Pressespiegel Schuljahr 2011/12
Das Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium im Spiegel der Presse
Hier finden Sie regelmäßig eigene Berichte oder Veröffentlichungen aus der Presse, die sich auf unser Gymnasium beziehen.
Neue LehrerInnen am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium
Im gerade angelaufenen neuen Schuljahr gibt es positive Nachrichten aus dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium: Mit acht neuen Lehrkräften ist es gelungen, fast ideale Verhältnisse in der Unterrichtssituation in allen Fachbereichen herzustellen.
Das Kollegium des CFG, an dem derzeit knapp 800 Schüler in Klassen mit einer durchschnittlichen Stärke von 25 Schülern unterrichtet werden, wird durch folgende Lehrkräfte verstärkt: Michaela Braun (Deutsch, Geschichte), Verena Heger (Deutsch, Französisch), Steffi Jehl (Musik), Jörg Maurer (Chemie, Geografie), Stefanie Meier (Biologie, Chemie), Johanna Pförtsch (Biologie, Chemie), Eva Stögbauer (Deutsch, Katholische Religionslehre, erkrankt) und Sandra Vogl (Latein, Katholische Religionslehre).

Neue LehrerInnen am CFG Foto: cfg
Benefizlauf - von Kindern für Kinder
Die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums spendeten pro gelaufener Runde Geld an die Kinderhilfe Afghanistan.
Schwandorf. Für einen guten Zweck sind gestern die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums gerannt. Pro gelaufener Runde, die einen Kilometer lang war, bekamen sie von ihrem zuvor gesuchten Sponsor einen gewissen Euro- oder Fixbetrag zugesichert. In einer Stunde konnten sie so Geld für die Kinderhilfe Afghanistan sammeln.
Dr. Reinhard Erös, Leiter der Organisation, informierte in der Schule über die Projekte der Kinderhilfe. Veranstaltet wurde der Benefizlauf von den Schülern des Projektseminars Sport der Oberstufe. Bereits im vergangenen Schuljahr begannen sie mit den Vorbereitungen. Sie wollten den Lauf, der die letzten Jahre schon stattgefunden hatte, nach den Wünschen der Schüler verbessern.
Felix Sailer ist mit dem Ablauf zufrieden. "Es ist zwar stressiger, als wir gedacht haben, aber bis jetzt läuft alles super," sagt der Schüler aus dem Seminar. Außer dem Lauf mussten die Kinder eine weitere Station bewältigen: Torwand-Schießen, Fußball-Hindernis-Parcours oder Basketball. Damit die Kinder nicht, wie in den vergangenen Jahren, schummeln konnten, gab es spezielle Lochkarten, auf denen die Rundenanzahl festgehalten wurde. Die Schüler entschieden sich für die Organisation, weil so "Kinder für Kinder laufen". (svs)
CFG-Forscher zählen zur Elite
Das war der bisher größte Erfolg für das CFG: Maximilian Kiss und Markus Zilch haben den Landeswettbewerb "Experimente antworten" gewonnen.
Schwandorf. "Wir sind die einzigen in der Umgebung, die es so weit geschafft haben!" Markus Anthofer verzieht keine Miene, als er das sagt. Der Chemie- und Biolehrer am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium übt sich im Understatement. Einen Vergleich mit den anderen Schulen wollte er eigentlich gar nicht anstellen. Aber danach gefragt, kann er sich dann doch nicht verkneifen, dass die anderen Preisträger, "die, die richtig gut sind", weit weg sind.
Was dem Lehrer Respekt abnötigt, ist die Leistung von Maximilian Kiss (16) und Markus Zilch (15), die es geschafft haben, sich beim Landeswettbewerb "Experimente antworten" in der besten Kategorie gleich dreimal zu platzieren. Dabei vergisst Markus Anthofer nicht die anderen Schüler, die in seinem Kurs "Jugend forscht" mitmachen. Nur knapp hätte eine andere Gruppe den Sprung aufs Siegertreppchen verpasst, erzählt er.
Tatsache ist, der jüngste Erfolg ist der bisher größte, seit Schüler des CFG sich an dem Wettbewerb beteiligen. Und um die Wertigkeit zu veranschaulichen, nennt Anthofer Zahlen: Von 2800 Schülern, die 2010/2011 ihre Arbeiten einschickten, blieben 65 übrig, die Elite der Hobbyphysiker. Sie wurden jetzt für ihre Mühen belohnt, mit Urkunden, die Staatssekretär Thomas Kreuzer im Festsaal des Deutschen Museums überreichte.
