Pressespiegel Schuljahr 2011/12

Das Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium im Spiegel der Presse

Hier finden Sie regelmäßig eigene Berichte oder Veröffentlichungen aus der Presse, die sich auf unser Gymnasium beziehen.



     

Neue LehrerInnen am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium

Angelika Weigert 26.09.2011

Im gerade angelaufenen neuen Schuljahr gibt es positive Nachrichten aus dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium: Mit acht neuen Lehrkräften ist es gelungen, fast ideale Verhältnisse in der Unterrichtssituation in allen Fachbereichen herzustellen.
Das Kollegium des CFG, an dem derzeit knapp 800 Schüler in Klassen mit einer durchschnittlichen Stärke von 25 Schülern unterrichtet werden, wird durch folgende Lehrkräfte verstärkt: Michaela Braun (Deutsch, Geschichte), Verena Heger (Deutsch, Französisch), Steffi Jehl (Musik), Jörg Maurer (Chemie, Geografie), Stefanie Meier (Biologie, Chemie), Johanna Pförtsch (Biologie, Chemie), Eva Stögbauer (Deutsch, Katholische Religionslehre, erkrankt) und Sandra Vogl (Latein, Katholische Religionslehre).


Neue LehrerInnen am CFG

Neue LehrerInnen am CFG
Foto: cfg

  

Benefizlauf - von Kindern für Kinder

MZ 30.09.2011

Die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums spendeten pro gelaufener Runde Geld an die Kinderhilfe Afghanistan.

Schwandorf. Für einen guten Zweck sind gestern die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums gerannt. Pro gelaufener Runde, die einen Kilometer lang war, bekamen sie von ihrem zuvor gesuchten Sponsor einen gewissen Euro- oder Fixbetrag zugesichert. In einer Stunde konnten sie so Geld für die Kinderhilfe Afghanistan sammeln.
Dr. Reinhard Erös, Leiter der Organisation, informierte in der Schule über die Projekte der Kinderhilfe. Veranstaltet wurde der Benefizlauf von den Schülern des Projektseminars Sport der Oberstufe. Bereits im vergangenen Schuljahr begannen sie mit den Vorbereitungen. Sie wollten den Lauf, der die letzten Jahre schon stattgefunden hatte, nach den Wünschen der Schüler verbessern.
Felix Sailer ist mit dem Ablauf zufrieden. "Es ist zwar stressiger, als wir gedacht haben, aber bis jetzt läuft alles super," sagt der Schüler aus dem Seminar. Außer dem Lauf mussten die Kinder eine weitere Station bewältigen: Torwand-Schießen, Fußball-Hindernis-Parcours oder Basketball. Damit die Kinder nicht, wie in den vergangenen Jahren, schummeln konnten, gab es spezielle Lochkarten, auf denen die Rundenanzahl festgehalten wurde. Die Schüler entschieden sich für die Organisation, weil so "Kinder für Kinder laufen". (svs)


  

CFG-Forscher zählen zur Elite

MZ 20.10.2011 (Elisabeth Hirzinger)

Das war der bisher größte Erfolg für das CFG: Maximilian Kiss und Markus Zilch haben den Landeswettbewerb "Experimente antworten" gewonnen.

Schwandorf. "Wir sind die einzigen in der Umgebung, die es so weit geschafft haben!" Markus Anthofer verzieht keine Miene, als er das sagt. Der Chemie- und Biolehrer am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium übt sich im Understatement. Einen Vergleich mit den anderen Schulen wollte er eigentlich gar nicht anstellen. Aber danach gefragt, kann er sich dann doch nicht verkneifen, dass die anderen Preisträger, "die, die richtig gut sind", weit weg sind.
Was dem Lehrer Respekt abnötigt, ist die Leistung von Maximilian Kiss (16) und Markus Zilch (15), die es geschafft haben, sich beim Landeswettbewerb "Experimente antworten" in der besten Kategorie gleich dreimal zu platzieren. Dabei vergisst Markus Anthofer nicht die anderen Schüler, die in seinem Kurs "Jugend forscht" mitmachen. Nur knapp hätte eine andere Gruppe den Sprung aufs Siegertreppchen verpasst, erzählt er.
Tatsache ist, der jüngste Erfolg ist der bisher größte, seit Schüler des CFG sich an dem Wettbewerb beteiligen. Und um die Wertigkeit zu veranschaulichen, nennt Anthofer Zahlen: Von 2800 Schülern, die 2010/2011 ihre Arbeiten einschickten, blieben 65 übrig, die Elite der Hobbyphysiker. Sie wurden jetzt für ihre Mühen belohnt, mit Urkunden, die Staatssekretär Thomas Kreuzer im Festsaal des Deutschen Museums überreichte.
Die Preisträger aus Schwandorf geben sich im Pressegespräch nach dem Ereignis bescheiden. Wie viel Freizeit sie in den Endspurt investiert haben? Nicht wirklich viel. Maximilian Kiss überlegt kurz. Ein Wochenende, meint er. Wie bitte, nur zwei Tage, um ein Experiment durchzuführen, Fachliteratur zu wälzen, sich die theoretischen Kenntnisse anzueignen und das Experiment zu erklären? Für Maximilian Kiss offenbar kein Problem.
Dass das nicht der Normalfall ist, will der Schulleiter gar nicht in Abrede stellen. "Die bei diesem Wettbewerb gewinnen, sind Ausnahmetalente", räumt Fritz Pawlick ein. Die Zahl der Schüler, die sich, wie Maximilian Kiss, in der 10. Klasse in die Literatur ehemaliger Leistungskurse des G9 einlesen und das Gelesene auch noch verstehen, dürfte eng begrenzt sein.
Trotzdem: Pawlick sieht das große Ganze, die gesellschaftliche Herausforderung, die darin besteht, "in der heranwachsenden Jugend, das Interesse für die Forschung zu wecken". Als gelungenes Beispiel dafür nennt der Schulleiter das Wahlfach "Jugend forscht", das am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium eingerichtet wurde - trotz knappem Budget. Natürlich wäre ein solcher Erfolg auch nicht ohne Lehrer wie Markus Anthofer möglich. Und nicht ohne Schüler, "die so lange dabei bleiben".
Es geht ja auch nicht nur um Wettbewerbe und Spitzenleistung. Markus Anthofer ist es genauso wichtig, Schüler zu motivieren. "Die einen machen mit aus Freude am Experimentieren", erzählt der Physiklehrer. Die zählt er zu den Breitensportlern, die anderen zu den Spitzensportlern.
Markus Anthofer geht es um Nachhaltigkeit. Er erinnert daran, dass im ersten Jahr, als Schüler des CFG an dem Landeswettbewerb teilnahmen, es nur einer in die beste Kategorie schaffte. Im zweiten Jahr waren schon fünf Schüler vertreten. Dass sich im vergangenen Schuljahr zwei Schüler gleich dreimal ganz vorne positionieren konnten, das sei also kein Zufallstreffer gewesen.
Für Markus Zilch, der im Zweierteam die Experimente vorbereitet hat, hat sich die Teilnahme an dem Wettbewerb schon mal gelohnt. Er darf ohne Aufnahmeprüfung in die erste Runde der internationalen Junior-Science-Olympiade einsteigen.
Maximilian Kiss ist nicht dabei. Die Teilnehmer dürfen nicht älter als 16 Jahre sein. Macht nichts. Markus Anthofer hat den begabten Schüler für den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis angemeldet. Die Chancen für Maximilian, hier nominiert zu werden, stehen nicht schlecht. Die wichtigste Voraussetzung, nämlich sich in Naturwissenschaften ausgezeichnet zu haben, hat er bereits erfüllt.
Natürlich fällt immer auch etwas von dem Glanz der Auszeichnungen auf das CFG zurück. Schulleiter Fritz Pawlick jedenfalls sieht durch die Erfolge bei Wettbewerben auch die Ausnahmeposition der Schule in der Region gestärkt.
Wie zum Beweis dafür, dass es an Leistungsträgern am CFG keinen Mangel hat, schiebt Markus Anthofer eine Urkunde über den Tisch. Stephan Ströbl (12. Klasse) wurde damit ausgezeichnet. Er hat am Campus of Excellence teilgenommen und den zweiten Platz belegt. Campus of Excellence? Da war mein Bruder auch schon, sagt Maximilian Kiss. Eben.

 


Das Erfolgsteam: Lehrer Markus Anthofer mit Maximilian Kiss und Markus Zilch (v.li.)

Foto: Hirzinger


  

CFG-Schüler hatten schwere Nüsse zu knacken

MZ 17.11.2011

21 Schülerinnen und Schüler des CFG waren beim Studieninformationstag Mathematik an der Universität Regensburg.

Schwandorf. Es gibt sie tatsächlich: Schüler, denen Mathematik so viel Spaß macht, dass sie sogar in Erwägung ziehen, dieses Fach nach dem Abitur zu studieren. 21 Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Klasse des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums nahmen am Studieninformationstag der Universität Regensburg teil und tauschten für einen Tag ihre Schulbank gegen einen Platz im Hörsaal der mathematischen Fakultät.

