiden Referenten, Polizeihauptkommissar Peter Schmid und sein Kollege, beide bei der Kriminalpolizei Amberg im Kommissariat 3 (K 3) tätig, mit. In ihrem Vortrag bringen die beiden Polizeibeamten interessierten Schülern aus der Oberstufe sowohl die Strukturierung und Organisation der Kriminalpolizei als auch deren Betätigungsfelder näher. Diese umfassen sämtliche Verbrechen von Einbruch und Raub bis hin zu Vergewaltigung und Mord, die in ihrem Zuständigkeitsbereich, den Landkreisen Schwandorf und Amberg-Sulzbach sowie der Stadt Amberg, begangen werden. Dabei wird zunächst erläutert, dass jede Ermittlung für die Kripo Teamwork bedeutet. Zeugenbefragungen, Spurensicherung, Obduktionen, Beweismittelarchivierung und ähnliche Tätigkeiten werden von verschiedenen Abteilungen der Kripo übernommen, die auch mit höheren Ebenen innerhalb der Polizei (z.B. dem Landeskriminalamt) in Verbindung stehen. Zu den Aufgaben des K3 gehören vor allem die Spurensicherung und –auswertung. Die Vorgehensweise wird den Schülern an zum Teil drastischen Beispielen aus dem Arbeitsalltag des K3 erläutert, die auch zeigen, dass die Arbeit der Kriminalpolizei nicht immer eine leicht verdauliche Aufgabe ist. So berichtet Herr Schmid zum Beispiel von einem Fall, in dem ein Mann längere Zeit tot in seiner Wohnung lag und sein Hund in Ermangelung von Beschäftigung bzw. Futter dessen Kopf abgebissen hatte. Hier galt es auch, den in der Wohnung gefundenen Hundekot als Beweismittel sicherzustellen. Daneben werden die Methoden der Spurensicherung auch im Klassenzimmer vorgeführt, unter anderem werden Fingerabdrücke mit Hilfe einer kaugummiartigen Masse sichtbar gemacht und sichergestellt. Auch über die Methode der DNA-Analyse bekommen wir reichlich Informationen. So kann zum Beispiel bereits eine winzige am Tatort zurückgelassene Hautschuppe den Täter zweifelsfrei identifizieren. Am Ende der Doppelstunde fühlt sich das Auditorium gut über die Arbeit und Aufgaben der Kriminalpolizei informiert, aber auch darüber ernüchtert, was für zum Teil eklige Herausforderungen auf ein Mitglied der Kripo warten. Der Alltag der Kriminalbeamten gestaltet sich definitiv anders, als wir ihn vom „Tatort“, von „Soko“ oder diversen anderen Serien her kennen…
Gesunde Ernährung am CFG
Die Klassen 7a und 7b hatten im Rahmen des Sport- und Gesundheitstags die Gelegenheit, an dem Projekt „Gesunde Ernährung“ teilzunehmen. Das P-Seminar Sport hatte in zwei Klassenzimmern zwölf Stationen aufgebaut, an denen die Schüler sich in Vierergruppen mit unterschiedlichen Themen wie Getränken, Gemüse, Fleisch und Fisch, Obst, Käse und Wurst, Süßigkeiten und Fertigprodukten beschäftigten. Jede Gruppe erhielt zu Beginn einen Fragebogen mit insgesamt 28 Fragen, die sie gemeinsam bearbeiteten. Mit Hilfe von Plakaten und Informationstafeln, die die Mitglieder des P-Seminars an den Stationen ausgelegt hatten, konnten die Schüler sich das notwendige Wissen, das sie zur Beantwortung der Fragen brauchten, aneignen. Hier gab es zum Beispiel Auskünfte zum Eiweiß- und Fettgehalt von Fleischsorten, über Inhaltsstoffe von Obst, über Kalorien, Fettgehaltsstufen und den Wassergehalt in Wurst und Käse und über negative und positive Auswirkungen des Zuckers in Süßigkeiten und Fertigprodukten auf den menschlichen Körper.
