Pressespiegel Schuljahr 2011/12

Das Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium im Spiegel der Presse

Hier finden Sie regelmäßig eigene Berichte oder Veröffentlichungen aus der Presse, die sich auf unser Gymnasium beziehen.



     

Neue LehrerInnen am Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasium

Angelika Weigert 26.09.2011

Im gerade angelaufenen neuen Schuljahr gibt es positive Nachrichten aus dem Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasium: Mit acht neuen Lehrkr├Ąften ist es gelungen, fast ideale Verh├Ąltnisse in der Unterrichtssituation in allen Fachbereichen herzustellen.
Das Kollegium des CFG, an dem derzeit knapp 800 Sch├╝ler in Klassen mit einer durchschnittlichen St├Ąrke von 25 Sch├╝lern unterrichtet werden, wird durch folgende Lehrkr├Ąfte verst├Ąrkt: Michaela Braun (Deutsch, Geschichte), Verena Heger (Deutsch, Franz├Âsisch), Steffi Jehl (Musik), J├Ârg Maurer (Chemie, Geografie), Stefanie Meier (Biologie, Chemie), Johanna Pf├Ârtsch (Biologie, Chemie), Eva St├Âgbauer (Deutsch, Katholische Religionslehre, erkrankt) und Sandra Vogl (Latein, Katholische Religionslehre).


Neue LehrerInnen am CFG

Neue LehrerInnen am CFG
Foto: cfg

  

Benefizlauf - von Kindern f├╝r Kinder

MZ 30.09.2011

Die Sch├╝ler des Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasiums spendeten pro gelaufener Runde Geld an die Kinderhilfe Afghanistan.

Schwandorf. F├╝r einen guten Zweck sind gestern die Sch├╝ler des Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasiums gerannt. Pro gelaufener Runde, die einen Kilometer lang war, bekamen sie von ihrem zuvor gesuchten Sponsor einen gewissen Euro- oder Fixbetrag zugesichert. In einer Stunde konnten sie so Geld f├╝r die Kinderhilfe Afghanistan sammeln.
Dr. Reinhard Er├Âs, Leiter der Organisation, informierte in der Schule ├╝ber die Projekte der Kinderhilfe. Veranstaltet wurde der Benefizlauf von den Sch├╝lern des Projektseminars Sport der Oberstufe. Bereits im vergangenen Schuljahr begannen sie mit den Vorbereitungen. Sie wollten den Lauf, der die letzten Jahre schon stattgefunden hatte, nach den W├╝nschen der Sch├╝ler verbessern.
Felix Sailer ist mit dem Ablauf zufrieden. "Es ist zwar stressiger, als wir gedacht haben, aber bis jetzt l├Ąuft alles super," sagt der Sch├╝ler aus dem Seminar. Au├čer dem Lauf mussten die Kinder eine weitere Station bew├Ąltigen: Torwand-Schie├čen, Fu├čball-Hindernis-Parcours oder Basketball. Damit die Kinder nicht, wie in den vergangenen Jahren, schummeln konnten, gab es spezielle Lochkarten, auf denen die Rundenanzahl festgehalten wurde. Die Sch├╝ler entschieden sich f├╝r die Organisation, weil so "Kinder f├╝r Kinder laufen". (svs)


  

CFG-Forscher z├Ąhlen zur Elite

MZ 20.10.2011 (Elisabeth Hirzinger)

Das war der bisher gr├Â├čte Erfolg f├╝r das CFG: Maximilian Kiss und Markus Zilch haben den Landeswettbewerb "Experimente antworten" gewonnen.

Schwandorf. "Wir sind die einzigen in der Umgebung, die es so weit geschafft haben!" Markus Anthofer verzieht keine Miene, als er das sagt. Der Chemie- und Biolehrer am Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasium ├╝bt sich im Understatement. Einen Vergleich mit den anderen Schulen wollte er eigentlich gar nicht anstellen. Aber danach gefragt, kann er sich dann doch nicht verkneifen, dass die anderen Preistr├Ąger, "die, die richtig gut sind", weit weg sind.
Was dem Lehrer Respekt abn├Âtigt, ist die Leistung von Maximilian Kiss (16) und Markus Zilch (15), die es geschafft haben, sich beim Landeswettbewerb "Experimente antworten" in der besten Kategorie gleich dreimal zu platzieren. Dabei vergisst Markus Anthofer nicht die anderen Sch├╝ler, die in seinem Kurs "Jugend forscht" mitmachen. Nur knapp h├Ątte eine andere Gruppe den Sprung aufs Siegertreppchen verpasst, erz├Ąhlt er.
Tatsache ist, der j├╝ngste Erfolg ist der bisher gr├Â├čte, seit Sch├╝ler des CFG sich an dem Wettbewerb beteiligen. Und um die Wertigkeit zu veranschaulichen, nennt Anthofer Zahlen: Von 2800 Sch├╝lern, die 2010/2011 ihre Arbeiten einschickten, blieben 65 ├╝brig, die Elite der Hobbyphysiker. Sie wurden jetzt f├╝r ihre M├╝hen belohnt, mit Urkunden, die Staatssekret├Ąr Thomas Kreuzer im Festsaal des Deutschen Museums ├╝berreichte.
Die Preistr├Ąger aus Schwandorf geben sich im Pressegespr├Ąch nach dem Ereignis bescheiden. Wie viel Freizeit sie in den Endspurt investiert haben? Nicht wirklich viel. Maximilian Kiss ├╝berlegt kurz. Ein Wochenende, meint er. Wie bitte, nur zwei Tage, um ein Experiment durchzuf├╝hren, Fachliteratur zu w├Ąlzen, sich die theoretischen Kenntnisse anzueignen und das Experiment zu erkl├Ąren? F├╝r Maximilian Kiss offenbar kein Problem.
Dass das nicht der Normalfall ist, will der Schulleiter gar nicht in Abrede stellen. "Die bei diesem Wettbewerb gewinnen, sind Ausnahmetalente", r├Ąumt Fritz Pawlick ein. Die Zahl der Sch├╝ler, die sich, wie Maximilian Kiss, in der 10. Klasse in die Literatur ehemaliger Leistungskurse des G9 einlesen und das Gelesene auch noch verstehen, d├╝rfte eng begrenzt sein.
Trotzdem: Pawlick sieht das gro├če Ganze, die gesellschaftliche Herausforderung, die darin besteht, "in der heranwachsenden Jugend, das Interesse f├╝r die Forschung zu wecken". Als gelungenes Beispiel daf├╝r nennt der Schulleiter das Wahlfach "Jugend forscht", das am Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasium eingerichtet wurde - trotz knappem Budget. Nat├╝rlich w├Ąre ein solcher Erfolg auch nicht ohne Lehrer wie Markus Anthofer m├Âglich. Und nicht ohne Sch├╝ler, "die so lange dabei bleiben".
Es geht ja auch nicht nur um Wettbewerbe und Spitzenleistung. Markus Anthofer ist es genauso wichtig, Sch├╝ler zu motivieren. "Die einen machen mit aus Freude am Experimentieren", erz├Ąhlt der Physiklehrer. Die z├Ąhlt er zu den Breitensportlern, die anderen zu den Spitzensportlern.
Markus Anthofer geht es um Nachhaltigkeit. Er erinnert daran, dass im ersten Jahr, als Sch├╝ler des CFG an dem Landeswettbewerb teilnahmen, es nur einer in die beste Kategorie schaffte. Im zweiten Jahr waren schon f├╝nf Sch├╝ler vertreten. Dass sich im vergangenen Schuljahr zwei Sch├╝ler gleich dreimal ganz vorne positionieren konnten, das sei also kein Zufallstreffer gewesen.
F├╝r Markus Zilch, der im Zweierteam die Experimente vorbereitet hat, hat sich die Teilnahme an dem Wettbewerb schon mal gelohnt. Er darf ohne Aufnahmepr├╝fung in die erste Runde der internationalen Junior-Science-Olympiade einsteigen.
Maximilian Kiss ist nicht dabei. Die Teilnehmer d├╝rfen nicht ├Ąlter als 16 Jahre sein. Macht nichts. Markus Anthofer hat den begabten Sch├╝ler f├╝r den Oberpf├Ąlzer Sch├╝ler-Nobelpreis angemeldet. Die Chancen f├╝r Maximilian, hier nominiert zu werden, stehen nicht schlecht. Die wichtigste Voraussetzung, n├Ąmlich sich in Naturwissenschaften ausgezeichnet zu haben, hat er bereits erf├╝llt.
Nat├╝rlich f├Ąllt immer auch etwas von dem Glanz der Auszeichnungen auf das CFG zur├╝ck. Schulleiter Fritz Pawlick jedenfalls sieht durch die Erfolge bei Wettbewerben auch die Ausnahmeposition der Schule in der Region gest├Ąrkt.
Wie zum Beweis daf├╝r, dass es an Leistungstr├Ągern am CFG keinen Mangel hat, schiebt Markus Anthofer eine Urkunde ├╝ber den Tisch. Stephan Str├Âbl (12. Klasse) wurde damit ausgezeichnet. Er hat am Campus of Excellence teilgenommen und den zweiten Platz belegt. Campus of Excellence? Da war mein Bruder auch schon, sagt Maximilian Kiss. Eben.

 


Das Erfolgsteam: Lehrer Markus Anthofer mit Maximilian Kiss und Markus Zilch (v.li.)

Foto: Hirzinger


  

CFG-Sch├╝ler hatten schwere N├╝sse zu knacken

MZ 17.11.2011

21 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler des CFG waren beim Studieninformationstag Mathematik an der Universit├Ąt Regensburg.