Die Preisträger aus Schwandorf geben sich im Pressegespräch nach dem Ereignis bescheiden. Wie viel Freizeit sie in den Endspurt investiert haben? Nicht wirklich viel. Maximilian Kiss überlegt kurz. Ein Wochenende, meint er. Wie bitte, nur zwei Tage, um ein Experiment durchzuführen, Fachliteratur zu wälzen, sich die theoretischen Kenntnisse anzueignen und das Experiment zu erklären? Für Maximilian Kiss offenbar kein Problem.
Dass das nicht der Normalfall ist, will der Schulleiter gar nicht in Abrede stellen. "Die bei diesem Wettbewerb gewinnen, sind Ausnahmetalente", räumt Fritz Pawlick ein. Die Zahl der Schüler, die sich, wie Maximilian Kiss, in der 10. Klasse in die Literatur ehemaliger Leistungskurse des G9 einlesen und das Gelesene auch noch verstehen, dürfte eng begrenzt sein.
Trotzdem: Pawlick sieht das große Ganze, die gesellschaftliche Herausforderung, die darin besteht, "in der heranwachsenden Jugend, das Interesse für die Forschung zu wecken". Als gelungenes Beispiel dafür nennt der Schulleiter das Wahlfach "Jugend forscht", das am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium eingerichtet wurde - trotz knappem Budget. Natürlich wäre ein solcher Erfolg auch nicht ohne Lehrer wie Markus Anthofer möglich. Und nicht ohne Schüler, "die so lange dabei bleiben".
Es geht ja auch nicht nur um Wettbewerbe und Spitzenleistung. Markus Anthofer ist es genauso wichtig, Schüler zu motivieren. "Die einen machen mit aus Freude am Experimentieren", erzählt der Physiklehrer. Die zählt er zu den Breitensportlern, die anderen zu den Spitzensportlern.
Markus Anthofer geht es um Nachhaltigkeit. Er erinnert daran, dass im ersten Jahr, als Schüler des CFG an dem Landeswettbewerb teilnahmen, es nur einer in die beste Kategorie schaffte. Im zweiten Jahr waren schon fünf Schüler vertreten. Dass sich im vergangenen Schuljahr zwei Schüler gleich dreimal ganz vorne positionieren konnten, das sei also kein Zufallstreffer gewesen.
Für Markus Zilch, der im Zweierteam die Experimente vorbereitet hat, hat sich die Teilnahme an dem Wettbewerb schon mal gelohnt. Er darf ohne Aufnahmeprüfung in die erste Runde der internationalen Junior-Science-Olympiade einsteigen.
Maximilian Kiss ist nicht dabei. Die Teilnehmer dürfen nicht älter als 16 Jahre sein. Macht nichts. Markus Anthofer hat den begabten Schüler für den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis angemeldet. Die Chancen für Maximilian, hier nominiert zu werden, stehen nicht schlecht. Die wichtigste Voraussetzung, nämlich sich in Naturwissenschaften ausgezeichnet zu haben, hat er bereits erfüllt.
Natürlich fällt immer auch etwas von dem Glanz der Auszeichnungen auf das CFG zurück. Schulleiter Fritz Pawlick jedenfalls sieht durch die Erfolge bei Wettbewerben auch die Ausnahmeposition der Schule in der Region gestärkt.
Wie zum Beweis dafür, dass es an Leistungsträgern am CFG keinen Mangel hat, schiebt Markus Anthofer eine Urkunde über den Tisch. Stephan Ströbl (12. Klasse) wurde damit ausgezeichnet. Er hat am Campus of Excellence teilgenommen und den zweiten Platz belegt. Campus of Excellence? Da war mein Bruder auch schon, sagt Maximilian Kiss. Eben.

Das Erfolgsteam: Lehrer Markus Anthofer mit Maximilian Kiss und Markus Zilch (v.li.)
Foto: Hirzinger
CFG-Schüler hatten schwere Nüsse zu knacken
21 Schülerinnen und Schüler des CFG waren beim Studieninformationstag Mathematik an der Universität Regensburg.
Schwandorf. Es gibt sie tatsächlich: Schüler, denen Mathematik so viel Spaß macht, dass sie sogar in Erwägung ziehen, dieses Fach nach dem Abitur zu studieren. 21 Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Klasse des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums nahmen am Studieninformationstag der Universität Regensburg teil und tauschten für einen Tag ihre Schulbank gegen einen Platz im Hörsaal der mathematischen Fakultät.