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Das Quiz verlangte Antworten auf durchaus anspruchsvolle Fragen wie „Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Molke und Buttermilch?“, „Erläutert in Stichpunkten die Herstellung von Butter“ oder „Wie viele Zuckerwürfel beinhaltet ein großes Glas Nutella?“.
Die Schüler gelangten während ihrer Arbeit zu wertvollen Erkenntnissen. „Ich hätte nie gedacht, dass in Joghurt Sägespäne drin sind“, erklärte eine Schülerin leicht entsetzt. „Schon eine Tüte Chips und vier Schokoriegel decken den gesamten Energiebedarf eines Tages“, stellte eine andere überrascht fest. Der Lerneffekt war bei einem Großteil der Schüler enorm und etliche beschlossen, den Konsum von Fertig- und Fast Food-Produkten in Zukunft einzuschränken.
Im Anschluss erwartete die Siebtklässler ein gesundes Frühstück in der Mensa, das aus Vollkornsemmeln, fettarmem Joghurt, Gemüsesticks und Obst in allen Varianten bestand. Eine gelungene Belohnung für die getane Arbeit.
Angelika Weigert
Ein Tag in der Anstalt – Die Asklepios Klinik Lindenlohe
Im Normalfall ist ein Mensch glücklich, wenn er so selten wie möglich in ein Krankenhaus oder sonstige medizinische Einrichtungen muss. Sei es nun aus Angst, schlechten Erfahrun-gen, dem teilweise ungenießbaren Krankenhausessen oder dem typischen Geruch. Doch am Donnerstag konnten 32 Schüler der 11. und 12. Klasse ganz ohne Bänderriss, Meniskusprob-lemen oder Knochenbrüchen einen Einblick in die orthopädische Fachwelt an der Asklepios Klinik Lindenlohe bekommen.
Der „Krankenhausaufenthalt“ begann um etwa 8.30 Uhr mit einer einstündigen Einführung in die drei von fünf verschiedenen Teilgebiete der Orthopädie, welche in Lindenlohe vertreten sind. Hierbei erfuhren die Schüler von Frau Dr. Winter (Leiterin der Abteilung für Sport- und Unfallchirurgie) die verschiedenen Möglichkeiten der sportorthopädischen Versorgung und die Aufgabenbereiche, die den Mitarbeitern der Klinik zukommen, von der zeitnahen Diagno-se bis zur Rehabilitation. Unter Einbindung der Zuhörer und Verwendung zahlreicher Bilder und Videos von echten Operationen und Verletzungen wurde den Schülern die Arbeit der Ärzte bei der operativen oder konservativen (ohne OP) Behandlung von Sportunfällen oder Sportschäden erklärt. Zuletzt erläuterte Herr Dr. Strauch unterschiedliche Möglichkeiten der endoprothetischen Versorgung. Auch hier wurde zur Veranschauung reichlich Bildmaterial geliefert, ebenso wie echte Prothesen; von der Schulter bis zum Fuß war alles vertreten. Nach diesem relativ ausführlichen Ausflug in die menschliche Anatomie, der arthroskopischen Behandlungsmöglichkeiten und der Welt der Titan- Gelenke war es Zeit für eine Pause, wobei hier von Seiten der Klinik kleine Snacks und Getränke bereitgestellt wurden.
Wieder gestärkt ging es daran, in kleinere Gruppen aufgeteilt, in 25 minütigem Zyklus nach dem Rotationsprinzip, verschiedene Bereiche und Fachschaften der Klinik zu besichtigen, wobei die Schüler teilweise selbst tätig wurden. Beim Ultraschall konnten die Schüler bei-spielsweise unter Leitung von Dr. Krammer am Körper eines freiwilligen „Versuchsschülers“ nach dem Herzen, der Bauchschlagader, den Nieren, der Leber oder sonstigen Innereien wie etwa den durch die Pause wieder aktivierten Verdauungsapparat suchen. Die Deutung der Schwarz-Weiß-Aufnahmen stellte sich hierbei als nicht gerade leicht heraus. Doch auch Gelenke wie das Handgelenk mit all seinen Sehnen und Arterien konnten so digital veranschaulicht werden.