Schwandorf. Es gibt sie tats├Ąchlich: Sch├╝ler, denen Mathematik so viel Spa├č macht, dass sie sogar in Erw├Ągung ziehen, dieses Fach nach dem Abitur zu studieren. 21 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der elften und zw├Âlften Klasse des Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasiums nahmen am Studieninformationstag der Universit├Ąt Regensburg teil und tauschten f├╝r einen Tag ihre Schulbank gegen einen Platz im H├Ârsaal der mathematischen Fakult├Ąt.

In einer Einf├╝hrungsvorlesung gab Prof. Clara L├Âh einen Einblick in die Theorie der Graphen. Mithilfe dieser mathematischen Modelle lassen sich beispielsweise alle Arten von Netzwerken beschreiben. Im Anschluss an die Vorlesung galt es, das Gelernte in einem Workshop anzuwenden. In kleinen Gruppen konnten sich die Sch├╝ler an acht ├Ąu├čerst anspruchsvollen Aufgaben die Z├Ąhne ausbei├čen. Die Schwandorfer erwiesen sich als sehr erfolgreich: Unter den 27 Sch├╝lergruppen konnten sich die beiden Teams des CFG unter den vorderen Pl├Ątzen einreihen. Carina Allacher, Birgit Huber, Stefan Merl, Daniel Scharf und Julia Sie├č wurden Dritte, Katja Deml, Anna Fleischmann, Anika Krottenthaler und Magdalena Prechtl Zweite. Nach dem Mittagessen informierte Prof. L├Âh ├╝ber das Mathematikstudium in Regensburg und zeigte Bet├Ątigungsm├Âglichkeiten im Berufsfeld eines Mathematikers auf.

Ein weiterer H├Âhepunkt war der Vortrag von Prof. Xin Li von der Universit├Ąt M├╝nster mit dem Titel "Quantenphysik mit Spiegelei und dazu die Frage: Ist 2 mal 3 gleich 3 mal 2?" Um letztere Frage gleich zu beantworten: Nat├╝rlich ist 2 mal 3 genauso 6 wie 3 mal 2. Tats├Ąchlich gilt diese sogenannte Kommutativit├Ąt aber nicht f├╝r mathematische Operationen, mit denen zum Beispiel die Quantenphysik beschrieben wird. Bei der Physik der kleinsten Teilchen spielt es eine Rolle, ob man zuerst den Ort eines Elektrons misst und dann die Geschwindigkeit oder andersherum, da die Messung einer Gr├Â├če die andere verf├Ąlschen w├╝rde. Anschaulich erkl├Ąrte Prof. Dr. Xin Li dies so: Beim Braten eines Spiegeleis kommt es wie bei Messprozessen auf die Reihenfolge an. Es empfiehlt sich, zuerst die Pfanne auf den Herd zu stellen und dann das Ei aufzuschlagen und nicht andersherum!

Nach der Preisverleihung durch den Dekan machten sich die Gymnasiasten, um viele Erfahrungen reicher, wieder auf den Heimweg.

  

Zwischen Schock und Faszination

MZ 18.11.2011 (Elisabeth Hirzinger)

"Voll krass" war der Aufenthalt, sagen die zehn Gymnasiasten, die in China in eine fremde Welt eingetaucht sind und viel zu erz├Ąhlen haben.

Schwandorf. Zwischen Schwandorf und Xiamen liegen Welten. Beides sind Kleinst├Ądte. Rund 28000 Einwohner z├Ąhlt Schwandorf, vier Millionen Menschen leben in Xiamen. Hier reiht sich ein Einfamilienhaus an das andere. In China gibt es fast nur Hochh├Ąuser. Einen Garten haben in dem aufstrebenden Land in Asien nicht einmal die Reichen, auch nicht die, bei denen die Sch├╝ler des CFG heuer untergebracht waren.

Dass die Gasteltern der Schwandorfer Austauschsch├╝ler durch die Bank relativ wohlhabend waren, war allerdings reiner Zufall, wie Rainer Mayer versichert. Der Lehrer ist zum zweiten Mal dabei und ein gro├čer Asienfreund. Er hat die Gymnasiasten darauf vorbereitet, dass in China alles ein bisschen anders ist als in Europa. Und trotzdem war der Aufenthalt f├╝r viele von ihnen ein Kulturschock.

Das f├Ąngt schon beim Essen an. "Bei uns wird das Essen zum Mund gef├╝hrt", erkl├Ąrt Maximilian Kiss, in China beugten sich die Leute ├╝ber die Sch├╝ssel. "Was im Mund keinen Platz mehr hat, wird ausgespuckt". Au├čerdem werde bei Tisch hemmungslos geschl├╝rft und geschmatzt.

Aber nicht nur die Tischsitten, auch das Essen war f├╝r die meisten Sch├╝ler gew├Âhnungsbed├╝rftig. Meist landen alle Bestandteile eines Tieres im Kochtopf. Da sei es "schwierig, ordentlich zu essen", r├Ąumt Maximilian ein. Zumal, "wenn einen der Kopf anschaut, w├Ąhrend man die F├╝├če isst", lacht Rainer Mayer. Ihn kann nichts mehr ersch├╝ttern.

Die Gefahr zu verhungern oder zu verdursten bestand in der Woche, die die Sch├╝ler in Xiamen verbrachten, dennoch nicht. Daf├╝r haben die Gasteltern schon gesorgt. Sie haben, wie Mayer berichtete, "einen riesen Aufwand" betrieben. Das zeigte sich unter anderem auch darin, dass die Gymnasiasten t├Ąglich mit "zwei Kilo Proviant" versorgt wurden - zus├Ątzlich zu den regul├Ąren Mahlzeiten.

Ablehnen war zwecklos. Mal ganz abgesehen davon, dass es in manchen Familien schwierig gewesen w├Ąre, ein "Nein" mit Worten zu erkl├Ąren. Thomas zum Beispiel hat eine Woche lang "blo├č ja und na" gesagt, alles andere h├Ątten die Mitglieder seiner Gastfamilie eh nicht verstanden, sagt er.

Einen bleibenden Eindruck hat bei den Sch├╝lern der Verkehr in Peking hinterlassen, wo "nur gehupt wird". Aufgefallen ist den Jugendlichen aber auch, dass in der Metropole alles blitzsauber war. Und dass viel Polizei pr├Ąsent war. Sicherheit werde gro├čgeschrieben in China, best├Ątigt Rainer Mayer. Das Sicherheitsbed├╝rfnis geht sogar so weit, dass in China alle Fenster und Balkone vergittert sind, selbst die im 25. Stockwerk.

Trotzdem hat mehrere Austauschsch├╝ler Angst beschlichen, vor allem nachts, wenn sie durch die dunklen H├Ąuserschluchten gingen. Unheimlich sei das gewesen, erz├Ąhlt eine Sch├╝lerin. Sie war nicht die einzige, die manchmal "richtig Angst" hatte. Wobei es daf├╝r eigentlich keinen Grund gab, da die Kriminalit├Ątsrate in Xiamen nicht besonders hoch sei, wie der Lehrer erg├Ąnzt.

Immer wieder kehren die Sch├╝ler im Gespr├Ąch zum Essen zur├╝ck. Ein unersch├Âpfliches Thema, zu dem Rainer Mayer mit dem Stichwort Nachtmarkt gleich die Steilvorlage f├╝r die Jugendlichen liefert, die sich in der Aufz├Ąhlung exotischer Gaumenfreuden geradezu ├╝berbieten: Skorpione, Schlangen, Seepferdchen, Katzen, Tausendf├╝├čler, Affen und Fr├Âsche h├Ątten sie gegessen. "Katze war voll gut", sagt ausgerechnet die Vegetarierin unter den Austauschsch├╝lern.

Klar, die Tierchen haben zum Teil noch gelebt und gezittert, als sie aufgespie├čt ins hei├če Fett getaucht wurden, aber das hat die Gymnasiasten weniger geschockt als der Markt in Xiamen, wo die Tiere lebend gek├Âpft wurden.

Das andere Bild von China, die Bettler und Obdachlosen, das wollte man den G├Ąsten aus Deutschland offenbar nicht zeigen. Gesehen haben die Sch├╝ler das Elend gleichwohl.

Auf Dauer h├Ątten die jungen Schwandorfer wohl nicht in China bleiben wollen. In der Vier-Millionen-Einwohner-Stadt Xiamen gibt es keine Disco. Wenn die Jugendlichen weggehen, dann in Bars, und nur in Begleitung von Erwachsenen. Schminken ist tabu und freiz├╝gige Kleidung nicht erw├╝nscht.

"Die waren alle viel kindischer", beschreibt eine Sch├╝lerin die Gastkinder. Ein echter Flop war f├╝r sie Halloween. "Da haben sie uns die allergeilste Party versprochen", erz├Ąhlt sie. Das sah dann so aus, dass alle ins Einkaufszentrum gefahren sind, sich einen Haarreif mit H├Ârnern aufgesteckt haben und in allen Gesch├Ąften vor denen K├╝rbisse standen, S├╝├čigkeiten erhielten. Die coolen Klamotten, die es in der Shoppingmeile gab, haben die Chinesen nicht interessiert, was die M├Ądels aus Schwandorf doch ein wenig befremdlich fanden.

  

"Forscherfrösche" sind fit in Naturwissenschaften

MZ 22.11.2011 (skt)

Die 21 besten Grundschüler des Seminars Biologie wurden nun ausgezeichnet. CFG-Schüler hatten das Projekt organisiert.