In einer Einführungsvorlesung gab Prof. Clara Löh einen Einblick in die Theorie der Graphen. Mithilfe dieser mathematischen Modelle lassen sich beispielsweise alle Arten von Netzwerken beschreiben. Im Anschluss an die Vorlesung galt es, das Gelernte in einem Workshop anzuwenden. In kleinen Gruppen konnten sich die Schüler an acht äußerst anspruchsvollen Aufgaben die Zähne ausbeißen. Die Schwandorfer erwiesen sich als sehr erfolgreich: Unter den 27 Schülergruppen konnten sich die beiden Teams des CFG unter den vorderen Plätzen einreihen. Carina Allacher, Birgit Huber, Stefan Merl, Daniel Scharf und Julia Sieß wurden Dritte, Katja Deml, Anna Fleischmann, Anika Krottenthaler und Magdalena Prechtl Zweite. Nach dem Mittagessen informierte Prof. Löh über das Mathematikstudium in Regensburg und zeigte Betätigungsmöglichkeiten im Berufsfeld eines Mathematikers auf.
Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Prof. Xin Li von der Universität Münster mit dem Titel "Quantenphysik mit Spiegelei und dazu die Frage: Ist 2 mal 3 gleich 3 mal 2?" Um letztere Frage gleich zu beantworten: Natürlich ist 2 mal 3 genauso 6 wie 3 mal 2. Tatsächlich gilt diese sogenannte Kommutativität aber nicht für mathematische Operationen, mit denen zum Beispiel die Quantenphysik beschrieben wird. Bei der Physik der kleinsten Teilchen spielt es eine Rolle, ob man zuerst den Ort eines Elektrons misst und dann die Geschwindigkeit oder andersherum, da die Messung einer Größe die andere verfälschen würde. Anschaulich erklärte Prof. Dr. Xin Li dies so: Beim Braten eines Spiegeleis kommt es wie bei Messprozessen auf die Reihenfolge an. Es empfiehlt sich, zuerst die Pfanne auf den Herd zu stellen und dann das Ei aufzuschlagen und nicht andersherum!
Nach der Preisverleihung durch den Dekan machten sich die Gymnasiasten, um viele Erfahrungen reicher, wieder auf den Heimweg.
Zwischen Schock und Faszination
"Voll krass" war der Aufenthalt, sagen die zehn Gymnasiasten, die in China in eine fremde Welt eingetaucht sind und viel zu erzählen haben.
Schwandorf. Zwischen Schwandorf und Xiamen liegen Welten. Beides sind Kleinstädte. Rund 28000 Einwohner zählt Schwandorf, vier Millionen Menschen leben in Xiamen. Hier reiht sich ein Einfamilienhaus an das andere. In China gibt es fast nur Hochhäuser. Einen Garten haben in dem aufstrebenden Land in Asien nicht einmal die Reichen, auch nicht die, bei denen die Schüler des CFG heuer untergebracht waren.
Dass die Gasteltern der Schwandorfer Austauschschüler durch die Bank relativ wohlhabend waren, war allerdings reiner Zufall, wie Rainer Mayer versichert. Der Lehrer ist zum zweiten Mal dabei und ein großer Asienfreund. Er hat die Gymnasiasten darauf vorbereitet, dass in China alles ein bisschen anders ist als in Europa. Und trotzdem war der Aufenthalt für viele von ihnen ein Kulturschock.
Das fängt schon beim Essen an. "Bei uns wird das Essen zum Mund geführt", erklärt Maximilian Kiss, in China beugten sich die Leute über die Schüssel. "Was im Mund keinen Platz mehr hat, wird ausgespuckt". Außerdem werde bei Tisch hemmungslos geschlürft und geschmatzt.
Aber nicht nur die Tischsitten, auch das Essen war für die meisten Schüler gewöhnungsbedürftig. Meist landen alle Bestandteile eines Tieres im Kochtopf. Da sei es "schwierig, ordentlich zu essen", räumt Maximilian ein. Zumal, "wenn einen der Kopf anschaut, während man die Füße isst", lacht Rainer Mayer. Ihn kann nichts mehr erschüttern.