In einer Einführungsvorlesung gab Prof. Clara Löh einen Einblick in die Theorie der Graphen. Mithilfe dieser mathematischen Modelle lassen sich beispielsweise alle Arten von Netzwerken beschreiben. Im Anschluss an die Vorlesung galt es, das Gelernte in einem Workshop anzuwenden. In kleinen Gruppen konnten sich die Schüler an acht äußerst anspruchsvollen Aufgaben die Zähne ausbeißen. Die Schwandorfer erwiesen sich als sehr erfolgreich: Unter den 27 Schülergruppen konnten sich die beiden Teams des CFG unter den vorderen Plätzen einreihen. Carina Allacher, Birgit Huber, Stefan Merl, Daniel Scharf und Julia Sieß wurden Dritte, Katja Deml, Anna Fleischmann, Anika Krottenthaler und Magdalena Prechtl Zweite. Nach dem Mittagessen informierte Prof. Löh über das Mathematikstudium in Regensburg und zeigte Betätigungsmöglichkeiten im Berufsfeld eines Mathematikers auf.

Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Prof. Xin Li von der Universität Münster mit dem Titel "Quantenphysik mit Spiegelei und dazu die Frage: Ist 2 mal 3 gleich 3 mal 2?" Um letztere Frage gleich zu beantworten: Natürlich ist 2 mal 3 genauso 6 wie 3 mal 2. Tatsächlich gilt diese sogenannte Kommutativität aber nicht für mathematische Operationen, mit denen zum Beispiel die Quantenphysik beschrieben wird. Bei der Physik der kleinsten Teilchen spielt es eine Rolle, ob man zuerst den Ort eines Elektrons misst und dann die Geschwindigkeit oder andersherum, da die Messung einer Größe die andere verfälschen würde. Anschaulich erklärte Prof. Dr. Xin Li dies so: Beim Braten eines Spiegeleis kommt es wie bei Messprozessen auf die Reihenfolge an. Es empfiehlt sich, zuerst die Pfanne auf den Herd zu stellen und dann das Ei aufzuschlagen und nicht andersherum!

Nach der Preisverleihung durch den Dekan machten sich die Gymnasiasten, um viele Erfahrungen reicher, wieder auf den Heimweg.

  

Zwischen Schock und Faszination

MZ 18.11.2011 (Elisabeth Hirzinger)

"Voll krass" war der Aufenthalt, sagen die zehn Gymnasiasten, die in China in eine fremde Welt eingetaucht sind und viel zu erzählen haben.

Schwandorf. Zwischen Schwandorf und Xiamen liegen Welten. Beides sind Kleinstädte. Rund 28000 Einwohner zählt Schwandorf, vier Millionen Menschen leben in Xiamen. Hier reiht sich ein Einfamilienhaus an das andere. In China gibt es fast nur Hochhäuser. Einen Garten haben in dem aufstrebenden Land in Asien nicht einmal die Reichen, auch nicht die, bei denen die Schüler des CFG heuer untergebracht waren.

Dass die Gasteltern der Schwandorfer Austauschschüler durch die Bank relativ wohlhabend waren, war allerdings reiner Zufall, wie Rainer Mayer versichert. Der Lehrer ist zum zweiten Mal dabei und ein großer Asienfreund. Er hat die Gymnasiasten darauf vorbereitet, dass in China alles ein bisschen anders ist als in Europa. Und trotzdem war der Aufenthalt für viele von ihnen ein Kulturschock.

Das fängt schon beim Essen an. "Bei uns wird das Essen zum Mund geführt", erklärt Maximilian Kiss, in China beugten sich die Leute über die Schüssel. "Was im Mund keinen Platz mehr hat, wird ausgespuckt". Außerdem werde bei Tisch hemmungslos geschlürft und geschmatzt.

Aber nicht nur die Tischsitten, auch das Essen war für die meisten Schüler gewöhnungsbedürftig. Meist landen alle Bestandteile eines Tieres im Kochtopf. Da sei es "schwierig, ordentlich zu essen", räumt Maximilian ein. Zumal, "wenn einen der Kopf anschaut, während man die Füße isst", lacht Rainer Mayer. Ihn kann nichts mehr erschüttern.

Die Gefahr zu verhungern oder zu verdursten bestand in der Woche, die die Schüler in Xiamen verbrachten, dennoch nicht. Dafür haben die Gasteltern schon gesorgt. Sie haben, wie Mayer berichtete, "einen riesen Aufwand" betrieben. Das zeigte sich unter anderem auch darin, dass die Gymnasiasten täglich mit "zwei Kilo Proviant" versorgt wurden - zusätzlich zu den regulären Mahlzeiten.

Ablehnen war zwecklos. Mal ganz abgesehen davon, dass es in manchen Familien schwierig gewesen wäre, ein "Nein" mit Worten zu erklären. Thomas zum Beispiel hat eine Woche lang "bloß ja und na" gesagt, alles andere hätten die Mitglieder seiner Gastfamilie eh nicht verstanden, sagt er.

Einen bleibenden Eindruck hat bei den Schülern der Verkehr in Peking hinterlassen, wo "nur gehupt wird". Aufgefallen ist den Jugendlichen aber auch, dass in der Metropole alles blitzsauber war. Und dass viel Polizei präsent war. Sicherheit werde großgeschrieben in China, bestätigt Rainer Mayer. Das Sicherheitsbedürfnis geht sogar so weit, dass in China alle Fenster und Balkone vergittert sind, selbst die im 25. Stockwerk.

Trotzdem hat mehrere Austauschschüler Angst beschlichen, vor allem nachts, wenn sie durch die dunklen Häuserschluchten gingen. Unheimlich sei das gewesen, erzählt eine Schülerin. Sie war nicht die einzige, die manchmal "richtig Angst" hatte. Wobei es dafür eigentlich keinen Grund gab, da die Kriminalitätsrate in Xiamen nicht besonders hoch sei, wie der Lehrer ergänzt.

Immer wieder kehren die Schüler im Gespräch zum Essen zurück. Ein unerschöpfliches Thema, zu dem Rainer Mayer mit dem Stichwort Nachtmarkt gleich die Steilvorlage für die Jugendlichen liefert, die sich in der Aufzählung exotischer Gaumenfreuden geradezu überbieten: Skorpione, Schlangen, Seepferdchen, Katzen, Tausendfüßler, Affen und Frösche hätten sie gegessen. "Katze war voll gut", sagt ausgerechnet die Vegetarierin unter den Austauschschülern.

Klar, die Tierchen haben zum Teil noch gelebt und gezittert, als sie aufgespießt ins heiße Fett getaucht wurden, aber das hat die Gymnasiasten weniger geschockt als der Markt in Xiamen, wo die Tiere lebend geköpft wurden.

Das andere Bild von China, die Bettler und Obdachlosen, das wollte man den Gästen aus Deutschland offenbar nicht zeigen. Gesehen haben die Schüler das Elend gleichwohl.

Auf Dauer hätten die jungen Schwandorfer wohl nicht in China bleiben wollen. In der Vier-Millionen-Einwohner-Stadt Xiamen gibt es keine Disco. Wenn die Jugendlichen weggehen, dann in Bars, und nur in Begleitung von Erwachsenen. Schminken ist tabu und freizügige Kleidung nicht erwünscht.

"Die waren alle viel kindischer", beschreibt eine Schülerin die Gastkinder. Ein echter Flop war für sie Halloween. "Da haben sie uns die allergeilste Party versprochen", erzählt sie. Das sah dann so aus, dass alle ins Einkaufszentrum gefahren sind, sich einen Haarreif mit Hörnern aufgesteckt haben und in allen Geschäften vor denen Kürbisse standen, Süßigkeiten erhielten. Die coolen Klamotten, die es in der Shoppingmeile gab, haben die Chinesen nicht interessiert, was die Mädels aus Schwandorf doch ein wenig befremdlich fanden.

  

"Forscherfrösche" sind fit in Naturwissenschaften

MZ 22.11.2011 (skt)

Die 21 besten Grundschüler des Seminars Biologie wurden nun ausgezeichnet. CFG-Schüler hatten das Projekt organisiert.

Schwandorf. In der Aula des Carl- Friedrich-Gauß-Gymnasiums fanden sich am Donnerstagnachmittag nicht nur die Projektteilnehmer aus zahlreichen Grundschulen des Landkreises Schwandorf ein, sondern auch die Eltern der Seminar-Teilnehmer und Schulvertreter, um die Projekt-Premiere der "Forscherfrösche" zu feiern. Die Preisverleihung erfolgte durch Landrat Volker Liedtke. Dieser sagte über das Projekt: "Die Idee ist faszinierend, es wurden so viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen."

"Unser Gymnasium ist bekannt dafür, immer wieder neue Wege zu gehen, wenn es um eine umfassende Bildung unserer Kinder geht - wie jetzt beim Projekt-Seminar Biologie ,Die Forscherfrösche'", so Schulleiter Fritz Pawlick bei der Begrüßung der Gäste. Es ist wichtig, so der Oberstudiendirektor, schon vor der Berufswahl Sachverstand und Fähigkeiten zu erwerben, um für den Berufsstart bestens vorbereitet zu sein - auch weil in der Wirtschaft Projektarbeit längst Einzug gehalten habe. Ein weiterer Grund dafür, dass die Oberstufen-Schüler das Projekt mit den Grundschülern des Landkreises starteten, sei gewesen, dass den Kindern die Angst vor Naturwissenschaften genommen werde, erklärte Pawlick.