Schwandorf. In der Aula des Carl- Friedrich-Gauß-Gymnasiums fanden sich am Donnerstagnachmittag nicht nur die Projektteilnehmer aus zahlreichen Grundschulen des Landkreises Schwandorf ein, sondern auch die Eltern der Seminar-Teilnehmer und Schulvertreter, um die Projekt-Premiere der "Forscherfrösche" zu feiern. Die Preisverleihung erfolgte durch Landrat Volker Liedtke. Dieser sagte über das Projekt: "Die Idee ist faszinierend, es wurden so viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen."

"Unser Gymnasium ist bekannt dafür, immer wieder neue Wege zu gehen, wenn es um eine umfassende Bildung unserer Kinder geht - wie jetzt beim Projekt-Seminar Biologie ,Die Forscherfrösche'", so Schulleiter Fritz Pawlick bei der Begrüßung der Gäste. Es ist wichtig, so der Oberstudiendirektor, schon vor der Berufswahl Sachverstand und Fähigkeiten zu erwerben, um für den Berufsstart bestens vorbereitet zu sein - auch weil in der Wirtschaft Projektarbeit längst Einzug gehalten habe. Ein weiterer Grund dafür, dass die Oberstufen-Schüler das Projekt mit den Grundschülern des Landkreises starteten, sei gewesen, dass den Kindern die Angst vor Naturwissenschaften genommen werde, erklärte Pawlick.

Projektleiter Markus Anthofer stellte an die Eltern gewandt fest: "Sie haben tolle Kinder, die begeistert mitgearbeitet haben." Projektsprecher Stephan Ströbl sagte: "Anfangs herrschte bei uns Schülern der Q 12 (Abiturjahrgang) Chaos bei der Aufgabenstellung, für Schüler der 4. Klassen einen naturwissenschaftlichen Wettbewerb zu organisieren. Nachdem wir die notwendigen Spendengelder eingetrieben hatten, legten wir aber los und führten über drei Stufen 21 Schülerinnen und Schüler ins Finale."

Auch Schulamtsdirektor Georg Kick hob hervor, dass das frühe Kennenlernen naturwissenschaftlicher Arbeit von Vorteil und bedeutend für die Schüler sei. "Eine Fortsetzung der Seminare wäre wünschenswert", erklärte Kick.(skt)

Die Sieger strahlten: 1. Nadine Franke (Lindenschule), 2. Melena Berger (Lindenschule), 3. Katharina Listl (Döpfer-Schulen)

  

Entführung in die wunderbare Welt der Oboen- und Klaviermusik

MZ 01.12.11

Stefan Mickisch und Juste Gelgotaite am C-F-G-Gymnasium

Zwei herausragende Künstler durften die Schülerinnen und Schüler der Q11 und Q12 zusammen mit ihren Musiklehrern OStRin Stefanie Jehl und OStR Heinz Baranek am C-F-G-Gymnasium Schwandorf begrüßen: den berühmten Konzertpianisten und Musikwissenschaftler Stefan Mickisch und dessen Lebensgefährtin Juste Gelgotaite, eine ausgezeichnete Oboistin aus Litauen.

Im ersten Teil der Musikstunde ließ Frau Gelgotaite, die ihre professionelle Ausbildung bei berühmten Professoren in Vilnius und Lyon erhalten hat, den traumhaft schönen Klang ihrer Oboe in vielfältigster Weise hören.

 


Das Konzert in C-Dur von Johann Sebastian Bach BWV 1055 begeisterte die Zuhörer ebenso wie Robert Schumanns Adagio und Allegro op.70 und C.Nielsens Fantasiestücke für Oboe und Klavier op.2., die allesamt von Stefan Mickisch in einfühlsamster Weise begleitet wurden. B. Brittens "6 Metamorphosen" Phaeton und Arethusa, Themen aus der griechischen Mythologie, bei denen die Oboe nochmals in solistischem Glanz erstrahlte, bildeten den Schlusspunkt. Anschauliche Informationen der Solistin zu Herkunft, Bauweise, Klang und musikgeschichtlichen Hintergründen der Oboe rundeten die fulminante Darbietung ab.

 


Der zweite Teil der außergewöhnlichen Unterrichtssequenz gehörte Stefan Mickisch, der in beeindruckender und begeisternder Art und Weise einen Einblick in die Welt Richard Wagners gab. In strahlendem C-Dur erklangen die Meistersinger, die anschließend in die religiöse Stimmung des Parsifal in As -Dur mündeten. Markante Motive aus Tannhäuser, Lohengrin und Tristan wurden in virtuoser Weise vom Pianisten aufgegriffen und für die Schüler erläutert. Tiefsinnig und humorvoll führte Stefan Mickisch sein interessiertes Publikum noch in die geheimnisvolle Welt der Tonarten ein.

Die beiden Künstler hinterließen begeisterte Schüler und Lehrer, denen diese besondere konzertante Musikstunde sicherlich unvergesslich bleiben wird!

  

Ganz knappe Entscheidung

MZ 12.12.11 (ra)

Annalena Zintl gewinnt Vorlesewettbewerb am CFG

SCHWANDORF. Es war eine ganz knappe Entscheidung: Nur einen Punkt Vorsprung - vergeben von der vierköpfigen Jury mit Stadtbibliotheksleiter Alfred Wolfsteiner, 2. Schülersprecher Florian Ströbl, Elternbeiratsvorsitzender Christiane Doblinger und MZ-Redakteur Andreas Allacher - hatte beim Vorlesewettbewerb der vier sechsten Klassen am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf die Schulsieger Annalena Zintl; die Schülerin der Klasse 6b wird das CFG beim Kreisentscheid vertreten. Dahinter belegten punktgleich Mona Weskamp und Maximilian Rauch den 2. Platz.

Insgesamt hatten sich acht Schüler unter der Regie von Oberstudienrat Heiko Fischer dem Schulentscheid gestellt und dabei insgesamt sehr gute Leistungen erbracht. Bevor sie loslegten, hatte ihnen Hannah von Glasow, die im Vorjahr bis ins Landesfinale vorgedrungen war, Tipps gegeben. Die Leseleistungen der Sechstklässler würdigte auch Oberstudiendirektor Fritz Pawlick, der den Siegern gratulierte. Den drei Erstplatzierten überreichten die Elternbeiratsvorsitzende Christiane Doblinger Büchergutscheine. (ra)

 

Sieger des Vorlesewettbewerbes

Drei drei Erstplatzierten Maximilian Rauch, Annalena Zintl und Mona Weskamp mit Oberstudienrat Heiko Fischer (li.), der den Wettbewerb durchführte, Schulleiter Fritz Pawlick (2. v. re.) sowie den Jurymitgliedern Alfred Wolfsteiner, 2. Schülersprecher Florian Ströbl, Elternbeiratsvorsitzender Christiane Doblinger und MZ-Redakteur Andreas Allacher.

  

10500 Euro für die Kinder in Afghanistan

MZ 16.12.11 (Julia Schnorrer)

Der Erlös des Sponsorenlaufs am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium geht an die Kinderhilfe von Dr. Reinhard Erös

Schwandorf. Insgesamt 5114 Kilometer und 10500 Euro an Spendengeldern - die Schüler des Projektseminars Sport am Schwandorfer Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium zogen ein "durchweg positives Fazit", sagte Lisa Schloder gestern bei der Spendenübergabe im Namen ihrer Mitschüler.
Seit 2007 beteiligt sich die ganze Schule am Sponsorenlauf, heuer organisierten ihn die Seminarteilnehmer der heutigen Q12. Den Seminarteilnehmern sei klar gewesen, so Mitschüler Stefan Lautenschlager, dass der Nutznießer diesmal eine andere Stiftung sein werde. Also habe die Recherche begonnen, erinnerte sich die Seminarleiterin, Oberstudienrätin Elke Groda. Schließlich hat sich die Kinderhilfe Afghanistan als Favorit der Schüler entpuppt.
Für Dr. Reinhard Erös von der Kinderhilfe Afghanistan ist das Ergebnis ein "Hammer!" Ein witziges Detail ist ihm bei der Kilometerzahl noch aufgefallen: "Das Geld ist mit euch einmal nach Afghanistan gelaufen!"
10000 Euro seien schon in Deutschland viel Geld, aber in Afghanistan müsse man die Summe mit 50 multiplizieren, um den Wert der Spende erahnen zu können. Wozu die Kinderhilfe das Geld verwenden wird, stehe ebenfalls schon fest: zum Bau einer Universität für Mädchen.
"Das wird einige Zeit dauern und viel Geld kosten," führte Erös aus. Seit Mai seien die Bauarbeiter am Werk, nach Weihnachten will Dr. Reinhard Erös für zwei, drei Wochen ins Land fliegen und das Geld weiterleiten.
Schulleiter Fritz Pawlick zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über dieses "Happyend". Jahrgangsstufenintern riefen die Veranstalter noch einen Wettbewerb um das beste Ergebnis aus. Die Siegerklassen 5e, 5d, 6d, 7d, 8a, 9a, 10a und Q11 werden am 23. Dezember mit einem Kinobesuch im Kinocenter Schwandorf belohnt.

 


Dr. Reinhard Erös nahm den Scheck über 10 500 Euro vom P-Seminar Sport voll Freude entgegen.

  

Mit einem Schulkonzert auf Weihnachten eingestimmt

MZ 20.12.11 (hcr)

Die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums erhielten für ihre Darbietungen viel Applaus.

SCHWANDORF. Seit vielen Jahren gehören die Weihnachtskonzerte des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums zu den kulturellen Höhepunkten des Jahres. So versammelten sich wieder viele Menschen in der Pfarrkirche Herz Jesu, um ein besinnliches Konzert zu erleben. Die jungen Musiker des Gymnasiums präsentierten dabei ihr Können. Sie spielten Traditionals, Volksmusik, klassische Stücke sowie Pop-Songs mit einer Spielfreude, die alle Zuhörer in den Bann zog.