Die Gefahr zu verhungern oder zu verdursten bestand in der Woche, die die Schüler in Xiamen verbrachten, dennoch nicht. Dafür haben die Gasteltern schon gesorgt. Sie haben, wie Mayer berichtete, "einen riesen Aufwand" betrieben. Das zeigte sich unter anderem auch darin, dass die Gymnasiasten täglich mit "zwei Kilo Proviant" versorgt wurden - zusätzlich zu den regulären Mahlzeiten.
Ablehnen war zwecklos. Mal ganz abgesehen davon, dass es in manchen Familien schwierig gewesen wäre, ein "Nein" mit Worten zu erklären. Thomas zum Beispiel hat eine Woche lang "bloß ja und na" gesagt, alles andere hätten die Mitglieder seiner Gastfamilie eh nicht verstanden, sagt er.
Einen bleibenden Eindruck hat bei den Schülern der Verkehr in Peking hinterlassen, wo "nur gehupt wird". Aufgefallen ist den Jugendlichen aber auch, dass in der Metropole alles blitzsauber war. Und dass viel Polizei präsent war. Sicherheit werde großgeschrieben in China, bestätigt Rainer Mayer. Das Sicherheitsbedürfnis geht sogar so weit, dass in China alle Fenster und Balkone vergittert sind, selbst die im 25. Stockwerk.
Trotzdem hat mehrere Austauschschüler Angst beschlichen, vor allem nachts, wenn sie durch die dunklen Häuserschluchten gingen. Unheimlich sei das gewesen, erzählt eine Schülerin. Sie war nicht die einzige, die manchmal "richtig Angst" hatte. Wobei es dafür eigentlich keinen Grund gab, da die Kriminalitätsrate in Xiamen nicht besonders hoch sei, wie der Lehrer ergänzt.
Immer wieder kehren die Schüler im Gespräch zum Essen zurück. Ein unerschöpfliches Thema, zu dem Rainer Mayer mit dem Stichwort Nachtmarkt gleich die Steilvorlage für die Jugendlichen liefert, die sich in der Aufzählung exotischer Gaumenfreuden geradezu überbieten: Skorpione, Schlangen, Seepferdchen, Katzen, Tausendfüßler, Affen und Frösche hätten sie gegessen. "Katze war voll gut", sagt ausgerechnet die Vegetarierin unter den Austauschschülern.
Klar, die Tierchen haben zum Teil noch gelebt und gezittert, als sie aufgespießt ins heiße Fett getaucht wurden, aber das hat die Gymnasiasten weniger geschockt als der Markt in Xiamen, wo die Tiere lebend geköpft wurden.
Das andere Bild von China, die Bettler und Obdachlosen, das wollte man den Gästen aus Deutschland offenbar nicht zeigen. Gesehen haben die Schüler das Elend gleichwohl.
Auf Dauer hätten die jungen Schwandorfer wohl nicht in China bleiben wollen. In der Vier-Millionen-Einwohner-Stadt Xiamen gibt es keine Disco. Wenn die Jugendlichen weggehen, dann in Bars, und nur in Begleitung von Erwachsenen. Schminken ist tabu und freizügige Kleidung nicht erwünscht.
"Die waren alle viel kindischer", beschreibt eine Schülerin die Gastkinder. Ein echter Flop war für sie Halloween. "Da haben sie uns die allergeilste Party versprochen", erzählt sie. Das sah dann so aus, dass alle ins Einkaufszentrum gefahren sind, sich einen Haarreif mit Hörnern aufgesteckt haben und in allen Geschäften vor denen Kürbisse standen, Süßigkeiten erhielten. Die coolen Klamotten, die es in der Shoppingmeile gab, haben die Chinesen nicht interessiert, was die Mädels aus Schwandorf doch ein wenig befremdlich fanden.
"Forscherfrösche" sind fit in Naturwissenschaften
Die 21 besten Grundschüler des Seminars Biologie wurden nun ausgezeichnet. CFG-Schüler hatten das Projekt organisiert.
Schwandorf. In der Aula des Carl- Friedrich-Gauß-Gymnasiums fanden sich am Donnerstagnachmittag nicht nur die Projektteilnehmer aus zahlreichen Grundschulen des Landkreises Schwandorf ein, sondern auch die Eltern der Seminar-Teilnehmer und Schulvertreter, um die Projekt-Premiere der "Forscherfrösche" zu feiern. Die Preisverleihung erfolgte durch Landrat Volker Liedtke. Dieser sagte über das Projekt: "Die Idee ist faszinierend, es wurden so viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen."