Projektleiter Markus Anthofer stellte an die Eltern gewandt fest: "Sie haben tolle Kinder, die begeistert mitgearbeitet haben." Projektsprecher Stephan Ströbl sagte: "Anfangs herrschte bei uns Schülern der Q 12 (Abiturjahrgang) Chaos bei der Aufgabenstellung, für Schüler der 4. Klassen einen naturwissenschaftlichen Wettbewerb zu organisieren. Nachdem wir die notwendigen Spendengelder eingetrieben hatten, legten wir aber los und führten über drei Stufen 21 Schülerinnen und Schüler ins Finale."

Auch Schulamtsdirektor Georg Kick hob hervor, dass das frühe Kennenlernen naturwissenschaftlicher Arbeit von Vorteil und bedeutend für die Schüler sei. "Eine Fortsetzung der Seminare wäre wünschenswert", erklärte Kick.(skt)

Die Sieger strahlten: 1. Nadine Franke (Lindenschule), 2. Melena Berger (Lindenschule), 3. Katharina Listl (Döpfer-Schulen)

  

Entführung in die wunderbare Welt der Oboen- und Klaviermusik

MZ 01.12.11

Stefan Mickisch und Juste Gelgotaite am C-F-G-Gymnasium

Zwei herausragende Künstler durften die Schülerinnen und Schüler der Q11 und Q12 zusammen mit ihren Musiklehrern OStRin Stefanie Jehl und OStR Heinz Baranek am C-F-G-Gymnasium Schwandorf begrüßen: den berühmten Konzertpianisten und Musikwissenschaftler Stefan Mickisch und dessen Lebensgefährtin Juste Gelgotaite, eine ausgezeichnete Oboistin aus Litauen.

Im ersten Teil der Musikstunde ließ Frau Gelgotaite, die ihre professionelle Ausbildung bei berühmten Professoren in Vilnius und Lyon erhalten hat, den traumhaft schönen Klang ihrer Oboe in vielfältigster Weise hören.

 


Das Konzert in C-Dur von Johann Sebastian Bach BWV 1055 begeisterte die Zuhörer ebenso wie Robert Schumanns Adagio und Allegro op.70 und C.Nielsens Fantasiestücke für Oboe und Klavier op.2., die allesamt von Stefan Mickisch in einfühlsamster Weise begleitet wurden. B. Brittens "6 Metamorphosen" Phaeton und Arethusa, Themen aus der griechischen Mythologie, bei denen die Oboe nochmals in solistischem Glanz erstrahlte, bildeten den Schlusspunkt. Anschauliche Informationen der Solistin zu Herkunft, Bauweise, Klang und musikgeschichtlichen Hintergründen der Oboe rundeten die fulminante Darbietung ab.

 


Der zweite Teil der außergewöhnlichen Unterrichtssequenz gehörte Stefan Mickisch, der in beeindruckender und begeisternder Art und Weise einen Einblick in die Welt Richard Wagners gab. In strahlendem C-Dur erklangen die Meistersinger, die anschließend in die religiöse Stimmung des Parsifal in As -Dur mündeten. Markante Motive aus Tannhäuser, Lohengrin und Tristan wurden in virtuoser Weise vom Pianisten aufgegriffen und für die Schüler erläutert. Tiefsinnig und humorvoll führte Stefan Mickisch sein interessiertes Publikum noch in die geheimnisvolle Welt der Tonarten ein.

Die beiden Künstler hinterließen begeisterte Schüler und Lehrer, denen diese besondere konzertante Musikstunde sicherlich unvergesslich bleiben wird!

  

Ganz knappe Entscheidung

MZ 12.12.11 (ra)

Annalena Zintl gewinnt Vorlesewettbewerb am CFG

SCHWANDORF. Es war eine ganz knappe Entscheidung: Nur einen Punkt Vorsprung - vergeben von der vierköpfigen Jury mit Stadtbibliotheksleiter Alfred Wolfsteiner, 2. Schülersprecher Florian Ströbl, Elternbeiratsvorsitzender Christiane Doblinger und MZ-Redakteur Andreas Allacher - hatte beim Vorlesewettbewerb der vier sechsten Klassen am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf die Schulsieger Annalena Zintl; die Schülerin der Klasse 6b wird das CFG beim Kreisentscheid vertreten. Dahinter belegten punktgleich Mona Weskamp und Maximilian Rauch den 2. Platz.

Insgesamt hatten sich acht Schüler unter der Regie von Oberstudienrat Heiko Fischer dem Schulentscheid gestellt und dabei insgesamt sehr gute Leistungen erbracht. Bevor sie loslegten, hatte ihnen Hannah von Glasow, die im Vorjahr bis ins Landesfinale vorgedrungen war, Tipps gegeben. Die Leseleistungen der Sechstklässler würdigte auch Oberstudiendirektor Fritz Pawlick, der den Siegern gratulierte. Den drei Erstplatzierten überreichten die Elternbeiratsvorsitzende Christiane Doblinger Büchergutscheine. (ra)

 

Sieger des Vorlesewettbewerbes

Drei drei Erstplatzierten Maximilian Rauch, Annalena Zintl und Mona Weskamp mit Oberstudienrat Heiko Fischer (li.), der den Wettbewerb durchführte, Schulleiter Fritz Pawlick (2. v. re.) sowie den Jurymitgliedern Alfred Wolfsteiner, 2. Schülersprecher Florian Ströbl, Elternbeiratsvorsitzender Christiane Doblinger und MZ-Redakteur Andreas Allacher.

  

10500 Euro für die Kinder in Afghanistan

MZ 16.12.11 (Julia Schnorrer)

Der Erlös des Sponsorenlaufs am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium geht an die Kinderhilfe von Dr. Reinhard Erös

Schwandorf. Insgesamt 5114 Kilometer und 10500 Euro an Spendengeldern - die Schüler des Projektseminars Sport am Schwandorfer Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium zogen ein "durchweg positives Fazit", sagte Lisa Schloder gestern bei der Spendenübergabe im Namen ihrer Mitschüler.
Seit 2007 beteiligt sich die ganze Schule am Sponsorenlauf, heuer organisierten ihn die Seminarteilnehmer der heutigen Q12. Den Seminarteilnehmern sei klar gewesen, so Mitschüler Stefan Lautenschlager, dass der Nutznießer diesmal eine andere Stiftung sein werde. Also habe die Recherche begonnen, erinnerte sich die Seminarleiterin, Oberstudienrätin Elke Groda. Schließlich hat sich die Kinderhilfe Afghanistan als Favorit der Schüler entpuppt.
Für Dr. Reinhard Erös von der Kinderhilfe Afghanistan ist das Ergebnis ein "Hammer!" Ein witziges Detail ist ihm bei der Kilometerzahl noch aufgefallen: "Das Geld ist mit euch einmal nach Afghanistan gelaufen!"
10000 Euro seien schon in Deutschland viel Geld, aber in Afghanistan müsse man die Summe mit 50 multiplizieren, um den Wert der Spende erahnen zu können. Wozu die Kinderhilfe das Geld verwenden wird, stehe ebenfalls schon fest: zum Bau einer Universität für Mädchen.
"Das wird einige Zeit dauern und viel Geld kosten," führte Erös aus. Seit Mai seien die Bauarbeiter am Werk, nach Weihnachten will Dr. Reinhard Erös für zwei, drei Wochen ins Land fliegen und das Geld weiterleiten.
Schulleiter Fritz Pawlick zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über dieses "Happyend". Jahrgangsstufenintern riefen die Veranstalter noch einen Wettbewerb um das beste Ergebnis aus. Die Siegerklassen 5e, 5d, 6d, 7d, 8a, 9a, 10a und Q11 werden am 23. Dezember mit einem Kinobesuch im Kinocenter Schwandorf belohnt.

 


Dr. Reinhard Erös nahm den Scheck über 10 500 Euro vom P-Seminar Sport voll Freude entgegen.

  

Mit einem Schulkonzert auf Weihnachten eingestimmt

MZ 20.12.11 (hcr)

Die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums erhielten für ihre Darbietungen viel Applaus.

SCHWANDORF. Seit vielen Jahren gehören die Weihnachtskonzerte des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums zu den kulturellen Höhepunkten des Jahres. So versammelten sich wieder viele Menschen in der Pfarrkirche Herz Jesu, um ein besinnliches Konzert zu erleben. Die jungen Musiker des Gymnasiums präsentierten dabei ihr Können. Sie spielten Traditionals, Volksmusik, klassische Stücke sowie Pop-Songs mit einer Spielfreude, die alle Zuhörer in den Bann zog.

Die Darbietungen der Instrumental- und Gesangssolisten, der Chöre und Orchester bewiesen, dass es immer wieder herausragende Talente und begeisterte Nachwuchsmusiker an dieser Schule gibt. Und so wurde das Konzert erneut zu einem Erlebnis für Zuhörer und Schüler, zu einem Bekenntnis dafür, dass Musik Menschen weltweit verbindet und die vorweihnachtliche Freude ihren Ausdruck auch in der Musik findet.