Die Darbietungen der Instrumental- und Gesangssolisten, der Chöre und Orchester bewiesen, dass es immer wieder herausragende Talente und begeisterte Nachwuchsmusiker an dieser Schule gibt. Und so wurde das Konzert erneut zu einem Erlebnis für Zuhörer und Schüler, zu einem Bekenntnis dafür, dass Musik Menschen weltweit verbindet und die vorweihnachtliche Freude ihren Ausdruck auch in der Musik findet.

Das Bläserensemble eröffnete das Konzert. Was die Bläser ernst und gefasst intonierten, formierte der folgende Unterstufenchor mit zwei Traditionals zu einem erfrischenden, wunderbaren Klangkörper.

Mit einem besonderen Gespür für die zwei Sätze der Fesch-Sonate spielte Stephan Ströbl sein Violoncello, begleitet von Hans Lehminger am Klavier. Hier wurde deutlich, dass sich die Talente stets weiterentwickeln, wie auch Maria Brei (Sopran), Viktoria Kröplin (Mezzosopran) und Katja Deml (Alt), die mit ihren weihnachtlichen Volksweisen einen gesanglichen Höhepunkt boten.

Es ist nicht leicht, ein Tenorhorn zu beherrschen. Maria Prechtl vollbrachte das Kunststück jedoch, dem sperrigen Instrument eine gefühlvolle Sonate abzugewinnen, was mit begeistertem Applaus belohnt wurde. Christopher Larisch überzeugte an der Violine mit einem zeitgenössischen Contertino in a-moll.

Musikalische Erfahrung bewies der Chor der Ehemaligen mit einem weihnachtlichen Potpourri aus Popmusik, dem das Arioso von Händel mit Bastian Wagner an der Kirchenorgel folgte.

Das Streichorchester und die Concert-Band des Gymnasiums folgten dem besinnlichen Orgelspiel mit einem Sound, der großen Big-Bands fast den Rang ablaufen könnte. Zum abschließenden Höhepunkt des Weihnachtskonzertes boten die Chöre des Gauß-Gymnasiums einen musikalischen Streifzug durch religiöse Popmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Immer wieder erhoben sich die Solostimmen, und die Instrumente über den Chorgesang. Dabei drängte sich der Gedankte auf - es ist die Musik, die die Völker verbindet.

Im gemeinsamen Schlusslied, "Herbei ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret" durften dann auch die Zuhörer einstimmen. Die jungen Musiker wurden mit einem anhaltenden Applaus für ihre Darbietungen belohnt. (hcr)

 


Die Schüler des CFG zeigten beim Konzert ihre Freude an der Musik. Foto: hcr

  

Schüler-Nobelpreis fur Maximilian Kiss

MZ 10.02.12 (Franziska Biederer)

Der 16-Jahrige forscht seit Jahren mit Erfolg.
Für sein jungstes Projekt nahm er Grüntee unter die Lupe. Auch für diese Idee wurde er ausgezeichnet.

SCHWANDORF. Tee ist gesund. So einfach wie das klingt, so komplex ist es, diese Aussage wissenschaftlich zu belegen. Der Schüler Maximilian Kiss (16) hat sich dieser Herausforderung gestellt und bekam unter anderem für dieses Forschungsprojekt den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis verliehen.

Als Maximilian Kiss, Schüler am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, im Jahr 2011 von dem Preis erfahren hatte, standen ihm viele Experimente noch bevor. Seine Ansätze reichte er indes schon für die Nominierung zum Nobelpreis ein. Der Ausgangspunkt: Vor allem im Grüntee kommen sogenannte Antioxidantien vor. Diese chemischen Verbindungen schützen die Zellen des Menschen vor freien Radikalen. Maximilian interessierte unter anderem: Welchen Einfluss hat die Temperatur des Wassers, mit dem man den Tee aufbrüht, auf die darin enthaltene Konzentration der Antioxidantien? Einfälle nach dem Aufstehen Montag für Montag setzte sich Maximilian jeweils in seinen drei Freistunden an seine Forschung. Dabei bediente er sich vier verschiedener Methoden, wobei er jeweils mit drei Chemikalien, darunter Wasserstoffperoxid, experimentierte. Sein Ziel war es, Wasserstoffperoxid farblich darzustellen, um so dessen Konzentration im Tee zu messen. Denn: Je höher die Konzentration an Wasserstoffperoxid, desto weniger die Konzentration an Antioxidantien. Oder anders gesagt: Je weniger Wasserstoffperoxid, desto gesünder der Tee. Maximilian stellte dafür komplexe Rechnungen auf, suchte nach Chemikalien für die farbliche Kennzeichnung und behob Fehlerquellen. Rund ein halbes Jahr lang.

"Mich hat das Projekt immer begleitet", erklärt er. Einmal sei ihm mitten im Unterricht eine zündende Idee gekommen. Ein anderes Mal sei ihm eine Lösung gleich nach dem Aufstehen eingefallen. An den Naturwissenschaften reizen ihn einfach die anschaulichen Ergebnisse, erklärt Maximilian. Bei seinen Experimenten rauche und knalle es nicht. Mit seinen 16 Jahren hat der Schüler bereits zahlreiche Preise gewonnen. Angefangen hat der Erfolg in der achten Jahrgangsstufe. Damals begeisterte er beim Landeswettbewerb für Mathematik. Dreimal hat sich der Schüler außerdem in der besten Kategorie des Wettbewerbs "Experimente antworten" bewiesen.

Doch nicht nur diese Kompetenz schätzt Direktor Fritz Pawlick an dem jungen Schüler: "Er hat mir den Zugang zu einem Gemälde verschafft", sagt er. Das Bild hatte Pawlick von dem Gymnasium in Xiamen (Shanghai) erhalten, mit dem das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium seit 2006 eine Partnerschaft pflegt. Unten und Oben glichen einander, sagt der Direktor. Maximilian nahm deshalb die Pinselführung des Gemäldes unter die Lupe und richtete das Bild daraufhin entsprechend aus. "Ich lerne Japanisch. Das hat mir dabei geholfen", sagt er. "Maximilian ist ein Vorbild für die jüngeren Schüler", sagt der Schulleiter. Um Interesse fürs Experimentieren zu wecken, hat Pawlick mit Lehrern vor vier Jahren das Wahlfach "Jugend forscht" initiiert. Der Physik- und Biologielehrer Markus Anthofer betreut in diesem Fach aktuell rund 30 junge Wissenschafter. Und: Er fördert junge Talente wie Maximilian Kiss.

Erster Preisträger am Gymnasium
Anthofer war es dann auch, der den 16-jährigen Schüler 2011 für den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis angemeldet hat. Den Preis vergibt die Trausnitzer Bertlein-Stiftung. Was zählt, sind Erfolge in Naturwissenschaften. Fünf Stunden lang war Maximilian damit beschäftigt, seine Arbeiten, Urkunden und Preise dafür aufzulisten und Belege zusammenzustellen. "Maximilian ist der Erste an unserer Schule, der diesen Preis erhält", erklärt Schulleiter Pawlick.

Mit der Auszeichnung vergibt die Bertlein-Stiftung auch einen Scheck über 750 Euro. Die gewonnene Summe wird Maximilian für ein neues Objektiv für seine Spiegelreflexkamera verwenden. Und ein paar neue DVDs will er sich leisten.

Das Ergebnis der "Tee-Forschung" steht bereits fest: Grüntee ist am gesündesten, wenn man ihn mit Wasser aufgießt, das zwischen 60 und 80 Grad heiß ist.

Zeit für eine Forschungspause?
Nicht für Maximilian Kiss. Er stellt bereits neue Fragen. Mit einem Professor der Universität Bayreuth debattiert er gerade, wie er im Chemiesaal der Schule Kunststoffe herstellen könnte.

  

Von Zimtsucht, Hunde-Menschen und Vampiren

MZ 10.03.12 (Julia Schnorrer)

Das CFG verwandelt sich in eine Psychiatrie - eine Schultheatergruppe zwischen Stichs├Ąge, Tabletten, Make-up und Zimt.

Schwandorf. F├╝r die Abende der Vorstellungen wird der Theaterraum des Gymnasiums zu einer Psychiatrie, es mutiert f├╝r das St├╝ck "21st century breakdown" zur Dominik Dalton Mental Health Institution. Dalton ist die ├ťber-Psychiatrie in New York; Patienten mit Krankheiten jeder Art laufen durch die G├Ąnge: Sebastian ist zimts├╝chtig, ein Patient h├Ąlt sich f├╝r einen Hund (inklusive Vierf├╝├člergang); Bella glaubt, Twilight sei real, und Jay ist agoraphob - er h├Ąlt es nicht in offenen R├Ąumen aus. Richter wei├č, dass die CIA hinter ihm her ist, und Teenager Sam will am liebsten gleich wieder weg aus Dalton: Seine Mutter hat ihn hergebracht und sein iPhone weggenommen! Und dann wird auch noch sein "World of Warcraft"-Account gehackt....

Schwierige Patienten und Kollegen
Und mittendrin: Penny Fortenberry, die neue Krankenschwester (Nina Steinshorn). Deren zur├╝ckhaltende Einstellung ├Ąnderte sich bald, so die Sch├╝lerin ├╝ber ihre Rolle: "Nachdem sie die ersten Patienten kennengelernt hat, wei├č sie, worauf es ankommt." Bald sei sie ein wichtiger Teil des Dalton-Teams - wobei allerdings ihre Vorgesetzte Dr. Emma Pillyburry (Andrea Jung) auch nicht ganz ohne ist: Sie leidet an einem Ordnungs- und Reinlichkeitszwang. Ohne Handschuhe und Desinfektionsmittel geht nichts... Sehr zum Leid der Chefpsychiaterin Dr. Olivia Nolan (Julia Schnorrer), die sich mit ihrer Kollegin einen Schreibtisch teilt. Chaos ist vorprogrammiert. Andrea Jung fand es allerdings schwer, sich in ihre Rolle hineinzuversetzen, "vor allem, weil ich selbst eigentlich gar nichts sauber mache!".