Im Stationszimmer der Station 2, der ambulanten Orthopädie, berichtete Stationsleiterin Angelika über den teilweise stressigen Alltag mit bis zu 18 Operationen am Tag. Fragen der Schüler zu verschiedenen Bereichen der Klinik und dem Stationsalltag waren erwünscht, sodass es locker zur nächsten Abteilung, der Physiotherapie, weiterging. Von Frau Berkmann wurden den medizinisch interessierten Schülern verschiedene Methoden der physikalischen Anwendung wie verschieden Wärmetherapien mit z.B. Schlamm und Paraffinen näher gebracht. Jedoch bilden solche Verfahren den angenehmen Teil, der genau wie der Nassbereich mit Kneippschen Güssen und verschiedenen Bädern der Entspannung dienen, denn in der „Folterkammer“, dem Bereich der wirklichen Krankengymnastik, werden die Patienten auf Laufbändern, Streckbänken oder Schlingentischen ins Schwitzen gebracht. Auch hier konnte ein Schüler eine der neuesten technischen Errungenschaften der Klinik am eigenen Leibe spü-ren, den sog. Bodycruise (Wert etwa 8.000€). Durch den Einfluss magnetischer Strahlung, als leichtes Rütteln wahrnehmbar, wird eine Stärkung der Muskulatur des auf dem Gerät stehen-den Menschen erzielt, was in einer sofortigen Haltungsänderung sichtbar wird.
Auch den Bereich der Kernspintomographie konnten die Schüler gründlich besichtigen. Von allen magnetischen Gegenständen befreit ging es in den Raum mit der 1,5 Millionen € teuren Maschine. Von Fr. Klausner über die Möglichkeiten eines MRTs informiert konnten die Schüler die Stärke des im Raum bestehenden Magnetfeldes spüren. So zog es einen an einem Band befestigten, normalen Schlüsselring wie von Geisterhand in Richtung Maschine und er blieb in der Luft schweben. Daher sind alle magnetischen Gegenstände wie Betten oder Gas-flaschen strengstens verboten , da es zu unglaublich hohen Schäden am Gerät und Menschen kommen könnte, was mit Videos und Bildern belegt wurde. Zuletzt wurden den Schülern noch Ergebnisse verschiedener MRTs gezeigt am Beispiel von Zysten, Metastasen und Tumoren, wobei sie in die Interpretation solcher Aufnahmen eingeführt wurden.
Ein weiteres Highlight war das Anlegen eines Gipses und Kompressionsverbands, was die Schüler, unterstützt durch Dr. Apell, eigenhändig an ihren Mitschülern ausprobieren konnten. Mit Spaß und einer kleinen Sauerei beim Anlegen des Weißgipses lernten die Schüler etwas fürs Leben und das über das Verhalten bei Unfallsituationen. Nach der Befreiung aus dem nun schon relativ erhärteten Gips durch eine zuerst Angst einflößende Säge konnten sich die Schüler bei Dr. Winter in der schwierigen Kunst der Arthroskopie üben. Eine Arthroskopie ist ein minimal invasiver Eingriff, bei dem mit einer kleinen Kamera (Endoskop) in die großen Gelenke eingedrungen werden kann und so z.B. Meniskusprobleme behoben werden können. Das größte Problem waren hierbei die Orientierung im modellhaften Schultergelenk und die Kontrolle des Endoskops. Doch nach einiger Übung konnten die Schüler die von Dr. Winter platzierten Fremdkörper entfernen.
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Des Weiteren konnten die Schüler einen Blick in den ambulanten OP werfen, wo sie unter anderem Teile einer Meniskusglättung live mit verfolgen konnten.
Nach abschließenden Worten von Dr. Winter, der Hauptorganisatorin, endete ein sehr infor-mativer Vormittag in der Anstalt und ich wage zu behaupten, dass die Besichtigung der Asklepios Klinik in Lindenlohe sicherlich einen der Höhepunkte der diesjährigen Sommeruniversität bildete.