Das Bläserensemble eröffnete das Konzert. Was die Bläser ernst und gefasst intonierten, formierte der folgende Unterstufenchor mit zwei Traditionals zu einem erfrischenden, wunderbaren Klangkörper.

Mit einem besonderen Gespür für die zwei Sätze der Fesch-Sonate spielte Stephan Ströbl sein Violoncello, begleitet von Hans Lehminger am Klavier. Hier wurde deutlich, dass sich die Talente stets weiterentwickeln, wie auch Maria Brei (Sopran), Viktoria Kröplin (Mezzosopran) und Katja Deml (Alt), die mit ihren weihnachtlichen Volksweisen einen gesanglichen Höhepunkt boten.

Es ist nicht leicht, ein Tenorhorn zu beherrschen. Maria Prechtl vollbrachte das Kunststück jedoch, dem sperrigen Instrument eine gefühlvolle Sonate abzugewinnen, was mit begeistertem Applaus belohnt wurde. Christopher Larisch überzeugte an der Violine mit einem zeitgenössischen Contertino in a-moll.

Musikalische Erfahrung bewies der Chor der Ehemaligen mit einem weihnachtlichen Potpourri aus Popmusik, dem das Arioso von Händel mit Bastian Wagner an der Kirchenorgel folgte.

Das Streichorchester und die Concert-Band des Gymnasiums folgten dem besinnlichen Orgelspiel mit einem Sound, der großen Big-Bands fast den Rang ablaufen könnte. Zum abschließenden Höhepunkt des Weihnachtskonzertes boten die Chöre des Gauß-Gymnasiums einen musikalischen Streifzug durch religiöse Popmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Immer wieder erhoben sich die Solostimmen, und die Instrumente über den Chorgesang. Dabei drängte sich der Gedankte auf - es ist die Musik, die die Völker verbindet.

Im gemeinsamen Schlusslied, "Herbei ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret" durften dann auch die Zuhörer einstimmen. Die jungen Musiker wurden mit einem anhaltenden Applaus für ihre Darbietungen belohnt. (hcr)

 


Die Schüler des CFG zeigten beim Konzert ihre Freude an der Musik. Foto: hcr

  

Schüler-Nobelpreis fur Maximilian Kiss

MZ 10.02.12 (Franziska Biederer)

Der 16-Jahrige forscht seit Jahren mit Erfolg.
Für sein jungstes Projekt nahm er Grüntee unter die Lupe. Auch für diese Idee wurde er ausgezeichnet.

SCHWANDORF. Tee ist gesund. So einfach wie das klingt, so komplex ist es, diese Aussage wissenschaftlich zu belegen. Der Schüler Maximilian Kiss (16) hat sich dieser Herausforderung gestellt und bekam unter anderem für dieses Forschungsprojekt den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis verliehen.

Als Maximilian Kiss, Schüler am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, im Jahr 2011 von dem Preis erfahren hatte, standen ihm viele Experimente noch bevor. Seine Ansätze reichte er indes schon für die Nominierung zum Nobelpreis ein. Der Ausgangspunkt: Vor allem im Grüntee kommen sogenannte Antioxidantien vor. Diese chemischen Verbindungen schützen die Zellen des Menschen vor freien Radikalen. Maximilian interessierte unter anderem: Welchen Einfluss hat die Temperatur des Wassers, mit dem man den Tee aufbrüht, auf die darin enthaltene Konzentration der Antioxidantien? Einfälle nach dem Aufstehen Montag für Montag setzte sich Maximilian jeweils in seinen drei Freistunden an seine Forschung. Dabei bediente er sich vier verschiedener Methoden, wobei er jeweils mit drei Chemikalien, darunter Wasserstoffperoxid, experimentierte. Sein Ziel war es, Wasserstoffperoxid farblich darzustellen, um so dessen Konzentration im Tee zu messen. Denn: Je höher die Konzentration an Wasserstoffperoxid, desto weniger die Konzentration an Antioxidantien. Oder anders gesagt: Je weniger Wasserstoffperoxid, desto gesünder der Tee. Maximilian stellte dafür komplexe Rechnungen auf, suchte nach Chemikalien für die farbliche Kennzeichnung und behob Fehlerquellen. Rund ein halbes Jahr lang.

"Mich hat das Projekt immer begleitet", erklärt er. Einmal sei ihm mitten im Unterricht eine zündende Idee gekommen. Ein anderes Mal sei ihm eine Lösung gleich nach dem Aufstehen eingefallen. An den Naturwissenschaften reizen ihn einfach die anschaulichen Ergebnisse, erklärt Maximilian. Bei seinen Experimenten rauche und knalle es nicht. Mit seinen 16 Jahren hat der Schüler bereits zahlreiche Preise gewonnen. Angefangen hat der Erfolg in der achten Jahrgangsstufe. Damals begeisterte er beim Landeswettbewerb für Mathematik. Dreimal hat sich der Schüler außerdem in der besten Kategorie des Wettbewerbs "Experimente antworten" bewiesen.

Doch nicht nur diese Kompetenz schätzt Direktor Fritz Pawlick an dem jungen Schüler: "Er hat mir den Zugang zu einem Gemälde verschafft", sagt er. Das Bild hatte Pawlick von dem Gymnasium in Xiamen (Shanghai) erhalten, mit dem das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium seit 2006 eine Partnerschaft pflegt. Unten und Oben glichen einander, sagt der Direktor. Maximilian nahm deshalb die Pinselführung des Gemäldes unter die Lupe und richtete das Bild daraufhin entsprechend aus. "Ich lerne Japanisch. Das hat mir dabei geholfen", sagt er. "Maximilian ist ein Vorbild für die jüngeren Schüler", sagt der Schulleiter. Um Interesse fürs Experimentieren zu wecken, hat Pawlick mit Lehrern vor vier Jahren das Wahlfach "Jugend forscht" initiiert. Der Physik- und Biologielehrer Markus Anthofer betreut in diesem Fach aktuell rund 30 junge Wissenschafter. Und: Er fördert junge Talente wie Maximilian Kiss.

Erster Preisträger am Gymnasium
Anthofer war es dann auch, der den 16-jährigen Schüler 2011 für den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis angemeldet hat. Den Preis vergibt die Trausnitzer Bertlein-Stiftung. Was zählt, sind Erfolge in Naturwissenschaften. Fünf Stunden lang war Maximilian damit beschäftigt, seine Arbeiten, Urkunden und Preise dafür aufzulisten und Belege zusammenzustellen. "Maximilian ist der Erste an unserer Schule, der diesen Preis erhält", erklärt Schulleiter Pawlick.

Mit der Auszeichnung vergibt die Bertlein-Stiftung auch einen Scheck über 750 Euro. Die gewonnene Summe wird Maximilian für ein neues Objektiv für seine Spiegelreflexkamera verwenden. Und ein paar neue DVDs will er sich leisten.

Das Ergebnis der "Tee-Forschung" steht bereits fest: Grüntee ist am gesündesten, wenn man ihn mit Wasser aufgießt, das zwischen 60 und 80 Grad heiß ist.

Zeit für eine Forschungspause?
Nicht für Maximilian Kiss. Er stellt bereits neue Fragen. Mit einem Professor der Universität Bayreuth debattiert er gerade, wie er im Chemiesaal der Schule Kunststoffe herstellen könnte.

  

Von Zimtsucht, Hunde-Menschen und Vampiren

MZ 10.03.12 (Julia Schnorrer)

Das CFG verwandelt sich in eine Psychiatrie - eine Schultheatergruppe zwischen Stichsäge, Tabletten, Make-up und Zimt.

Schwandorf. Für die Abende der Vorstellungen wird der Theaterraum des Gymnasiums zu einer Psychiatrie, es mutiert für das Stück "21st century breakdown" zur Dominik Dalton Mental Health Institution. Dalton ist die Über-Psychiatrie in New York; Patienten mit Krankheiten jeder Art laufen durch die Gänge: Sebastian ist zimtsüchtig, ein Patient hält sich für einen Hund (inklusive Vierfüßlergang); Bella glaubt, Twilight sei real, und Jay ist agoraphob - er hält es nicht in offenen Räumen aus. Richter weiß, dass die CIA hinter ihm her ist, und Teenager Sam will am liebsten gleich wieder weg aus Dalton: Seine Mutter hat ihn hergebracht und sein iPhone weggenommen! Und dann wird auch noch sein "World of Warcraft"-Account gehackt....

Schwierige Patienten und Kollegen
Und mittendrin: Penny Fortenberry, die neue Krankenschwester (Nina Steinshorn). Deren zurückhaltende Einstellung änderte sich bald, so die Schülerin über ihre Rolle: "Nachdem sie die ersten Patienten kennengelernt hat, weiß sie, worauf es ankommt." Bald sei sie ein wichtiger Teil des Dalton-Teams - wobei allerdings ihre Vorgesetzte Dr. Emma Pillyburry (Andrea Jung) auch nicht ganz ohne ist: Sie leidet an einem Ordnungs- und Reinlichkeitszwang. Ohne Handschuhe und Desinfektionsmittel geht nichts... Sehr zum Leid der Chefpsychiaterin Dr. Olivia Nolan (Julia Schnorrer), die sich mit ihrer Kollegin einen Schreibtisch teilt. Chaos ist vorprogrammiert. Andrea Jung fand es allerdings schwer, sich in ihre Rolle hineinzuversetzen, "vor allem, weil ich selbst eigentlich gar nichts sauber mache!".