Die Idee zum Projekt reicht bis Schuljahr 2010/2011 zur├╝ck. "Bei uns war schon immer das gefl├╝gelte Wort, dass beim Drama niemand normal ist", schildert Julia Schnorrer, k├╝nstlerische Leiterin des Drama Workshops. Ihr zur Seite steht Lass Matthias Haberl, der Drama-Gr├╝nderin Viorika Fr├Âhlich als Leiter gefolgt ist. Gemeinsam mit den 16 Mitgliedern werden sie das St├╝ck auf die B├╝hne bringen. "Vor den Sommerferien stand das Konzept f├╝r das neue St├╝ck. Damals hatte es noch den Arbeitstitel ,Psycho'", verr├Ąt Schnorrer. W├Ąhrend den Sommerferien stellte sie das Skript zusammen und schrieb es teilweise selbst. Das besondere Highlight: Es wird gesungen und getanzt. "Und am Ende wird sich das Publikum wohl denken: Eigentlich ist jeder verr├╝ckt", mutma├čt die 20-J├Ąhrige.

Seit Oktober laufen die Proben beim Drama-Workshop, es werden Kost├╝me zusammengestellt und das B├╝hnenbild gebaut. ├ähnlich wie vor zwei Jahren bei "The Coffee Shop" beschr├Ąnke sich die Gruppe auf ein festes B├╝hnenbild, erkl├Ąrt Schnorrer. Daf├╝r griffen die Schauspieler selbst zu Stichs├Ąge, Akkuschrauber und Bohrmaschine, bauten W├Ąnde, verlegten Boden und gaben der B├╝hne noch den richtigen Anstrich. Teamarbeit f├Ąllt dem Drama-Workshop leicht: "Wir sind mittlerweile ein richtig gutes Team, fast wie eine Familie", best├Ątigt Nina Steinshorn. Sogar zwei Fenster wurden in den Gemeinschaftsraum integriert, zu dem sich die Hauptb├╝hne entwickelt hat. "Das Fenster wird allerdings noch eine schwerwiegende Rolle spielen", k├╝ndigt Schnorrer an.

"21st century breakdown" l├Ąsst sich nur schwer in ein Genre pressen - auch wenn der Titel (zu Deutsch etwa "Zusammenbruch des 21. Jahrhunderts") eher auf Tragik hinweist. Die Regisseurin gibt sich diplomatisch: "Es ist Kom├Âdie, Trag├Âdie, Musical, Drama, Thriller und Romantik in einem." Das ist allerdings laut Darsteller Dominik L├Âsche rein positiv zu beurteilen: "Diese Mischung macht es f├╝r ein breites Spektrum zug├Ąnglich." Zusammengehalten wird die Collage aus verschiedenen Handlungsstr├Ąngen durch die moderne Popkultur: Das Publikum wird Figuren aus TV-Serien wie "Dr. House", "How I Met Your Mother" oder "Big Bang Theory" sowie viele Songs wiedererkennen. L├Âsche spielt beispielsweise den ber├╝hmt-ber├╝chtigten Barney Stinson ("What up!"), was seiner Meinung nach mit hohen Erwartungen des Publikums verkn├╝pft ist. Doch sei sein Barney auch mit anderen Rollen vermischt: "Man darf keine Kopie erwarten, sondern meine Interpretation der Rolle."

Keine Angst vor Englisch n├Âtig
Und das Ganze auf Englisch? "Das Publikum braucht keine Angst zu haben und sollte sich nicht untersch├Ątzen - sie werde mitkommen", verspricht Schnorrer. "Das St├╝ck ist so gemacht, dass auch Menschen, die kein Englisch k├Ânnen, verstehen, um was es geht, und somit ihren Spa├č haben k├Ânnen", pflichtet ihr Nina Steinshorn bei. Au├čerdem sei viel Visuelles dabei, verspricht Andrea Jung. Einen Versuch sei es wert - besonders bei dem geringen Eintrittspreis.

F├╝r Jung ist das Spielen in einer Fremdsprache allerdings von Vorteil: "Es macht es wesentlich leichter, in eine Rolle zu kommen, weil eine klare Trennung zum Alltag besteht." ├ähnlich sieht es auch Kollege Quirin Eimer: "Ich finde, mit Englisch kann man sich viel besser verst├Ąndigen, gerade in unserer Zeit der Digitalisierung." Bei seinem Charakter Sheldon Cooper aus "Big Bang Theory" werde man jedoch Probleme bekommen: "Sheldons Dialoge sind sehr anspruchsvoll... Physikgelehrte werden aber die wissenschaftlichen Witze erkennen." "Jeder kann seine Charaktere ein St├╝ck weit selbst personalisieren und ihnen damit ein bisschen seiner eigenen Verr├╝cktheit mitgeben", grinst Nina Steinshorn.

Die Zuschauer erwartet ein verr├╝ckter Abend... Das Team gibt auch Entwarnung: Es besteht keine Ansteckungsgefahr!

  

Neue Lehrer am CFG

MZ 10.03.12 (Julia Schnorrer)

Vier Lehrerinnen verst├Ąrken das Kollegium am Gymnasium. Laufender Unterricht ist gew├Ąhrleistet.

Schwandorf. Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres hat Schulleiter Fritz Pawlick vier neue Lehrkr├Ąfte am Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasium (CFG) begr├╝├čt. Der laufende Unterricht sei damit vollkommen gew├Ąhrleistet und es komme zu keinem Unterrichtsausfall, da die Studienreferendare, die das CFG zum Halbjahr verlie├čen und an ihre Seminarschulen zur├╝ckkehrten, eins zu eins ersetzt worden seien, so Pawlick. Unterst├╝tzt wird das Kollegium durch die Studienr├Ątinnen Katrin Brunner (Deutsch, Englisch) und Eva Grundsteiner-Koller sowie die Studienreferendarinnen Barbara Schafberger (Deutsch, Franz├Âsisch) vom Gymnasium Wolnzach und Stefanie Spandl (Katholische Religionslehre, Deutsch) vom Gymnasium Neutraubling. Die vier Lehrerinnen freuen sich auf ihr Wirken an der neuen Schule.

  

Aktion, Information und kulinarische Genüsse

MZ 17.03.12 (von Christoph Brolich)

Eltern und Kinder konnten das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium beim Tag der offenen Tür auf vielfältige Weise kennenlernen.

Schwandorf. Voller Inbrunst schmetterte der Unterstufenchor zur Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste den Jazz-Standard "Ain't she sweet". Danach dauerte es nicht mehr lange, ehe sich die Aula des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums geleert hatte und Eltern und Kinder in alle Ecken des Gebäudes ausgeschwärmt waren. Schließlich gab es viel zu entdecken am Tag der offenen Tür - ein Gang durch das Schulhaus an diesem Donnerstag glich geradezu einer ganzen Weltreise.

Im französischen Bistro machten die Gäste bei Baguette, Wein und Chansons Station und genossen so die französische Lebensart. Nur ein paar Zimmer weiter führte die Reise zurück in die Antike: Die Fachschaft Latein bot ein "cena laeta" mit Früchtebrot an. Stilecht als Römer verkleidete Schüler überreichten das lateinische "Happy Meal". Außerdem hatten die Kinder die Möglichkeit, antike Spiele mit Nüssen auszuprobieren.

In die verwunschene Welt des Märchens ließen sich die Kinder bei der Fachschaft Deutsch entführen. Die jungen Gäste durften verschiedene Stationen zum Thema Märchen mit Rätseln, Puzzles und Fehlerbildern durchlaufen. Doch auch die Eltern wurden gefordert: Sie standen vor der Aufgabe, den Deutsch-Test für die sechste Jahrgangsstufe zu lösen und konnten so ihre Rechtschreibkenntnisse überprüfen.

Naturwissenschaften zeigen Shows

Traditionell spektakulär war das Programm der Naturwissenschaften. Chemielehrer Thomas Reck bewies seine Entertainer-Qualitäten in einer aufregenden und humorvollen Show mit Schauversuchen: Das Forschungszentrum Alpha eins hatte den Auftrag erhalten, eine Lösung für die Weltwirtschaftskrise zu finden. Nach allerhand Explosionen und verblüffenden chemischen Reaktionen gelang es dem Team um Reck schließlich, eine Münze zu Gold zu machen.

Kinder experimentierten selbst

Nicht weniger ambitioniert waren die Ziele der "Braniac Academy" in der Wissenschafts-Show der Physiker: Eine Maschine zur Vergrößerung von Lebensmitteln sollte die Welternährungsprobleme ein für alle Mal lösen. Überdies zeigte Physiklehrer Florian Meier, wie man mithilfe von Essiggurken Waldbrände löschen kann - ein Modell, das allerdings kaum Schule machen dürfte.

Etwas gemächlicher, aber genauso spannend, ging es bei den physikalischen Experimentierstationen zu. Hier durften die Kinder mit einer Kurbel selbst Strom erzeugen oder eine Turbine aus Papier basteln.

Woran man Falschgeld leicht erkennen kann, lernten die Gäste am Stand der Fachschaft Wirtschaft und Recht. Ein Vertreter der Bundesbank hatte gefälschte und echte Banknoten mitgebracht und erklärte die Unterscheidungsmerkmale.