Dominik Lösche, Q11
Deutsche Sprache, schwere Sprache
„Deutsche Sprache, schwere Sprache“ ist ein altbekanntes Sprichwort. Doch wieso genau ist Deutsch so schwierig? Ganz einfach. Es gibt so viele verschiedene Dialekte in der deutschen Sprache, dass es teilweise sogar zu unüberwindbaren Kommunikationsschwierigkeiten innerhalb des deutschsprachigen Raumes kommt. So ist es für uns teilweise absolut unmöglich, Schwyzerdütsch zu sprechen geschweige denn zu verstehen. Doch das Problem beruht auf Gegenseitigkeit. Auch Schweizer haben oftmals ihre Probleme mit dem Hochdeutschen. Doch sollte man wirklich versuchen, den Dialekt loszuwerden? Diese Frage stellten sich 15 Schüler der 11. Klasse im Zuge der Sommeruniversität und versuchten, kreativ mit selbstkreierten Gstanzln, Bayerischtests und Mind maps die Frage mit Hillfe der Deutschlehrerin Stefanie Zapf bestmöglich zu beantworten.
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Mit Dialekt sind automatisch Vorurteile verbunden. So halten viele Menschen Leute, die Dialekt sprechen, für eher dümmlich und hinterwäldlerisch. Allerdings ist es dann doch erstaunlich, dass gerade Länder, in denen das Sprechen von Dialekt besonders ausgeprägt ist, wie zum Beispiel Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen oder Österreich, in der Pisa-Studie besser abschnitten als so manch anderes Land, in dem Hochdeutsch eindeutig bevorzugt wird. Dies liegt daran, dass Kinder, die mit Dialekt aufwachsen, sozusagen in ihn hineinwachsen, und schon früh lernen, zwischen den verschiedenen Sprachebenen zu unterscheiden. Der Dialekt bildet also die perfekte Grundlage für jegliche sprachliche Weiterbildung. Außerdem ist der Dialekt einfach eine heimelige Abgrenzung zu der oft arrogant wirkenden Schriftsprache. Warum also an teuren Kursen teilnehmen, um zu lernen, seine Herkunft vordergründig zu verleugnen, wo einem doch der Dialekt viel sympathischer ist?
Man muss nur das richtige Maß finden zwischen Dialekt und Hochdeutsch und lernen, an Hand der Situation zwischen den Sprachschichten zu unterscheiden. Deswegen kommen wir zu dem Schluss: „Ob Muhackl oder Oachkatzlschwoaf, da Dialekt macht uns abl schoarf. Des mou da wurscht sa, Preiß, scheiß di ned o, irgendwann versteihst das du schon a no!“
Tatjana Leikam, Q 11
Was wir ohne Worte sagen – Körpersprache
Wäre es nicht schön, mühseligen Gesprächen, unnötigen Abfuhren und dem beredten Schweigen in Wartezimmern, bei mündlichen Prüfungen oder in Fahrstühlen entgehen zu können? Ein Mittel zu finden, das den Umgang mit alltäglichen, teilweise nervigen oder unerträglichen Situationen erleichtern würde? Doch die Wissenschaft kann hierbei nur wenig beitragen, die Antwort, das Gegenmittel verwenden wir alle tagtäglich, zwar oft unbewusst, aber sie ist da, unsere Körpersprache. Einen Schritt weiter im Zusammenhang mit „lautloser Sprache“ sind nun 16 Schüler, die dem Kurs „Was wir ohne Worte sagen- Körpersprache“ unter der Leitung des Abiturienten Jan Schießl beiwohnten.
Obwohl das Sprechen durch Mimik und Gestik schon seit Menschengedenken besteht und somit das älteste Mittel menschlicher Kommunikation darstellt, weiß der Normalsterbliche erstaunlich wenig darüber. Dabei hängt es zu 58% von der Körpersprache ab, ob man einen Menschen sympathisch findet oder nicht, nur 38% und gerade einmal 7% tragen hierzu die Stimme und der Inhalt des Gesagten bei. Zwar ist diese Sprache nicht zu erlernen, sondern jedem Menschen angeboren und somit schwer beeinflussbar, jedoch kann man ihre Deutung lernen und somit unangenehmen Situationen entgehen. Frauen sind hierbei etwas im Vorteil, da sich diese durch die Erziehung der Kinder mehr mit dem Reden ohne Worte auseinandersetzen und dadurch ein besseres Gefühl für die Interpretation kleiner Gesten und Mimiken haben.