Die Idee zum Projekt reicht bis Schuljahr 2010/2011 zurück. "Bei uns war schon immer das geflügelte Wort, dass beim Drama niemand normal ist", schildert Julia Schnorrer, künstlerische Leiterin des Drama Workshops. Ihr zur Seite steht Lass Matthias Haberl, der Drama-Gründerin Viorika Fröhlich als Leiter gefolgt ist. Gemeinsam mit den 16 Mitgliedern werden sie das Stück auf die Bühne bringen. "Vor den Sommerferien stand das Konzept für das neue Stück. Damals hatte es noch den Arbeitstitel ,Psycho'", verrät Schnorrer. Während den Sommerferien stellte sie das Skript zusammen und schrieb es teilweise selbst. Das besondere Highlight: Es wird gesungen und getanzt. "Und am Ende wird sich das Publikum wohl denken: Eigentlich ist jeder verrückt", mutmaßt die 20-Jährige.

Seit Oktober laufen die Proben beim Drama-Workshop, es werden Kostüme zusammengestellt und das Bühnenbild gebaut. Ähnlich wie vor zwei Jahren bei "The Coffee Shop" beschränke sich die Gruppe auf ein festes Bühnenbild, erklärt Schnorrer. Dafür griffen die Schauspieler selbst zu Stichsäge, Akkuschrauber und Bohrmaschine, bauten Wände, verlegten Boden und gaben der Bühne noch den richtigen Anstrich. Teamarbeit fällt dem Drama-Workshop leicht: "Wir sind mittlerweile ein richtig gutes Team, fast wie eine Familie", bestätigt Nina Steinshorn. Sogar zwei Fenster wurden in den Gemeinschaftsraum integriert, zu dem sich die Hauptbühne entwickelt hat. "Das Fenster wird allerdings noch eine schwerwiegende Rolle spielen", kündigt Schnorrer an.

"21st century breakdown" lässt sich nur schwer in ein Genre pressen - auch wenn der Titel (zu Deutsch etwa "Zusammenbruch des 21. Jahrhunderts") eher auf Tragik hinweist. Die Regisseurin gibt sich diplomatisch: "Es ist Komödie, Tragödie, Musical, Drama, Thriller und Romantik in einem." Das ist allerdings laut Darsteller Dominik Lösche rein positiv zu beurteilen: "Diese Mischung macht es für ein breites Spektrum zugänglich." Zusammengehalten wird die Collage aus verschiedenen Handlungssträngen durch die moderne Popkultur: Das Publikum wird Figuren aus TV-Serien wie "Dr. House", "How I Met Your Mother" oder "Big Bang Theory" sowie viele Songs wiedererkennen. Lösche spielt beispielsweise den berühmt-berüchtigten Barney Stinson ("What up!"), was seiner Meinung nach mit hohen Erwartungen des Publikums verknüpft ist. Doch sei sein Barney auch mit anderen Rollen vermischt: "Man darf keine Kopie erwarten, sondern meine Interpretation der Rolle."

Keine Angst vor Englisch nötig
Und das Ganze auf Englisch? "Das Publikum braucht keine Angst zu haben und sollte sich nicht unterschätzen - sie werde mitkommen", verspricht Schnorrer. "Das Stück ist so gemacht, dass auch Menschen, die kein Englisch können, verstehen, um was es geht, und somit ihren Spaß haben können", pflichtet ihr Nina Steinshorn bei. Außerdem sei viel Visuelles dabei, verspricht Andrea Jung. Einen Versuch sei es wert - besonders bei dem geringen Eintrittspreis.

Für Jung ist das Spielen in einer Fremdsprache allerdings von Vorteil: "Es macht es wesentlich leichter, in eine Rolle zu kommen, weil eine klare Trennung zum Alltag besteht." Ähnlich sieht es auch Kollege Quirin Eimer: "Ich finde, mit Englisch kann man sich viel besser verständigen, gerade in unserer Zeit der Digitalisierung." Bei seinem Charakter Sheldon Cooper aus "Big Bang Theory" werde man jedoch Probleme bekommen: "Sheldons Dialoge sind sehr anspruchsvoll... Physikgelehrte werden aber die wissenschaftlichen Witze erkennen." "Jeder kann seine Charaktere ein Stück weit selbst personalisieren und ihnen damit ein bisschen seiner eigenen Verrücktheit mitgeben", grinst Nina Steinshorn.

Die Zuschauer erwartet ein verrückter Abend... Das Team gibt auch Entwarnung: Es besteht keine Ansteckungsgefahr!

  

Neue Lehrer am CFG

MZ 10.03.12 (Julia Schnorrer)

Vier Lehrerinnen verstärken das Kollegium am Gymnasium. Laufender Unterricht ist gewährleistet.

Schwandorf. Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres hat Schulleiter Fritz Pawlick vier neue Lehrkräfte am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium (CFG) begrüßt. Der laufende Unterricht sei damit vollkommen gewährleistet und es komme zu keinem Unterrichtsausfall, da die Studienreferendare, die das CFG zum Halbjahr verließen und an ihre Seminarschulen zurückkehrten, eins zu eins ersetzt worden seien, so Pawlick. Unterstützt wird das Kollegium durch die Studienrätinnen Katrin Brunner (Deutsch, Englisch) und Eva Grundsteiner-Koller sowie die Studienreferendarinnen Barbara Schafberger (Deutsch, Französisch) vom Gymnasium Wolnzach und Stefanie Spandl (Katholische Religionslehre, Deutsch) vom Gymnasium Neutraubling. Die vier Lehrerinnen freuen sich auf ihr Wirken an der neuen Schule.

  

Aktion, Information und kulinarische Genüsse

MZ 17.03.12 (von Christoph Brolich)

Eltern und Kinder konnten das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium beim Tag der offenen Tür auf vielfältige Weise kennenlernen.

Schwandorf. Voller Inbrunst schmetterte der Unterstufenchor zur Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste den Jazz-Standard "Ain't she sweet". Danach dauerte es nicht mehr lange, ehe sich die Aula des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums geleert hatte und Eltern und Kinder in alle Ecken des Gebäudes ausgeschwärmt waren. Schließlich gab es viel zu entdecken am Tag der offenen Tür - ein Gang durch das Schulhaus an diesem Donnerstag glich geradezu einer ganzen Weltreise.

Im französischen Bistro machten die Gäste bei Baguette, Wein und Chansons Station und genossen so die französische Lebensart. Nur ein paar Zimmer weiter führte die Reise zurück in die Antike: Die Fachschaft Latein bot ein "cena laeta" mit Früchtebrot an. Stilecht als Römer verkleidete Schüler überreichten das lateinische "Happy Meal". Außerdem hatten die Kinder die Möglichkeit, antike Spiele mit Nüssen auszuprobieren.

In die verwunschene Welt des Märchens ließen sich die Kinder bei der Fachschaft Deutsch entführen. Die jungen Gäste durften verschiedene Stationen zum Thema Märchen mit Rätseln, Puzzles und Fehlerbildern durchlaufen. Doch auch die Eltern wurden gefordert: Sie standen vor der Aufgabe, den Deutsch-Test für die sechste Jahrgangsstufe zu lösen und konnten so ihre Rechtschreibkenntnisse überprüfen.

Naturwissenschaften zeigen Shows

Traditionell spektakulär war das Programm der Naturwissenschaften. Chemielehrer Thomas Reck bewies seine Entertainer-Qualitäten in einer aufregenden und humorvollen Show mit Schauversuchen: Das Forschungszentrum Alpha eins hatte den Auftrag erhalten, eine Lösung für die Weltwirtschaftskrise zu finden. Nach allerhand Explosionen und verblüffenden chemischen Reaktionen gelang es dem Team um Reck schließlich, eine Münze zu Gold zu machen.

Kinder experimentierten selbst

Nicht weniger ambitioniert waren die Ziele der "Braniac Academy" in der Wissenschafts-Show der Physiker: Eine Maschine zur Vergrößerung von Lebensmitteln sollte die Welternährungsprobleme ein für alle Mal lösen. Überdies zeigte Physiklehrer Florian Meier, wie man mithilfe von Essiggurken Waldbrände löschen kann - ein Modell, das allerdings kaum Schule machen dürfte.

Etwas gemächlicher, aber genauso spannend, ging es bei den physikalischen Experimentierstationen zu. Hier durften die Kinder mit einer Kurbel selbst Strom erzeugen oder eine Turbine aus Papier basteln.

Woran man Falschgeld leicht erkennen kann, lernten die Gäste am Stand der Fachschaft Wirtschaft und Recht. Ein Vertreter der Bundesbank hatte gefälschte und echte Banknoten mitgebracht und erklärte die Unterscheidungsmerkmale.

Informationen für Übertrittswillige

Primär richtete sich der Tag der offenen Tür an Schüler, die an einem Übertritt ans Gymnasium interessiert sind. So wurde in den Fächern Englisch, Französisch und Latein Schnupperunterricht angeboten, den die Kinder zusammen mit ihren Eltern besuchten.

