Studieninformationstag Mathematik

Mathematik

Studieninformationstag Mathematik am 19.November 2010 an der UniversitÀt Regensburg

Ein bisschen aufregend ist es schon am Freitag, den 19. November am Morgen anstatt an das Car-Friedrich-Gauß Gymnasium in Schwandorf zu kommen, nach Regensburg an die UniversitĂ€t zu fahren. Die mathematische FakultĂ€t hatte zum SchĂŒlerinformationstag geladen. Die Anmeldung ist schnell erledigt, so dass sich die elf SchĂŒlerInnen der Qualifizierungsstufe einen Platz im H32 suchen können. "Hörsaal-Feeling" ist angesagt, als Prof. Bunke nach der BegrĂŒĂŸung verschiedene Teilgebiete der Mathematik und ihre Anwendungsbereiche erlĂ€utert. Die Geometrie, erklĂ€rt er, befasst sich mit dem Studium von RĂ€umen und geht von der Quantentheorie (also dem Ganzkleinen) bis zur RelativitĂ€tstheorie (also dem Ganzgroßen). Anschaulich versucht er, den SchĂŒlern und Lehrern den Begriff der Topologie als einer kombinatorischen Beschreibung von RĂ€umen nahe zu bringen. Die Knotentheorie diene als mathematisches Modell fĂŒr ein "geschlossenes Seil"; die möglichen Verknotungen werden als Knotendiagramm dargestellt. Nach der exakten mathematischen Definition, die fĂŒr die SchĂŒler eher schwer fassbar ist, und dem Satz, dass zwei Ă€quivalente Knoten durch sogenannte Rademeisterbewegungen ineinander ĂŒberfĂŒhrt werden können, kommt Herr Professor Bunke wiederum sehr anschaulich und nachvollziehbar auf die Drei-FĂ€rbung eines Knotendiagramms.
Das Gelernte mĂŒssen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sofort im darauffolgenden workshop anwenden. Und es zeigt sich, dass die Schwandorfer Gruppe wirklich gut aufgepasst hatte: die SchĂŒler Magnus Baringer, Korbinian Graßmann, Lukas Messer und Matthias Pohl können einen ersten Preis erringen.
Nachdem sich alle in der Mensa mit einem Mittagessen gestÀrkt haben, geht es erneut in den Hörsaal, wo die verschiedenen StudiengÀnge an der UniversitÀt Regensburg erlÀutert werden. In den ersten beiden Jahren werden Grundlagen, mathematische Sprechweisen und Verfahren gelehrt, danach erfolgt eine Vertiefung in ausgewÀhlten Gebieten.
Die FakultĂ€t stellt sich vor, dass die Mehrheit der Studierenden mit dem "master of science" abschließt, vergleichbar mit dem bisherigen Diplomabschluss. Danach ist ein Promotionsstudium im Graduiertenkolleg möglich. SelbstverstĂ€ndlich kann auch mit dem Ziel Lehramt mit verschiedenen ZweitfĂ€chern studiert werden.
Es schließt sich noch eine Aufstellung darĂŒber an, wo man als Mathematiker arbeiten kann, bevor uns Frau Dr. Ysette Weiss-Pidstrygach in ihrem Ă€ußerst kurzweiligen Vortrag ĂŒber "Versteckte Mathematik" aufklĂ€rt. Es geht darum, wie google-map die kĂŒrzesten Wege berechnet und wie man die Mathematik verwendet, um technische Probleme am Modell zu lösen. Sie erlĂ€utert, dass Landschaften werden mit Hilfe von Fraktalen (GesetzmĂ€ĂŸigkeiten eines Musters wiederholen sich immer kleiner werdend) auf dem Computer erzeugt werden.
Mehr als zufrieden mit dem Verlauf des Tages und mit vielen neuen EindrĂŒcken macht sich die kleine Schwandorfer Gruppe wieder auf den Heimweg.

Die PreistrĂ€ger der verschiedenen Schulen mit dem verantwortlichen Leiter des SchĂŒlerinformationstages, Prof.Dr. Bunke  und dem Dekan der FakultĂ€t Mathematik Prof.Dr.Finster.
Die PreistrÀger der verschiedenen Schulen mit dem verantwortlichen Leiter des
SchĂŒlerinformationstages, Prof.Dr. Bunke und dem Dekan der FakultĂ€t
Mathematik Prof.Dr.Finster.

OStRin Angelika Stangl