"Unser Gymnasium ist bekannt dafür, immer wieder neue Wege zu gehen, wenn es um eine umfassende Bildung unserer Kinder geht - wie jetzt beim Projekt-Seminar Biologie ,Die Forscherfrösche'", so Schulleiter Fritz Pawlick bei der Begrüßung der Gäste. Es ist wichtig, so der Oberstudiendirektor, schon vor der Berufswahl Sachverstand und Fähigkeiten zu erwerben, um für den Berufsstart bestens vorbereitet zu sein - auch weil in der Wirtschaft Projektarbeit längst Einzug gehalten habe. Ein weiterer Grund dafür, dass die Oberstufen-Schüler das Projekt mit den Grundschülern des Landkreises starteten, sei gewesen, dass den Kindern die Angst vor Naturwissenschaften genommen werde, erklärte Pawlick.
Projektleiter Markus Anthofer stellte an die Eltern gewandt fest: "Sie haben tolle Kinder, die begeistert mitgearbeitet haben." Projektsprecher Stephan Ströbl sagte: "Anfangs herrschte bei uns Schülern der Q 12 (Abiturjahrgang) Chaos bei der Aufgabenstellung, für Schüler der 4. Klassen einen naturwissenschaftlichen Wettbewerb zu organisieren. Nachdem wir die notwendigen Spendengelder eingetrieben hatten, legten wir aber los und führten über drei Stufen 21 Schülerinnen und Schüler ins Finale."
Auch Schulamtsdirektor Georg Kick hob hervor, dass das frühe Kennenlernen naturwissenschaftlicher Arbeit von Vorteil und bedeutend für die Schüler sei. "Eine Fortsetzung der Seminare wäre wünschenswert", erklärte Kick.(skt)
Die Sieger strahlten: 1. Nadine Franke (Lindenschule), 2. Melena Berger (Lindenschule), 3. Katharina Listl (Döpfer-Schulen)
Entführung in die wunderbare Welt der Oboen- und Klaviermusik
Stefan Mickisch und Juste Gelgotaite am C-F-G-Gymnasium
Zwei herausragende Künstler durften die Schülerinnen und Schüler der Q11 und Q12 zusammen mit ihren Musiklehrern OStRin Stefanie Jehl und OStR Heinz Baranek am C-F-G-Gymnasium Schwandorf begrüßen: den berühmten Konzertpianisten und Musikwissenschaftler Stefan Mickisch und dessen Lebensgefährtin Juste Gelgotaite, eine ausgezeichnete Oboistin aus Litauen.
Im ersten Teil der Musikstunde ließ Frau Gelgotaite, die ihre professionelle Ausbildung bei berühmten Professoren in Vilnius und Lyon erhalten hat, den traumhaft schönen Klang ihrer Oboe in vielfältigster Weise hören.

Das Konzert in C-Dur von Johann Sebastian Bach BWV 1055 begeisterte die Zuhörer ebenso wie Robert Schumanns Adagio und Allegro op.70 und C.Nielsens Fantasiestücke für Oboe und Klavier op.2., die allesamt von Stefan Mickisch in einfühlsamster Weise begleitet wurden. B. Brittens "6 Metamorphosen" Phaeton und Arethusa, Themen aus der griechischen Mythologie, bei denen die Oboe nochmals in solistischem Glanz erstrahlte, bildeten den Schlusspunkt. Anschauliche Informationen der Solistin zu Herkunft, Bauweise, Klang und musikgeschichtlichen Hintergründen der Oboe rundeten die fulminante Darbietung ab.

Der zweite Teil der außergewöhnlichen Unterrichtssequenz gehörte Stefan Mickisch, der in beeindruckender und begeisternder Art und Weise einen Einblick in die Welt Richard Wagners gab. In strahlendem C-Dur erklangen die Meistersinger, die anschließend in die religiöse Stimmung des Parsifal in As -Dur mündeten. Markante Motive aus Tannhäuser, Lohengrin und Tristan wurden in virtuoser Weise vom Pianisten aufgegriffen und für die Schüler erläutert. Tiefsinnig und humorvoll führte Stefan Mickisch sein interessiertes Publikum noch in die geheimnisvolle Welt der Tonarten ein.