Die Fachschaft Ethik präsentierte sich in einem selbst gedrehten Film: Ethiklehrer Heiko Fischer erklärt darin, dass das Fach für Schüler aller Religionszugehörigkeiten offen stehe und sich durch seine Aufgeschlossenheit für verschiedene Perspektiven auszeichne. Darüber hinaus kamen Schüler zu Wort und äußerten, was sie am Ethikunterricht schätzen.

Beim Tag der offenen Tür stellten sich erstmals auch die Ganztagsbetreuung und Ganztagsklasse vor. Eltern übertrittswilliger Kinder hatten außerdem die Gelegenheit, an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen.

  

Einblicke in eine Welt der "Ver-rückten"

MZ 17.03.12 (von Christina Röttenbacher)

Der Drama Workshop des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums präsentierte mit "21st century breakdown" keine allzuleichte Kost für das Publikum.

Schwandorf. Wer die Teenie-Fernsehserien von heute nicht kennt, ist beim "Drama Workshop" des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums klar im Nachteil. Auch dessen Englischkenntnisse sich auf Jahrzehnte alte Schulweisheiten beschränken, hatte das Nachsehen - und doch: die Schulinszenierung "21st century breakdown" im Theaterraum des CFG hatte einen ganz besonderen Reiz.

Den Eltern und Großeltern im Publikum wurde viel abverlangt in dem drei Stunden dauernden Stück aus der Feder von Julia Schnorrer, die im vergangenen Jahr am CFG-Gymnasium ihr Abitur abgelegt hat. Die Thematik ist tiefschürfend, die Umsetzung jugendlich frisch und unbekümmert und letztlich leicht verständlich, wenn der Zuschauer die Handlungsstränge sortiert und die Serienfiguren zugeordnet hat. Unter den Zuschauern befand sich auch Landrat Volker Liedtke - ein angenehmer Pflichttermin für ihn, denn die englische Theatergruppe des Gymnasiums war vergangenes Jahr für den Zukunftspreis des Landkreises nominiert. "Das Schauspiel will ausdrücken, dass es heute schwer ist, Normalität zu definieren. Maßstäbe des Lebens sind nicht mehr eindeutig. Wie im Stück dargestellt, muss sich letztlich jeder zu sich selbst bekennen", kommentierte ein beeindruckter Landrat die Aufführung.

Was ist in unserer informationsüberfluteten Gesellschaft noch normal? Wer ist noch seelisch gesund? Was ist "seelische Gesundheit"? Haben wir nicht alle einen kleinen Tick und wo sind die Grenzen zu dem, was die Gesellschaft als "ver-rückt", als aus der Norm gefallen betrachtet? Gut, das Schultheater ging zwar nicht in philosophische Tiefen, muss es aber auch nicht. Es waren vielmehr die kleinen charaktervollen Collagen von Menschen, die dem gesellschaftlichen Druck nicht mehr standgehalten haben, die sich in Ticks und ganz speziellen Auswüchse geflüchtet haben und gerade dadurch ein verwirrendes Bild der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts abgaben. Wenn man diesen Hintergrund durchschaut hat, erschließt sich dem Zuschauer ein durchaus ernst gemeintes und unter dem Deckmantel jugendkultiger Fernsehserien verfälschtes Lebens- und Gesellschaftsbild, dem nicht jeder nachkommen kann. Und so landen viele auf der anderen Seite - in der Psychiatrie, der Dominik Dalton Mental Health Institution. Sie ist der Spielort des Stücks des Drama Workshops. Hier landen alle der Wirklichkeit entrückten Fernsehserienfiguren, ob Dr. House, Emma aus der Serie "Glee", Vampir Bella aus Twilight, Barney aus "How I met your Mother" und viele mehr. Witzig die Dialoge, nervtötend die seelischen Ergüsse der Geschädigten, die am Ende selbst die Psychiaterinnen der Einrichtung in die Welt der Verrücktheiten abdriften lassen.

Das englische Schauspiel war mitreißend, die Figuren mit viel Enthusiasmus von den Schülern herausgearbeitet, jeder Protagonist stellte eine eigene Persönlichkeit dar, sodass auch bei Doppelbesetzungen der Rollen eine Identifizierung der handelnden Personen möglich wurde. Nicht immer leicht verdaulich und nur vordergründig erheiternd, vermittelte die Collage eine zu Oberflächlichkeiten tendierende Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, eine Fragilität seelischer Befindlichkeiten, die zum Nachdenken anregte und sicher noch eine Zeit nachwirken wird - denn am Ende sind alle "ver-rückt".

Das neue Stück des Drama Workshops stammt aus der Feder der ehemaligen CFG-Schülerin Julia Schnorrer.

  

Neues Modell kommt bei Beteiligten gut an

MZ 25.04.12 (von Hubert Heinzl)

Acht Monate nach Einführung einer gebundenen Ganztagsklasse am CFG zieht Schulleiter Fritz Pawlick ein positives Fazit.

Schwandorf. Im vergangenen Jahr hat sich das CFG als einziges Gymnasium im Landkreis Schwandorf für die Einführung einer gebundenen Ganztagsklasse beworben und mit sechs anderen Gymnasien in der Oberpfalz auch den Zuschlag bekommen. Die Unterrichtsform gilt vielen als Königsweg der Pädagogik. Anders als ein offenes Ganztagsangebot, verbindet sie eine Rundumbetreuung der Schülerinnen und Schüler mit einem ausgeklügelten Wechsel von Unterricht und Freizeitphasen, wie er dem Lernen besonders förderlich ist.

Auch am Schwandorfer Gymnasium hat sich laut Schulleiter Fritz Pawlick das neue Unterrichtsmodell, das in einer von fünf fünften Klassen eingeführt wurde, bewährt. In den acht Monaten seit der Einführung gab es laut Pawlick "nur außerordentlich positive Rückmeldungen bei allen Beteiligten, ob Schüler, Eltern oder Lehrer". Von 21 Schülern schied nur einer wegen eines Umzugs aus – alle anderen wollen auch in der sechsten Klasse bei der Stange bleiben.

Ein Selbstläufer war das neue Modell allerdings nicht, räumt der Schulleiter ein. "Wir mussten aus den Erfahrungen lernen und nachjustieren", sagt Pawlick. Zum Beispiel war die Hausaufgabenbetreuung mit einer halben Stunde in den Kernfächern zu kurz angesetzt. Ebenso mussten die Schüler die richtige Balance zwischen Arbeit und Freizeitgestaltung erst noch herstellen. Und das Lehrerkollegium hatte das Bedürfnis der Fünftklässler nach Ruhezeiten unterschätzt; erst im Laufe des Schuljahres wurde ein eigener Rückzugsraum eingerichtet.

Auch bei den schulischen Leistungen wachsen die Bäume jetzt nicht sofort in den Himmel, sagt Pawlick. Nach seinen Worten haben sich die Schüler im Vergleich zur Grundschule deutlich verbessert, wenn auch nicht gleich um eine ganze Notenstufe. Bei der Übertrittsnote waren die jetzigen Schüler aus der gebundenen Ganztagsklasse im Vergleich am schlechtesten, "jetzt haben sie aufgeholt und werden sich auch noch weiter entwickeln", formuliert es der Schulleiter vorsichtig. In einem Bereich, der laut Pawlick immer wichtiger wird, sind die Schüler aber schon jetzt weiter als ihre Altersgenossen aus den anderen Klassen: bei der Sozialkompetenz.

Die Eltern – dem Schulleiter zufolge "übrigens nicht aus bildungsfernen Schichten, sondern sehr an einer professionellen Förderung ihrer Kinder interessiert" – waren in die Umsetzung der gebundenen Ganztagsklasse immer eingebunden; die Lehrer sowieso. Auch sie lernten dazu, durch Fortbildungen und durch einen Schulalltag, der in der gebundenen Ganztagsschule völlig anders strukturiert ist als bei den übrigen Klassen.

Kritik deutet der Schulleiter im Gespräch mit der MZ nur ganz behutsam an. Dem CFG wurden für die gebundene Ganztagsklasse acht Lehrerstunden pro Woche zusätzlich bewilligt – das dürfte in seinen Augen "ruhig ein bisschen mehr sein". Pawlick wendet sich in diesem Zusammenhang gegen die Praxis, öffentliche Mittel "nach dem Gießkannenprinzip" an viele Schulen zu verteilen, statt gebundene Klassen etwa im Landkreis Schwandorf auf ein Gymnasium zu konzentrieren. "Wenn die Mittel schon knapp sind, dann sollte man sie effektiv einsetzen", fordert der Schulleiter. Und er wünscht sich mehr Flexibilität und Autonomie für die Schulen, unter anderem bei der Wahl der zweiten Fremdsprache. Da mussten sich alle Ganztagsschüler nach dem Majoritätsprinzip für eine Sprache entscheiden; eine echte Wahlmöglichkeit gab es wegen der ministeriellen Vorgaben nicht.

Aber das fällt für den Schulleiter nicht so sehr ins Gewicht angesichts der großen Vorteile, die er im Ganztagsunterricht sieht: ein "angstfreier Unterricht" und eine "Lehrer-Schüler-Beziehung, die individuelle Förderung weit besser möglich macht".