Informationen für Übertrittswillige

Primär richtete sich der Tag der offenen Tür an Schüler, die an einem Übertritt ans Gymnasium interessiert sind. So wurde in den Fächern Englisch, Französisch und Latein Schnupperunterricht angeboten, den die Kinder zusammen mit ihren Eltern besuchten.

Die Fachschaft Ethik präsentierte sich in einem selbst gedrehten Film: Ethiklehrer Heiko Fischer erklärt darin, dass das Fach für Schüler aller Religionszugehörigkeiten offen stehe und sich durch seine Aufgeschlossenheit für verschiedene Perspektiven auszeichne. Darüber hinaus kamen Schüler zu Wort und äußerten, was sie am Ethikunterricht schätzen.

Beim Tag der offenen Tür stellten sich erstmals auch die Ganztagsbetreuung und Ganztagsklasse vor. Eltern übertrittswilliger Kinder hatten außerdem die Gelegenheit, an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen.

  

Einblicke in eine Welt der "Ver-rückten"

MZ 17.03.12 (von Christina Röttenbacher)

Der Drama Workshop des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums präsentierte mit "21st century breakdown" keine allzuleichte Kost für das Publikum.

Schwandorf. Wer die Teenie-Fernsehserien von heute nicht kennt, ist beim "Drama Workshop" des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums klar im Nachteil. Auch dessen Englischkenntnisse sich auf Jahrzehnte alte Schulweisheiten beschränken, hatte das Nachsehen - und doch: die Schulinszenierung "21st century breakdown" im Theaterraum des CFG hatte einen ganz besonderen Reiz.

Den Eltern und Großeltern im Publikum wurde viel abverlangt in dem drei Stunden dauernden Stück aus der Feder von Julia Schnorrer, die im vergangenen Jahr am CFG-Gymnasium ihr Abitur abgelegt hat. Die Thematik ist tiefschürfend, die Umsetzung jugendlich frisch und unbekümmert und letztlich leicht verständlich, wenn der Zuschauer die Handlungsstränge sortiert und die Serienfiguren zugeordnet hat. Unter den Zuschauern befand sich auch Landrat Volker Liedtke - ein angenehmer Pflichttermin für ihn, denn die englische Theatergruppe des Gymnasiums war vergangenes Jahr für den Zukunftspreis des Landkreises nominiert. "Das Schauspiel will ausdrücken, dass es heute schwer ist, Normalität zu definieren. Maßstäbe des Lebens sind nicht mehr eindeutig. Wie im Stück dargestellt, muss sich letztlich jeder zu sich selbst bekennen", kommentierte ein beeindruckter Landrat die Aufführung.

Was ist in unserer informationsüberfluteten Gesellschaft noch normal? Wer ist noch seelisch gesund? Was ist "seelische Gesundheit"? Haben wir nicht alle einen kleinen Tick und wo sind die Grenzen zu dem, was die Gesellschaft als "ver-rückt", als aus der Norm gefallen betrachtet? Gut, das Schultheater ging zwar nicht in philosophische Tiefen, muss es aber auch nicht. Es waren vielmehr die kleinen charaktervollen Collagen von Menschen, die dem gesellschaftlichen Druck nicht mehr standgehalten haben, die sich in Ticks und ganz speziellen Auswüchse geflüchtet haben und gerade dadurch ein verwirrendes Bild der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts abgaben. Wenn man diesen Hintergrund durchschaut hat, erschließt sich dem Zuschauer ein durchaus ernst gemeintes und unter dem Deckmantel jugendkultiger Fernsehserien verfälschtes Lebens- und Gesellschaftsbild, dem nicht jeder nachkommen kann. Und so landen viele auf der anderen Seite - in der Psychiatrie, der Dominik Dalton Mental Health Institution. Sie ist der Spielort des Stücks des Drama Workshops. Hier landen alle der Wirklichkeit entrückten Fernsehserienfiguren, ob Dr. House, Emma aus der Serie "Glee", Vampir Bella aus Twilight, Barney aus "How I met your Mother" und viele mehr. Witzig die Dialoge, nervtötend die seelischen Ergüsse der Geschädigten, die am Ende selbst die Psychiaterinnen der Einrichtung in die Welt der Verrücktheiten abdriften lassen.

Das englische Schauspiel war mitreißend, die Figuren mit viel Enthusiasmus von den Schülern herausgearbeitet, jeder Protagonist stellte eine eigene Persönlichkeit dar, sodass auch bei Doppelbesetzungen der Rollen eine Identifizierung der handelnden Personen möglich wurde. Nicht immer leicht verdaulich und nur vordergründig erheiternd, vermittelte die Collage eine zu Oberflächlichkeiten tendierende Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, eine Fragilität seelischer Befindlichkeiten, die zum Nachdenken anregte und sicher noch eine Zeit nachwirken wird - denn am Ende sind alle "ver-rückt".

Das neue Stück des Drama Workshops stammt aus der Feder der ehemaligen CFG-Schülerin Julia Schnorrer.

  

Neues Modell kommt bei Beteiligten gut an

MZ 25.04.12 (von Hubert Heinzl)

Acht Monate nach Einf├╝hrung einer gebundenen Ganztagsklasse am CFG zieht Schulleiter Fritz Pawlick ein positives Fazit.

Schwandorf. Im vergangenen Jahr hat sich das CFG als einziges Gymnasium im Landkreis Schwandorf f├╝r die Einf├╝hrung einer gebundenen Ganztagsklasse beworben und mit sechs anderen Gymnasien in der Oberpfalz auch den Zuschlag bekommen. Die Unterrichtsform gilt vielen als K├Ânigsweg der P├Ądagogik. Anders als ein offenes Ganztagsangebot, verbindet sie eine Rundumbetreuung der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler mit einem ausgekl├╝gelten Wechsel von Unterricht und Freizeitphasen, wie er dem Lernen besonders f├Ârderlich ist.

Auch am Schwandorfer Gymnasium hat sich laut Schulleiter Fritz Pawlick das neue Unterrichtsmodell, das in einer von f├╝nf f├╝nften Klassen eingef├╝hrt wurde, bew├Ąhrt. In den acht Monaten seit der Einf├╝hrung gab es laut Pawlick "nur au├čerordentlich positive R├╝ckmeldungen bei allen Beteiligten, ob Sch├╝ler, Eltern oder Lehrer". Von 21 Sch├╝lern schied nur einer wegen eines Umzugs aus ÔÇô alle anderen wollen auch in der sechsten Klasse bei der Stange bleiben.

Ein Selbstl├Ąufer war das neue Modell allerdings nicht, r├Ąumt der Schulleiter ein. "Wir mussten aus den Erfahrungen lernen und nachjustieren", sagt Pawlick. Zum Beispiel war die Hausaufgabenbetreuung mit einer halben Stunde in den Kernf├Ąchern zu kurz angesetzt. Ebenso mussten die Sch├╝ler die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeitgestaltung erst noch herstellen. Und das Lehrerkollegium hatte das Bed├╝rfnis der F├╝nftkl├Ąssler nach Ruhezeiten untersch├Ątzt; erst im Laufe des Schuljahres wurde ein eigener R├╝ckzugsraum eingerichtet.

Auch bei den schulischen Leistungen wachsen die B├Ąume jetzt nicht sofort in den Himmel, sagt Pawlick. Nach seinen Worten haben sich die Sch├╝ler im Vergleich zur Grundschule deutlich verbessert, wenn auch nicht gleich um eine ganze Notenstufe. Bei der ├ťbertrittsnote waren die jetzigen Sch├╝ler aus der gebundenen Ganztagsklasse im Vergleich am schlechtesten, "jetzt haben sie aufgeholt und werden sich auch noch weiter entwickeln", formuliert es der Schulleiter vorsichtig. In einem Bereich, der laut Pawlick immer wichtiger wird, sind die Sch├╝ler aber schon jetzt weiter als ihre Altersgenossen aus den anderen Klassen: bei der Sozialkompetenz.

Die Eltern ÔÇô dem Schulleiter zufolge "├╝brigens nicht aus bildungsfernen Schichten, sondern sehr an einer professionellen F├Ârderung ihrer Kinder interessiert" ÔÇô waren in die Umsetzung der gebundenen Ganztagsklasse immer eingebunden; die Lehrer sowieso. Auch sie lernten dazu, durch Fortbildungen und durch einen Schulalltag, der in der gebundenen Ganztagsschule v├Âllig anders strukturiert ist als bei den ├╝brigen Klassen.

Kritik deutet der Schulleiter im Gespr├Ąch mit der MZ nur ganz behutsam an. Dem CFG wurden f├╝r die gebundene Ganztagsklasse acht Lehrerstunden pro Woche zus├Ątzlich bewilligt ÔÇô das d├╝rfte in seinen Augen "ruhig ein bisschen mehr sein". Pawlick wendet sich in diesem Zusammenhang gegen die Praxis, ├Âffentliche Mittel "nach dem Gie├čkannenprinzip" an viele Schulen zu verteilen, statt gebundene Klassen etwa im Landkreis Schwandorf auf ein Gymnasium zu konzentrieren. "Wenn die Mittel schon knapp sind, dann sollte man sie effektiv einsetzen", fordert der Schulleiter. Und er w├╝nscht sich mehr Flexibilit├Ąt und Autonomie f├╝r die Schulen, unter anderem bei der Wahl der zweiten Fremdsprache. Da mussten sich alle Ganztagssch├╝ler nach dem Majorit├Ątsprinzip f├╝r eine Sprache entscheiden; eine echte Wahlm├Âglichkeit gab es wegen der ministeriellen Vorgaben nicht.