Die beiden Künstler hinterließen begeisterte Schüler und Lehrer, denen diese besondere konzertante Musikstunde sicherlich unvergesslich bleiben wird!
Ganz knappe Entscheidung
Annalena Zintl gewinnt Vorlesewettbewerb am CFG
SCHWANDORF. Es war eine ganz knappe Entscheidung: Nur einen Punkt Vorsprung - vergeben von der vierköpfigen Jury mit Stadtbibliotheksleiter Alfred Wolfsteiner, 2. Schülersprecher Florian Ströbl, Elternbeiratsvorsitzender Christiane Doblinger und MZ-Redakteur Andreas Allacher - hatte beim Vorlesewettbewerb der vier sechsten Klassen am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium Schwandorf die Schulsieger Annalena Zintl; die Schülerin der Klasse 6b wird das CFG beim Kreisentscheid vertreten. Dahinter belegten punktgleich Mona Weskamp und Maximilian Rauch den 2. Platz.
Insgesamt hatten sich acht Schüler unter der Regie von Oberstudienrat Heiko Fischer dem Schulentscheid gestellt und dabei insgesamt sehr gute Leistungen erbracht. Bevor sie loslegten, hatte ihnen Hannah von Glasow, die im Vorjahr bis ins Landesfinale vorgedrungen war, Tipps gegeben. Die Leseleistungen der Sechstklässler würdigte auch Oberstudiendirektor Fritz Pawlick, der den Siegern gratulierte. Den drei Erstplatzierten überreichten die Elternbeiratsvorsitzende Christiane Doblinger Büchergutscheine. (ra)
Drei drei Erstplatzierten Maximilian Rauch, Annalena Zintl und Mona Weskamp mit Oberstudienrat Heiko Fischer (li.), der den Wettbewerb durchführte, Schulleiter Fritz Pawlick (2. v. re.) sowie den Jurymitgliedern Alfred Wolfsteiner, 2. Schülersprecher Florian Ströbl, Elternbeiratsvorsitzender Christiane Doblinger und MZ-Redakteur Andreas Allacher.
10500 Euro für die Kinder in Afghanistan
Der Erlös des Sponsorenlaufs am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium geht an die Kinderhilfe von Dr. Reinhard Erös
Schwandorf. Insgesamt 5114 Kilometer und 10500 Euro an Spendengeldern - die Schüler des Projektseminars Sport am Schwandorfer Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium zogen ein "durchweg positives Fazit", sagte Lisa Schloder gestern bei der Spendenübergabe im Namen ihrer Mitschüler.
Seit 2007 beteiligt sich die ganze Schule am Sponsorenlauf, heuer organisierten ihn die Seminarteilnehmer der heutigen Q12. Den Seminarteilnehmern sei klar gewesen, so Mitschüler Stefan Lautenschlager, dass der Nutznießer diesmal eine andere Stiftung sein werde. Also habe die Recherche begonnen, erinnerte sich die Seminarleiterin, Oberstudienrätin Elke Groda. Schließlich hat sich die Kinderhilfe Afghanistan als Favorit der Schüler entpuppt.
Für Dr. Reinhard Erös von der Kinderhilfe Afghanistan ist das Ergebnis ein "Hammer!" Ein witziges Detail ist ihm bei der Kilometerzahl noch aufgefallen: "Das Geld ist mit euch einmal nach Afghanistan gelaufen!"
10000 Euro seien schon in Deutschland viel Geld, aber in Afghanistan müsse man die Summe mit 50 multiplizieren, um den Wert der Spende erahnen zu können. Wozu die Kinderhilfe das Geld verwenden wird, stehe ebenfalls schon fest: zum Bau einer Universität für Mädchen.
"Das wird einige Zeit dauern und viel Geld kosten," führte Erös aus. Seit Mai seien die Bauarbeiter am Werk, nach Weihnachten will Dr. Reinhard Erös für zwei, drei Wochen ins Land fliegen und das Geld weiterleiten.
Schulleiter Fritz Pawlick zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über dieses "Happyend". Jahrgangsstufenintern riefen die Veranstalter noch einen Wettbewerb um das beste Ergebnis aus. Die Siegerklassen 5e, 5d, 6d, 7d, 8a, 9a, 10a und Q11 werden am 23. Dezember mit einem Kinobesuch im Kinocenter Schwandorf belohnt.