Und das Experiment darf weitergehen: Bis einschließlich der siebten Jahrgangsstufe hat Bayerns Kultusminister Dr.Ludwig Spaenle die gebundene Ganztagsklasse am CFG genehmigt. Ab September wird es aller Voraussicht nach zwei derartige Klassen geben – in der sechsten und der neuen fünften Jahrgangsstufe. Die Eltern der jetzigen Viertklässler in Schwandorf sind nach Einschätzung Pawlicks offenbar brennend an der neuen Unterrichtsform interessiert.

  

Abend für Genießer

MZ 11.05.12

Gelungenes Kammermusikkonzert am CFG-Gymnasium

Schwandorf. Junge Künstler aller Jahrgangsstufen traten beim Kammermusikabend des CFG-Gymnasiums auf. Nach einem vierhändigen Scherzo von A. Diabelli, vorgetragen von Jonas Huber und Oberstudienrätin Stefanie Jehl, spielte Huber das Klavierstück "Cancan" von E. Hradecky. Das Blockflötenduo Stefanie Graf und Lisa Kühner wurde von Oberstudienrat Heinz Baranek begleitet und spielte das Prelude von M. A. Charpentier. Nach einer "Romanze in Rock" für Klavier, vorgetragen von Ludwig Koch, folgten Katrina Hammer mit einem meditativen Querflötensolo von Gretry und Jule Ulrych mit Klaviervariationen von Beethoven. Die Klarinettistinnen Julia Brunner und Franziska Sieß spielten Werke von J. de Haan. Darauf folgte der Marsch in G-Dur für Violoncello und Klavier von J.S. Bach, von Tessa Heldwein und Heinz Baranek. Nach dem ersten Satz einer Sonatine für Violine von Baklanova, von Luisa Hochmuth, entließen Leonie Fritsch, Stefanie Graf, Laura de Pellegrin und Julia Wagner die Gäste mit einem brasilianischen Tango in die Pause.

Der zweite Teil begann mit Regina Fleischmann und Stefanie Jehl am Klavier und einer Polka von Schostakowitsch. Laura de Pellegrin sang das "Veilchen" von Reichardt, bevor Laura Jäger ein Stück von Dancla auf der Violine darbot. Magdalena Prechtl spielte auf der Posaune die Sonate Nr.1 von Galliard. Marie Brei sang Haydns "Landlust". Anna Fleischmann an der Violine und Studiendirektor Hans Lehminger am Klavier interpretierten die Balada von Porum. Pianist Felix Richter spielte das "Feather Theme" aus Forrest Gump. Daniel Scharf spielte op.53/3 von Mendelssohn aus den "Liedern ohne Worte". Mit der Tarantella op.23 von Squire begeisterte Hannah von Glasow die Zuhörer. Den Abschluss bildete Christpher Larisch mit dem ersten Satz aus dem Konzert in a-moll von Vivaldi, am Cembalo. (Stefanie Jehl)

  

Leistungsbereitschaft zahlt sich aus

MZ 30.06.12 Julia Schnorrer

Das CFG entließ 76 Abiturienten des "umzugsgeschädigten" Jahrgangs in die Wirklichkeit

Schwandorf. Bei der Verabschiedung der 76 Abiturienten am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium sprach Schulleiter Fritz Pawlick voller Stolz von der "Erfolgsbilanz 2012": Alle Schüler haben es auf Anhieb geschafft, 30 Prozent schlossen das CFG mit einer Eins vor dem Komma ab und ein Schüler bestand die Hochbegabtenprüfung.

Doch beim Stichwort "Belastung" fand er ganz klare Worte: Man solle "nicht so tun, als ob möglichst viel Freizeit und nicht Leistungsbereitschaft und Disziplin das Wichtigste im Leben sind." Das wäre Betrug den Schülern gegenüber. Die "via regia" gewählt zu haben, also den Königsweg, nämlich das Abitur an einem bayerischen Gymnasium, würde sich auszahlen: Die Zukunftsaussichten für die Schüler seien optimal, bundesweit gebe es nur 1800 arbeitslose Jungakademiker. "Manche vom Aussterben bedrohte Tierart hat da mehr", sagte Pawlick. Sorgen brauche sich also niemand der 76 machen. Pawliks Lob galt auch den Lehrern: Als Pädagogen spielen sie eine immens wichtige Rolle, vor allem als Motivator, weshalb der Schulleiter "für eine Renaissance der Lehrerpersönlichkeiten" plädierte.

Immer wieder Umzug

Der doppelte Abiturjahrgang fiel zwar auf die Qualifikationsstufe (QS) über ihnen, aber trotzdem warf er seinen Schatten im Carl-Friedrich-Gauß-Gymmnasium (CFG): Aufenthaltsräume waren knapp, also mussten sich die Schüler mit 15 Quadatmetern zufrieden geben. Als schließlich der letzte G9-Jahrgang die Schule verlies, zogen sie um in ihr neues "QuZi", also Qualifikationsphasenzimmer, erzählten gestern Anja Berger und Lisa Schloder in ihren Abschiedsworten.

Voller Elan verschönerten sie ihr Zuhause - nur um es nach der Abschlussfahrt wieder räumen zu müssen. Mit Hilfe ihres QS-Betreuers Ottmar Brunner sowie von Waltraud Wördemann wurde der ehemalige Werkraum zum "QuZi 3.0" erklärt und neu gestaltet - denn darin hätten sie ja Übung. Neben Brunner und Wördemann dankte der Jahrgang ebenfalls dem Hausmeister, dem Reinigungspersonal, den Lehrern, den Eltern und dem "Mann für alles": Klassenkamerad Maximilian Usinger hatte sogar WLAN ins QuZi gebracht, doch leider musste es aus "gesundheitlichen Gründen" wieder offline gehen.

Abwechslungsreiche Gestaltung

Musikalisch hatte der Jahrgang auch einiges zu bieten: Neben dem Bayerischen Ensemble und der Concert Band sangen oder spielten Viktoria Kröplin, Katja Deml, Stephan Ströbl, Anna Fleischmann und Magdalena Prechtl mit OStRin Stefanie Jehl, OStR Heinz Baranek, StD Hans Lehminger und dem Mitschüler Florian Ströbl.

"Over the rainbow" erklang nach dem Einmarsch als erstes Lied und inspirierte Oberbürgermeister Helmut Hey dazu, über die Bedeutung des Liedes für die nun ehemaligen CFGler nachzudenken. Leichte Melancholie, also "etwas, das zum Abschiednehmen mit dazugehört", mische sich mit Vorfreude auf die neue Welt, die das Abitur den jungen Erwachsenen aufsperre. Hey dankte, ebenso wie Christiane Doblinger, Lehrern und Eltern für ihren Einsatz während der vergangenen acht Jahre. Doblinger sprach für den Elternbeirat sowie für die Vereinigung der Freunde und Ehemaligen der Schule. "Behalten Sie Ihre Flexibilität und retten Sie Ihre jugendliche Neugier", riet sie den Abiturienten.

Die Concert Band unter der Leitung von OStRin Stefanie Jehl leistete mit "Hawai-Five-O" nur einer der vielen musikalischen Beiträge.


  

Die "Forscherfrösche" starten ihr Experiment

MZ 06.07.12 Julia Schnorrer

Zum zweiten Mal organisieren Schüler des CFG-Gymnasiums den "Forscherfrösche"-Wettbewerb für Drittklässler.

Schwandorf. Grundschulkindern die Natur näherzubringen, deren Forschergeist und Experimentierfreudigkeit zu fördern sowie sie für Teamarbeit zu sensibilisieren - das sind einige der Ziele, die die Organisatoren des Grundschulwettbewerbs "Forscherfrösche" verfolgen. Markus Anthofer, Biologielehrer am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, leitet bereits zum zweiten Mal ein Projektseminar der 11. Klasse, welches die Wettbewerbsidee umsetzt. Hierfür mussten die Gymnasiasten selbstständig Sponsoren suchen, Themen erarbeiten und Aufgaben für die Teilnehmer gestalten.

Mitmachen dürfen alle Kinder des Landkreises, die derzeit die dritte Klasse besuchen. In der ersten Runde des Wettbewerbs erhalten die Teilnehmer Aufgaben, die es während des Sommers in Gruppenarbeit zu lösen gilt. Dabei dreht sich alles um das Thema "Rund um den Bauernhof". Die Kinder begleiten die Frösche Kevin Knallfrosch und Fridolin Feuerfrosch auf der Suche nach Onkel Otto Ochsenfrosch. Dabei werden sie vor viele spannende Aufgaben gestellt, die sich die Organisatoren der Q11 ausgedacht haben. Die Experimente führen die Kinder auf Getreidefelder und geben beispielsweise Aufschluss darüber, wie schnell Kresse wächst. Die Ergebnisse der jungen Forscher werden im September von den Seminarmitgliedern ausgewertet. Die erfolgreichsten Kinder rücken in die zweite Runde des Wettbewerbs, in der sie einen Test absolvieren, der sich am Heimat- und Sachkundeunterricht der Grundschulen orientiert. Die Schüler mit den besten Ergebnissen ziehen ins Finale ein. Sie werden im November zum Junior Forschertag ins Gymnasium eingeladen und dürfen dort spannende Experimente durchführen.