Einige Verhaltensmuster wie das Ballen der Faust oder ein Lächeln sind auf der gesamten Welt gleichermaßen verständlich, ebenso wie verschiedene Reizmuster das Verhalten aller Menschen mitbestimmen. Ein solches Schema ist zum Beispiel das sog. Kindchen- Schema (große, runde Augen; kleine Nase; kleines Kinn, rundliche Wangen), das v.a. bei Frauen Muttergefühle hervorruft. Jedoch können bestimmte Gesten auch von Land zu Land und Kultur zu Kultur unterschiedlich sein, was am Beispiel der Distanzzonen ersichtlich wird. Bei Japanern beispielsweise ist die intime oder persönliche Distanz geringer als bei Europäern. So kann es diesem als unangenehm erscheinen, wenn die üblichen 60 cm persönlicher Abstand unterschritten werden. Mit etwas Aufmerksamkeit kann man jedoch die Körperhaltung und Gestik seines Gesprächspartners deuten und daraus unter anderem auf dessen Persönlichkeit und aktuelle Empfindungen eingehen.
Bestimmte Gesten wie überkreuzte Beine, die vom Gegenüber weggewendet sind, bilden eine klare Abwehrhaltung und sollen dem Partner vermitteln, dass die gegebene Situation als nicht angenehm empfunden wird. Weitere Gesten, die für unbequeme Lagen wie in Fahrstühlen charakteristisch sind, sind unter anderem verschlossene Hände und Arme, leere, emotionslose Blicke und Gesichtsausdrücke oder das Abschirmen des Gesichts durch die Hände, ebenso wie das Abspreizen der Finger bei verschränkten Armen (Stachelschweinposition) eine Art Barriere bilden soll.
Demgegenüber stehen kleine Bewegungen und Verhaltensweisen wie überschlagene Beine in Richtung des Gegenübers oder die Nachahmung und Spiegelung seiner Gesten, der sog. Chamäleoneffekt, die auf Interesse und Flirtverhalten hinweisen. Jedoch gibt es auch hier geschlechtsspezifische Unterschiede. So kann das Spielen mit dem Haar bei Frauen pure Langeeile ausdrücken, bei Männern jedoch Balzverhalten widerspiegeln.
Auch Lügner neigen zu bestimmten Verhaltensmustern, die man bei genauer Beachtung erkennen kann. So weisen Hand-Hals-Gesten zunächst auf Verlegenheit hin, wobei Hand- Mund-Gesten schon mit großer Sicherheit kennzeichnend für einen Lügner sind. Hierbei ist auch die Blickrichtung von großer Bedeutung: Ein Blick direkt in die Augen kann als Zeichen für eine Lüge gesehen werden, da bei alltäglichen Fragen bestimmte Blickrichtungen gewählt werden, um sich an die hinterfragten Gegebenheiten zu erinnern. Auch hastige, unruhige Bewegungen der Füße können als Fluchtreflex gedeutet werden und eventuell als Zeichen für eine Falschaussage.
Generell wird Körpersprache durch die Körperhaltung und Emotionen beeinflusst, man sollte jedoch auch immer den Kontext sehen. So hängt bestimmtes Verhalten immer vom persönlichen Stand, von biologischen Gegebenheiten und individuellem Charakter des Einzelnen ab. Dadurch sind viele Gesten der Unterwürfigkeit (gebückte Haltung), Aufregung (Epiphänomene, z .B. rote Flecken am Hals) oder Selbstsicherheit (verschränkte Hände hinter dem Rücken)zu erklären.
Eine Doppelstunde lang wurden die Kursteilnehmer in die Geheimnisse unserer eigentlichen „Muttersprache“ eingeführt und erfuhren mehr über die Deutung und Aussage verschiedener Gesten, wobei es in diesem Bereich noch Unmengen zu erzählen gäbe, denn die unbewusste Sprache ist laut Jan Schießl „ein weites Feld“.
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Tipps für wichtige Gespräche (z.B. mündlichen Prüfungen): |
Dominik Lösche, Q11
