Aber das f├Ąllt f├╝r den Schulleiter nicht so sehr ins Gewicht angesichts der gro├čen Vorteile, die er im Ganztagsunterricht sieht: ein "angstfreier Unterricht" und eine "Lehrer-Sch├╝ler-Beziehung, die individuelle F├Ârderung weit besser m├Âglich macht".

Und das Experiment darf weitergehen: Bis einschlie├člich der siebten Jahrgangsstufe hat Bayerns Kultusminister Dr.Ludwig Spaenle die gebundene Ganztagsklasse am CFG genehmigt. Ab September wird es aller Voraussicht nach zwei derartige Klassen geben ÔÇô in der sechsten und der neuen f├╝nften Jahrgangsstufe. Die Eltern der jetzigen Viertkl├Ąssler in Schwandorf sind nach Einsch├Ątzung Pawlicks offenbar brennend an der neuen Unterrichtsform interessiert.

  

Abend f├╝r Genie├čer

MZ 11.05.12

Gelungenes Kammermusikkonzert am CFG-Gymnasium

Schwandorf. Junge K├╝nstler aller Jahrgangsstufen traten beim Kammermusikabend des CFG-Gymnasiums auf. Nach einem vierh├Ąndigen Scherzo von A. Diabelli, vorgetragen von Jonas Huber und Oberstudienr├Ątin Stefanie Jehl, spielte Huber das Klavierst├╝ck "Cancan" von E. Hradecky. Das Blockfl├Âtenduo Stefanie Graf und Lisa K├╝hner wurde von Oberstudienrat Heinz Baranek begleitet und spielte das Prelude von M. A. Charpentier. Nach einer "Romanze in Rock" f├╝r Klavier, vorgetragen von Ludwig Koch, folgten Katrina Hammer mit einem meditativen Querfl├Âtensolo von Gretry und Jule Ulrych mit Klaviervariationen von Beethoven. Die Klarinettistinnen Julia Brunner und Franziska Sie├č spielten Werke von J. de Haan. Darauf folgte der Marsch in G-Dur f├╝r Violoncello und Klavier von J.S. Bach, von Tessa Heldwein und Heinz Baranek. Nach dem ersten Satz einer Sonatine f├╝r Violine von Baklanova, von Luisa Hochmuth, entlie├čen Leonie Fritsch, Stefanie Graf, Laura de Pellegrin und Julia Wagner die G├Ąste mit einem brasilianischen Tango in die Pause.

Der zweite Teil begann mit Regina Fleischmann und Stefanie Jehl am Klavier und einer Polka von Schostakowitsch. Laura de Pellegrin sang das "Veilchen" von Reichardt, bevor Laura J├Ąger ein St├╝ck von Dancla auf der Violine darbot. Magdalena Prechtl spielte auf der Posaune die Sonate Nr.1 von Galliard. Marie Brei sang Haydns "Landlust". Anna Fleischmann an der Violine und Studiendirektor Hans Lehminger am Klavier interpretierten die Balada von Porum. Pianist Felix Richter spielte das "Feather Theme" aus Forrest Gump. Daniel Scharf spielte op.53/3 von Mendelssohn aus den "Liedern ohne Worte". Mit der Tarantella op.23 von Squire begeisterte Hannah von Glasow die Zuh├Ârer. Den Abschluss bildete Christpher Larisch mit dem ersten Satz aus dem Konzert in a-moll von Vivaldi, am Cembalo. (Stefanie Jehl)

  

Leistungsbereitschaft zahlt sich aus

MZ 30.06.12 Julia Schnorrer

Das CFG entlie├č 76 Abiturienten des "umzugsgesch├Ądigten" Jahrgangs in die Wirklichkeit

Schwandorf. Bei der Verabschiedung der 76 Abiturienten am Carl-Friedrich-Gau├č-Gymnasium sprach Schulleiter Fritz Pawlick voller Stolz von der "Erfolgsbilanz 2012": Alle Sch├╝ler haben es auf Anhieb geschafft, 30 Prozent schlossen das CFG mit einer Eins vor dem Komma ab und ein Sch├╝ler bestand die Hochbegabtenpr├╝fung.

Doch beim Stichwort "Belastung" fand er ganz klare Worte: Man solle "nicht so tun, als ob m├Âglichst viel Freizeit und nicht Leistungsbereitschaft und Disziplin das Wichtigste im Leben sind." Das w├Ąre Betrug den Sch├╝lern gegen├╝ber. Die "via regia" gew├Ąhlt zu haben, also den K├Ânigsweg, n├Ąmlich das Abitur an einem bayerischen Gymnasium, w├╝rde sich auszahlen: Die Zukunftsaussichten f├╝r die Sch├╝ler seien optimal, bundesweit gebe es nur 1800 arbeitslose Jungakademiker. "Manche vom Aussterben bedrohte Tierart hat da mehr", sagte Pawlick. Sorgen brauche sich also niemand der 76 machen. Pawliks Lob galt auch den Lehrern: Als P├Ądagogen spielen sie eine immens wichtige Rolle, vor allem als Motivator, weshalb der Schulleiter "f├╝r eine Renaissance der Lehrerpers├Ânlichkeiten" pl├Ądierte.

Immer wieder Umzug

Der doppelte Abiturjahrgang fiel zwar auf die Qualifikationsstufe (QS) ├╝ber ihnen, aber trotzdem warf er seinen Schatten im Carl-Friedrich-Gau├č-Gymmnasium (CFG): Aufenthaltsr├Ąume waren knapp, also mussten sich die Sch├╝ler mit 15 Quadatmetern zufrieden geben. Als schlie├člich der letzte G9-Jahrgang die Schule verlies, zogen sie um in ihr neues "QuZi", also Qualifikationsphasenzimmer, erz├Ąhlten gestern Anja Berger und Lisa Schloder in ihren Abschiedsworten.

Voller Elan versch├Ânerten sie ihr Zuhause - nur um es nach der Abschlussfahrt wieder r├Ąumen zu m├╝ssen. Mit Hilfe ihres QS-Betreuers Ottmar Brunner sowie von Waltraud W├Ârdemann wurde der ehemalige Werkraum zum "QuZi 3.0" erkl├Ąrt und neu gestaltet - denn darin h├Ątten sie ja ├ťbung. Neben Brunner und W├Ârdemann dankte der Jahrgang ebenfalls dem Hausmeister, dem Reinigungspersonal, den Lehrern, den Eltern und dem "Mann f├╝r alles": Klassenkamerad Maximilian Usinger hatte sogar WLAN ins QuZi gebracht, doch leider musste es aus "gesundheitlichen Gr├╝nden" wieder offline gehen.

Abwechslungsreiche Gestaltung

Musikalisch hatte der Jahrgang auch einiges zu bieten: Neben dem Bayerischen Ensemble und der Concert Band sangen oder spielten Viktoria Kr├Âplin, Katja Deml, Stephan Str├Âbl, Anna Fleischmann und Magdalena Prechtl mit OStRin Stefanie Jehl, OStR Heinz Baranek, StD Hans Lehminger und dem Mitsch├╝ler Florian Str├Âbl.

"Over the rainbow" erklang nach dem Einmarsch als erstes Lied und inspirierte Oberb├╝rgermeister Helmut Hey dazu, ├╝ber die Bedeutung des Liedes f├╝r die nun ehemaligen CFGler nachzudenken. Leichte Melancholie, also "etwas, das zum Abschiednehmen mit dazugeh├Ârt", mische sich mit Vorfreude auf die neue Welt, die das Abitur den jungen Erwachsenen aufsperre. Hey dankte, ebenso wie Christiane Doblinger, Lehrern und Eltern f├╝r ihren Einsatz w├Ąhrend der vergangenen acht Jahre. Doblinger sprach f├╝r den Elternbeirat sowie f├╝r die Vereinigung der Freunde und Ehemaligen der Schule. "Behalten Sie Ihre Flexibilit├Ąt und retten Sie Ihre jugendliche Neugier", riet sie den Abiturienten.

Die Concert Band unter der Leitung von OStRin Stefanie Jehl leistete mit "Hawai-Five-O" nur einer der vielen musikalischen Beitr├Ąge.


  

Die "Forscherfrösche" starten ihr Experiment

MZ 06.07.12 Julia Schnorrer

Zum zweiten Mal organisieren Schüler des CFG-Gymnasiums den "Forscherfrösche"-Wettbewerb für Drittklässler.

Schwandorf. Grundschulkindern die Natur näherzubringen, deren Forschergeist und Experimentierfreudigkeit zu fördern sowie sie für Teamarbeit zu sensibilisieren - das sind einige der Ziele, die die Organisatoren des Grundschulwettbewerbs "Forscherfrösche" verfolgen. Markus Anthofer, Biologielehrer am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, leitet bereits zum zweiten Mal ein Projektseminar der 11. Klasse, welches die Wettbewerbsidee umsetzt. Hierfür mussten die Gymnasiasten selbstständig Sponsoren suchen, Themen erarbeiten und Aufgaben für die Teilnehmer gestalten.

Mitmachen dürfen alle Kinder des Landkreises, die derzeit die dritte Klasse besuchen. In der ersten Runde des Wettbewerbs erhalten die Teilnehmer Aufgaben, die es während des Sommers in Gruppenarbeit zu lösen gilt. Dabei dreht sich alles um das Thema "Rund um den Bauernhof". Die Kinder begleiten die Frösche Kevin Knallfrosch und Fridolin Feuerfrosch auf der Suche nach Onkel Otto Ochsenfrosch. Dabei werden sie vor viele spannende Aufgaben gestellt, die sich die Organisatoren der Q11 ausgedacht haben. Die Experimente führen die Kinder auf Getreidefelder und geben beispielsweise Aufschluss darüber, wie schnell Kresse wächst. Die Ergebnisse der jungen Forscher werden im September von den Seminarmitgliedern ausgewertet. Die erfolgreichsten Kinder rücken in die zweite Runde des Wettbewerbs, in der sie einen Test absolvieren, der sich am Heimat- und Sachkundeunterricht der Grundschulen orientiert. Die Schüler mit den besten Ergebnissen ziehen ins Finale ein. Sie werden im November zum Junior Forschertag ins Gymnasium eingeladen und dürfen dort spannende Experimente durchführen.