Informationen zum Wettbewerb:

17 Grundschulen werden schriftlich zum Wettbewerb eingeladen. Mitmachen dürfen alle Drittklässler im Landkreis.
Auf der Homepage http://forscherfroesche.jimdo.com können Informationen, Anmeldeformulare und Aufgaben heruntergeladen werden.
Schnell anmelden: Anmeldeschluss für die Forschergruppen ist am 20. Juli.
Die Wettbewerbsidee wurde von der Sparkasse und der Scheubeck-Jansen-Stiftung prämiert.
Sponsoren sind die Sparkasse, die Nabaltec AG und die Horsch GmbH.


  

Das CFG wirft für eine Woche den Schulalltag über Bord

MZ 07.07.12 Julia Schnorrer

Am 25. Juli startet die Sommeruni am Gymnasium. Schüler werden in der MZ berichten.

Schwandorf. Die Woche vor der Zeugnisverteilung und den großen Ferien ist meistens eine "Qual", wie auch Schulleiter Fritz Pawlick einräumt. Noten sind erhoben, der Stoff ist meist auch durch und gedanklich sind Schüler wie Lehrer bereits in den Ferien.

Gelebte Schule statt Alltag
2006 hat das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium seine eigene Lösung gefunden: die Sommeruni! Alle zwei Jahre wird der normale Stundenplan durch Kurse ersetzt, die jeder frei wählen darf. "Innovativ neue Bildungswege beschreiten", "gelebte Schule" fern vom typischen Ablauf und die Schüler zu motivieren - das sei das Ziel gewesen, so Pawlick. Die Reaktionen der Schüler bestätigen den Erfolg. "Es ist eine tolle Idee!" Alexander Weigert war bereits in der 5. Klasse dabei, jetzt, zwei Jahre später, freut er sich wieder auf die letzte Schulwoche, die verspricht, zum "Highlight" zu werden. "Es ist praktischer Unterricht, direkt zum Mitmachen", lobt auch sein Mitschüler Benedikt Leidner das Konzept.

Eine Menge Arbeit steckt dennoch dahinter: Viele Nachmittage verbrachte das Organisationsteam mit den Vorbereitungen. Auch heute werde noch jede freie Minute dafür aufgebracht, erzählt Thomas Reck, der gemeinsam mit Angelika Weigert, Manuela Kraus, Florian Meier, Michael Steiger und Markus Anthofer den Stundenplan erstellt hat.

Aus dem vielfältigen Angebot darf jeder Schüler nach Belieben wählen, einzige Voraussetzung ist, dass die Sechs-Stunden-Tage lückenlos bleiben. Das hat rechtliche Gründe: "Die Aufsichtspflicht wird gewahrt", betont Reck. "Wir wissen zu jedem Zeitpunkt, welcher Schüler sich wo befindet."

Ansonsten bleibt kein Wunsch unerfüllt, die Liste ist lang: Kochkurse, Körpersprache, gesunde Ernährung, Werbestrategien, Computergrafik, Rhetorik, Kontrabass sind nur einige Beispiele. Sportlich reicht das Angebot von Badminton bis Zumba, Anfängersprachkurse gibt es ebenso wie Schnupperfischen. Wer den Bezug zwischen Schulfächern und dem wahren Leben herstellen möchte, kommt auch auf seine Kosten: Florian Meier zeigt, was hinter der Physik in Star Trek steckt, Schüler können ein Roboterfahrzeug programmieren, einen Fotografiekurs belegen, alles über Parfüm und Seifenherstellung erfahren oder gar Raketen basteln. "Das fände ich total spannend", zeigt sich Fritz Pawlick begeistert.

Philosophie und Theater
Dr. Heinz Neumann-Riegner beschäftigt sich indes mit Themen wie "Gott kontra Götter" oder "Warum Pornografie (nicht) schlimm ist". Bei Theresa Eimer und Sarah Lütje können die Schüler Theaterkampftechniken erlernen, Tatjana Leikam und Dominik Lösche führen in die Kunst der Improvisation ein und der Drama Workshop zeigt der Unterstufe ein selbst geschriebenes englisches Theaterstück. Besonders freut sich Schulleiter zudem über externe Dozenten wie "Theuerl - Die Tanzschule" oder die Polizei. "Das zeigt, dass das Projekt von anderen wahr- und angenommen wird!" Angelika Weigert ist mit ihrer Schülerzeitung selbstverständlich ebenfalls vor Ort - sogar in der Mittelbayerischen! Die Nachwuchsreporter werden in der Uniwoche die Schwandorfer Leser auf dem Laufenden halten, welche neuen Eindrücke die Schüler am CFG sammeln. Vielleicht, so hofft Fritz Pawlick, sagt ja der ein oder andere Schüler: "Schade, dass die Ferien angehen!"

Sommeruni
Vom 25. bis 30. August dürfen sich die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums (CFG) ihren Stundenplan selbst zusammenstellen.
Die "Sommeruni" wird seit 2006 alle zwei Jahre organisiert.
Am Montag, 30. Juli, feiert das CFG sein "Campusfest", bei dem auch Ergebnisse der Sommeruni präsentiert werden.
Bereits am 13. Juli findet um 19 Uhr das Sommerkonzert in der Aula des Gymnasiums statt. Der Eintritt ist frei.

  

Junge Talente in guter Form

NT 15.07.12 Reinhold Tietz

Chöre und Instrumentalisten des Gauß-Gymnasiums erfreuen im Sommerkonzert Zuhörer

Schwandorf. Die lichtdurchfluteten Aula des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums war der ideale Rahmen für das diesjährige Sommerkonzert. Festlich eröffnete am Freitag das Streichorchester die Programmfolge mit Tänzen aus der "Wassermusik" und dem "Bourreé" aus der "Feuerwerksmusik". Exakt und doch tänzerisch wurde gespielt.

Stefanie Jehl, die engagierte Musiklehrerin, leitete präzise. Der Unterstufenchor bot neue Klänge von altbekannten Werken. Frei nach W.A.Mozart war "Unsre kleine Nachtmusik" mit einem witzigen Text versehen. Der erste Satz von KV 525 bekam damit eine ganz neue Dimension. Die "Tritsch-Tratsch-Polka" von Johann Strauß jr. wartete mit Worten und verblüffenden Schweigegesten auf. Und damit der Chor nicht a capella singen muss, gab ihm Stefan Schindler am Klavier die nötige harmonische Unterstützung. Stefan Baranek leitete souverän.

Der Unterstufenchor unter Leitung von Heinz Baranek bot neue Interpretationen bekannter klassischer Stücke.

Der Unterstufenchor unter Leitung von Heinz Baranek bot neue Interpretationen bekannter klassischer Stücke.

Zwei Solostücke schlossen sich an. Von Bernhard Romberg erklang das "Concertino e - moll op38" gespielt von den Brüdern Stephan Ströbl (Violoncello) und Florian Ströbl (Klavier). Das 2. Violinkonzert A - Dur von Anatoly Komarovsky interpretierte von Christopher Larisch, am Klavier begleitet von Severin Huf. Beide Streicher absolvierten ihre Soli musikalisch ansprechend unter sicherer Begleitung ihrer jeweiligen Klavierpartner.

Zum speziellen Highlight wurde das Duett "Over the rainbow" von H. Arlen und das Terzett "New York, New York" von J. Kander, jeweils berührend gesungen von Viktoria Kröplin und Katja Deml, unter Mitwirkung von Marie Brei. Am Klavier wie immer tadellos: Stefan Schindler. Der neugegründete Chor von sieben Lehrerinnen und zwei Lehrern gab danach sein Debüt. Stefanie Jehl am Klavier und Michael Steiger an den Congas vermittelten bei "Breaking up is hard to do" von H. Greenfield die sichere Begleitung für den voll erblühenden Gesang.

Nach der Pause sang der Chor der Ehemaligen "Ich kenne nichts" von X. Naidoo, "Alices Theme" von D. Elfman und "Aint Misbehavin" von T. Waller mit feiner Artikulation und reiner Tonlage, konzentriert geleitet von Heinz Baranek, am Klavier aufmerksam begleitet von Stefan Schindler. Die Combo der Schule setzte das Programm mit der Darbietung von vier Evergreens fort, wobei "El Cumbanchero" von J. Gray sich zu einem besonders gelungenen Schlusspunkt entwickelte. Die flotte Interpretation wurde entscheidend von der Dirigentin Stefanie Jehl gestaltet.

Für die beiden letzten Programmpunkte füllte sich die Bühne. Immerhin 38 Mitwirkende im Mittel- und Oberstufenchor sangen "Almost Like Being In Love" von F. Loewe, "When Im Sixty - Four" von Lennon/ McCartney, sowie "My Heart Will Go On" von J. Horner unter der bewährten Leitung von Heinz Baranek.

Den Schlusspunkt setzte die Concert Band, von Stefanie Jehl schwungvoll dirigiert. Das "James Bond Theme" von M. Norman fehlte ebenso wenig wie "Star Wars" von J. Williams und andere weltberühmte Musiktitel. Der Beifall zeigte stets aufs Neue, wie sehr das Programm und auch die jeweilige Anmoderation durch Elisa Leitner und Amelie Sailer den Besuchern gefiel.