Dr. Reinhard Erös nahm den Scheck über 10 500 Euro vom P-Seminar Sport voll Freude entgegen.
Mit einem Schulkonzert auf Weihnachten eingestimmt
Die Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums erhielten für ihre Darbietungen viel Applaus.
SCHWANDORF. Seit vielen Jahren gehören die Weihnachtskonzerte des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums zu den kulturellen Höhepunkten des Jahres. So versammelten sich wieder viele Menschen in der Pfarrkirche Herz Jesu, um ein besinnliches Konzert zu erleben. Die jungen Musiker des Gymnasiums präsentierten dabei ihr Können. Sie spielten Traditionals, Volksmusik, klassische Stücke sowie Pop-Songs mit einer Spielfreude, die alle Zuhörer in den Bann zog.
Die Darbietungen der Instrumental- und Gesangssolisten, der Chöre und Orchester bewiesen, dass es immer wieder herausragende Talente und begeisterte Nachwuchsmusiker an dieser Schule gibt. Und so wurde das Konzert erneut zu einem Erlebnis für Zuhörer und Schüler, zu einem Bekenntnis dafür, dass Musik Menschen weltweit verbindet und die vorweihnachtliche Freude ihren Ausdruck auch in der Musik findet.
Das Bläserensemble eröffnete das Konzert. Was die Bläser ernst und gefasst intonierten, formierte der folgende Unterstufenchor mit zwei Traditionals zu einem erfrischenden, wunderbaren Klangkörper.
Mit einem besonderen Gespür für die zwei Sätze der Fesch-Sonate spielte Stephan Ströbl sein Violoncello, begleitet von Hans Lehminger am Klavier. Hier wurde deutlich, dass sich die Talente stets weiterentwickeln, wie auch Maria Brei (Sopran), Viktoria Kröplin (Mezzosopran) und Katja Deml (Alt), die mit ihren weihnachtlichen Volksweisen einen gesanglichen Höhepunkt boten.
Es ist nicht leicht, ein Tenorhorn zu beherrschen. Maria Prechtl vollbrachte das Kunststück jedoch, dem sperrigen Instrument eine gefühlvolle Sonate abzugewinnen, was mit begeistertem Applaus belohnt wurde. Christopher Larisch überzeugte an der Violine mit einem zeitgenössischen Contertino in a-moll.
Musikalische Erfahrung bewies der Chor der Ehemaligen mit einem weihnachtlichen Potpourri aus Popmusik, dem das Arioso von Händel mit Bastian Wagner an der Kirchenorgel folgte.
Das Streichorchester und die Concert-Band des Gymnasiums folgten dem besinnlichen Orgelspiel mit einem Sound, der großen Big-Bands fast den Rang ablaufen könnte. Zum abschließenden Höhepunkt des Weihnachtskonzertes boten die Chöre des Gauß-Gymnasiums einen musikalischen Streifzug durch religiöse Popmusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Immer wieder erhoben sich die Solostimmen, und die Instrumente über den Chorgesang. Dabei drängte sich der Gedankte auf - es ist die Musik, die die Völker verbindet.
Im gemeinsamen Schlusslied, "Herbei ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret" durften dann auch die Zuhörer einstimmen. Die jungen Musiker wurden mit einem anhaltenden Applaus für ihre Darbietungen belohnt. (hcr)

Die Schüler des CFG zeigten beim Konzert ihre Freude an der Musik. Foto: hcr
Schüler-Nobelpreis fur Maximilian Kiss
Der 16-Jahrige forscht seit Jahren mit Erfolg.
Für sein jungstes Projekt nahm er Grüntee unter die Lupe. Auch für diese Idee wurde er ausgezeichnet.
SCHWANDORF. Tee ist gesund. So einfach wie das klingt, so komplex ist es, diese Aussage wissenschaftlich zu belegen.
Der Schüler Maximilian Kiss (16) hat sich dieser Herausforderung gestellt und bekam unter anderem für dieses Forschungsprojekt den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis verliehen.