Informationen zum Wettbewerb:

17 Grundschulen werden schriftlich zum Wettbewerb eingeladen. Mitmachen dürfen alle Drittklässler im Landkreis.
Auf der Homepage http://forscherfroesche.jimdo.com können Informationen, Anmeldeformulare und Aufgaben heruntergeladen werden.
Schnell anmelden: Anmeldeschluss für die Forschergruppen ist am 20. Juli.
Die Wettbewerbsidee wurde von der Sparkasse und der Scheubeck-Jansen-Stiftung prämiert.
Sponsoren sind die Sparkasse, die Nabaltec AG und die Horsch GmbH.


  

Das CFG wirft für eine Woche den Schulalltag über Bord

MZ 07.07.12 Julia Schnorrer

Am 25. Juli startet die Sommeruni am Gymnasium. Schüler werden in der MZ berichten.

Schwandorf. Die Woche vor der Zeugnisverteilung und den großen Ferien ist meistens eine "Qual", wie auch Schulleiter Fritz Pawlick einräumt. Noten sind erhoben, der Stoff ist meist auch durch und gedanklich sind Schüler wie Lehrer bereits in den Ferien.

Gelebte Schule statt Alltag
2006 hat das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium seine eigene Lösung gefunden: die Sommeruni! Alle zwei Jahre wird der normale Stundenplan durch Kurse ersetzt, die jeder frei wählen darf. "Innovativ neue Bildungswege beschreiten", "gelebte Schule" fern vom typischen Ablauf und die Schüler zu motivieren - das sei das Ziel gewesen, so Pawlick. Die Reaktionen der Schüler bestätigen den Erfolg. "Es ist eine tolle Idee!" Alexander Weigert war bereits in der 5. Klasse dabei, jetzt, zwei Jahre später, freut er sich wieder auf die letzte Schulwoche, die verspricht, zum "Highlight" zu werden. "Es ist praktischer Unterricht, direkt zum Mitmachen", lobt auch sein Mitschüler Benedikt Leidner das Konzept.

Eine Menge Arbeit steckt dennoch dahinter: Viele Nachmittage verbrachte das Organisationsteam mit den Vorbereitungen. Auch heute werde noch jede freie Minute dafür aufgebracht, erzählt Thomas Reck, der gemeinsam mit Angelika Weigert, Manuela Kraus, Florian Meier, Michael Steiger und Markus Anthofer den Stundenplan erstellt hat.

Aus dem vielfältigen Angebot darf jeder Schüler nach Belieben wählen, einzige Voraussetzung ist, dass die Sechs-Stunden-Tage lückenlos bleiben. Das hat rechtliche Gründe: "Die Aufsichtspflicht wird gewahrt", betont Reck. "Wir wissen zu jedem Zeitpunkt, welcher Schüler sich wo befindet."

Ansonsten bleibt kein Wunsch unerfüllt, die Liste ist lang: Kochkurse, Körpersprache, gesunde Ernährung, Werbestrategien, Computergrafik, Rhetorik, Kontrabass sind nur einige Beispiele. Sportlich reicht das Angebot von Badminton bis Zumba, Anfängersprachkurse gibt es ebenso wie Schnupperfischen. Wer den Bezug zwischen Schulfächern und dem wahren Leben herstellen möchte, kommt auch auf seine Kosten: Florian Meier zeigt, was hinter der Physik in Star Trek steckt, Schüler können ein Roboterfahrzeug programmieren, einen Fotografiekurs belegen, alles über Parfüm und Seifenherstellung erfahren oder gar Raketen basteln. "Das fände ich total spannend", zeigt sich Fritz Pawlick begeistert.

Philosophie und Theater
Dr. Heinz Neumann-Riegner beschäftigt sich indes mit Themen wie "Gott kontra Götter" oder "Warum Pornografie (nicht) schlimm ist". Bei Theresa Eimer und Sarah Lütje können die Schüler Theaterkampftechniken erlernen, Tatjana Leikam und Dominik Lösche führen in die Kunst der Improvisation ein und der Drama Workshop zeigt der Unterstufe ein selbst geschriebenes englisches Theaterstück. Besonders freut sich Schulleiter zudem über externe Dozenten wie "Theuerl - Die Tanzschule" oder die Polizei. "Das zeigt, dass das Projekt von anderen wahr- und angenommen wird!" Angelika Weigert ist mit ihrer Schülerzeitung selbstverständlich ebenfalls vor Ort - sogar in der Mittelbayerischen! Die Nachwuchsreporter werden in der Uniwoche die Schwandorfer Leser auf dem Laufenden halten, welche neuen Eindrücke die Schüler am CFG sammeln. Vielleicht, so hofft Fritz Pawlick, sagt ja der ein oder andere Schüler: "Schade, dass die Ferien angehen!"

Sommeruni
Vom 25. bis 30. August dürfen sich die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums (CFG) ihren Stundenplan selbst zusammenstellen.
Die "Sommeruni" wird seit 2006 alle zwei Jahre organisiert.
Am Montag, 30. Juli, feiert das CFG sein "Campusfest", bei dem auch Ergebnisse der Sommeruni präsentiert werden.
Bereits am 13. Juli findet um 19 Uhr das Sommerkonzert in der Aula des Gymnasiums statt. Der Eintritt ist frei.

  

Junge Talente in guter Form

NT 15.07.12 Reinhold Tietz

Chöre und Instrumentalisten des Gauß-Gymnasiums erfreuen im Sommerkonzert Zuhörer

Schwandorf. Die lichtdurchfluteten Aula des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums war der ideale Rahmen für das diesjährige Sommerkonzert. Festlich eröffnete am Freitag das Streichorchester die Programmfolge mit Tänzen aus der "Wassermusik" und dem "Bourreé" aus der "Feuerwerksmusik". Exakt und doch tänzerisch wurde gespielt.

Stefanie Jehl, die engagierte Musiklehrerin, leitete präzise. Der Unterstufenchor bot neue Klänge von altbekannten Werken. Frei nach W.A.Mozart war "Unsre kleine Nachtmusik" mit einem witzigen Text versehen. Der erste Satz von KV 525 bekam damit eine ganz neue Dimension. Die "Tritsch-Tratsch-Polka" von Johann Strauß jr. wartete mit Worten und verblüffenden Schweigegesten auf. Und damit der Chor nicht a capella singen muss, gab ihm Stefan Schindler am Klavier die nötige harmonische Unterstützung. Stefan Baranek leitete souverän.

Der Unterstufenchor unter Leitung von Heinz Baranek bot neue Interpretationen bekannter klassischer Stücke.

Der Unterstufenchor unter Leitung von Heinz Baranek bot neue Interpretationen bekannter klassischer Stücke.

Zwei Solostücke schlossen sich an. Von Bernhard Romberg erklang das "Concertino e - moll op38" gespielt von den Brüdern Stephan Ströbl (Violoncello) und Florian Ströbl (Klavier). Das 2. Violinkonzert A - Dur von Anatoly Komarovsky interpretierte von Christopher Larisch, am Klavier begleitet von Severin Huf. Beide Streicher absolvierten ihre Soli musikalisch ansprechend unter sicherer Begleitung ihrer jeweiligen Klavierpartner.

Zum speziellen Highlight wurde das Duett "Over the rainbow" von H. Arlen und das Terzett "New York, New York" von J. Kander, jeweils berührend gesungen von Viktoria Kröplin und Katja Deml, unter Mitwirkung von Marie Brei. Am Klavier wie immer tadellos: Stefan Schindler. Der neugegründete Chor von sieben Lehrerinnen und zwei Lehrern gab danach sein Debüt. Stefanie Jehl am Klavier und Michael Steiger an den Congas vermittelten bei "Breaking up is hard to do" von H. Greenfield die sichere Begleitung für den voll erblühenden Gesang.

Nach der Pause sang der Chor der Ehemaligen "Ich kenne nichts" von X. Naidoo, "Alices Theme" von D. Elfman und "Aint Misbehavin" von T. Waller mit feiner Artikulation und reiner Tonlage, konzentriert geleitet von Heinz Baranek, am Klavier aufmerksam begleitet von Stefan Schindler. Die Combo der Schule setzte das Programm mit der Darbietung von vier Evergreens fort, wobei "El Cumbanchero" von J. Gray sich zu einem besonders gelungenen Schlusspunkt entwickelte. Die flotte Interpretation wurde entscheidend von der Dirigentin Stefanie Jehl gestaltet.

Für die beiden letzten Programmpunkte füllte sich die Bühne. Immerhin 38 Mitwirkende im Mittel- und Oberstufenchor sangen "Almost Like Being In Love" von F. Loewe, "When Im Sixty - Four" von Lennon/ McCartney, sowie "My Heart Will Go On" von J. Horner unter der bewährten Leitung von Heinz Baranek.

Den Schlusspunkt setzte die Concert Band, von Stefanie Jehl schwungvoll dirigiert. Das "James Bond Theme" von M. Norman fehlte ebenso wenig wie "Star Wars" von J. Williams und andere weltberühmte Musiktitel. Der Beifall zeigte stets aufs Neue, wie sehr das Programm und auch die jeweilige Anmoderation durch Elisa Leitner und Amelie Sailer den Besuchern gefiel.