Als Maximilian Kiss, Schüler am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, im Jahr 2011 von dem Preis erfahren hatte, standen ihm viele Experimente noch bevor. Seine Ansätze reichte er indes schon für die Nominierung zum Nobelpreis ein. Der Ausgangspunkt: Vor allem im Grüntee kommen sogenannte Antioxidantien vor. Diese chemischen Verbindungen schützen die Zellen des Menschen vor freien Radikalen. Maximilian interessierte unter anderem: Welchen Einfluss hat die Temperatur des Wassers, mit dem man den Tee aufbrüht, auf die darin enthaltene Konzentration der Antioxidantien? Einfälle nach dem Aufstehen Montag für Montag setzte sich Maximilian jeweils in seinen drei Freistunden an seine Forschung. Dabei bediente er sich vier verschiedener Methoden, wobei er jeweils mit drei Chemikalien, darunter Wasserstoffperoxid, experimentierte. Sein Ziel war es, Wasserstoffperoxid farblich darzustellen, um so dessen Konzentration im Tee zu messen. Denn: Je höher die Konzentration an Wasserstoffperoxid, desto weniger die Konzentration an Antioxidantien. Oder anders gesagt: Je weniger Wasserstoffperoxid, desto gesünder der Tee. Maximilian stellte dafür komplexe Rechnungen auf, suchte nach Chemikalien für die farbliche Kennzeichnung und behob Fehlerquellen. Rund ein halbes Jahr lang.
"Mich hat das Projekt immer begleitet", erklärt er. Einmal sei ihm mitten im Unterricht eine zündende Idee gekommen. Ein anderes Mal sei ihm eine Lösung gleich nach dem Aufstehen eingefallen. An den Naturwissenschaften reizen ihn einfach die anschaulichen Ergebnisse, erklärt Maximilian. Bei seinen Experimenten rauche und knalle es nicht. Mit seinen 16 Jahren hat der Schüler bereits zahlreiche Preise gewonnen. Angefangen hat der Erfolg in der achten Jahrgangsstufe. Damals begeisterte er beim Landeswettbewerb für Mathematik. Dreimal hat sich der Schüler außerdem in der besten Kategorie des Wettbewerbs "Experimente antworten" bewiesen.
Doch nicht nur diese Kompetenz schätzt Direktor Fritz Pawlick an dem jungen Schüler: "Er hat mir den Zugang zu einem Gemälde verschafft", sagt er. Das Bild hatte Pawlick von dem Gymnasium in Xiamen (Shanghai) erhalten, mit dem das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium seit 2006 eine Partnerschaft pflegt. Unten und Oben
glichen einander, sagt der Direktor. Maximilian nahm deshalb die Pinselführung des Gemäldes unter die Lupe und richtete das Bild daraufhin entsprechend
aus. "Ich lerne Japanisch. Das hat mir dabei geholfen", sagt er. "Maximilian ist ein Vorbild für die jüngeren Schüler", sagt der Schulleiter. Um Interesse fürs Experimentieren zu wecken, hat Pawlick mit Lehrern vor vier Jahren das Wahlfach "Jugend forscht" initiiert. Der Physik- und Biologielehrer Markus Anthofer betreut in diesem Fach aktuell rund 30 junge Wissenschafter. Und: Er fördert junge Talente wie Maximilian Kiss.
Erster Preisträger am Gymnasium
Anthofer war es dann auch, der den 16-jährigen Schüler 2011 für den Oberpfälzer Schüler-Nobelpreis angemeldet hat. Den Preis vergibt die Trausnitzer Bertlein-Stiftung. Was zählt, sind Erfolge in Naturwissenschaften. Fünf Stunden lang war Maximilian damit beschäftigt, seine Arbeiten, Urkunden
und Preise dafür aufzulisten und Belege zusammenzustellen. "Maximilian ist der Erste an unserer Schule, der diesen Preis erhält", erklärt Schulleiter Pawlick.
Mit der Auszeichnung vergibt die Bertlein-Stiftung auch einen Scheck über 750 Euro. Die gewonnene Summe wird Maximilian für ein neues Objektiv für seine Spiegelreflexkamera verwenden. Und ein paar neue DVDs will er sich leisten.
Das Ergebnis der "Tee-Forschung" steht bereits fest: Grüntee ist am gesündesten, wenn man ihn mit Wasser aufgießt, das zwischen 60 und 80 Grad heiß ist.
Zeit für eine Forschungspause?
Nicht für Maximilian Kiss. Er stellt bereits neue Fragen. Mit einem Professor der Universität Bayreuth debattiert er gerade, wie er im Chemiesaal der Schule Kunststoffe herstellen könnte.







