Fachschaft Englisch

Fahrten und Auslandsaufenthalte


Folgende Links sollen all jenen helfen, die gerne ein Schuljahr im Ausland verbringen würden:

Großbritannien

www.britischebotschaft.de
Allgemeine Informationen.

www.britishcouncil.de
British Council ist Großbritanniens internationale Organisation für kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen.

USA

www.amerikahaus.de
Informationen zu Bildungs- und Ausbildungsvorhaben in den USA wie Schüler- und Jugendaustausch, Studium, Praktikum, berufliche Weiterbildung.

www.us-botschaft.de
Allgemeine Visa-Informationen.

Parlamentarisches Patenschaftsprogramm
Das Parlamentarisches Patenschaftsprogramm vergibt Stipendien für ein Schuljahr in den USA über die folgenden Austauschorganisationen:

American Field Service - Interkulturelle Begegnungen e.V.

Deutsches Youth for Understanding Komitee e.V.

Partnership International e.V.

GIVE e.V.

EXPERIMENT e.V.

Wichtig: Frühzeitige Bewerbung - in der Regel am Ende der JS 9, wenn man die JS 11 im Ausland verbringen will.



Broadstairs 2016

Ein Bericht von Angelika Weigert

In der letzten Woche der Sommerferien stürzten sich 82 wissbegierige Schülerinnen und Schüler der angehenden 10. Jahrgangsstufe zusammen mit den Englischlehrkräften Andrea Brem, Elke Groda, Johannes Keseberg und Angelika Weigert in das Abenteuer England. Auf dem Programm stand eine einwöchige Sprachlernreise nach Broadstairs in Südengland. Dort waren die Gymnasiasten jeweils zu zweit oder zu dritt in Gastfamilien untergebracht und nahmen vormittags von 9 bis 12.15 Uhr am Unterricht in der Kent School of English teil.
An den Nachmittagen und auch an den Abenden wurden von den betreuenden Lehrkräften der KSE diverse Aktivitäten angeboten: Am ersten Tag gab es eine Art Schnitzeljagd durch das Küstenstädtchen, worauf am Abend ein ‐ im wahrsten Sinne des Wortes ‐ heißer Discoabend folgte. Am Dienstagnachmittag stand ein Coastal Walk zu dem idyllisch gelegenen Nachbarort Margate auf dem Programm. Beim abendlichen Barn Dance warfen sich die bayerischen Mädels und Jungs in ihre Dirndl bzw. Lederhosen und ernteten damit sowohl bei den Einheimischen als auch bei der ebenfalls anwesenden italienischen Schülergruppe großen Erfolg. Der dritte Nachmittag führte die deutsche Gruppe in das etwa 15 km entfernte Canterbury, eine wunderschöne historische Stadt mit beeindruckender Kathedrale. Abends besuchten die Gymnasiasten das Kino in Broadstairs, wo sie den Film "Big Friendly Giant" sehen konnten. Am Donnerstagnachmittag konnten sie bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zwischen verschiedenen Aktivitäten wie Fußball, Beachvolleyball oder Arts and Crafts wählen. Am Abend wurde das Wissen über die britische Lebensart in einem Cultural Quiz getestet. Am Freitagnachmittag ging es zum Bowling. Der Tag endete mit einem überaus witzigen Karaokeabend, bei dem nicht nur die Schüler, sondern auch Herr Keseberg seine Gesangskünste eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte.
Den Höhepunkt des Englandaufenthalts bildete der abschließende Ganztagesausflug in die pulsierende Metropole London, bei dem im Schnelldurchlauf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aufgesucht wurden. Nach einer Themsefahrt vom Tower zum Westminster Pier ging es zu Westminster Abbey und Big Ben, vorbei an der Downing Street, durch den St. James's Park zum Buckingham Palace und dann über Trafalgar Square und Piccadilly Circus zu Covent Garden, von wo aus glücklicherweise noch kleine Shoppingtouren unternommen werden konnten. Schweren Herzens mussten sich die Gymnasiasten am frühen Sonntagmorgen von ihren Gastfamilien verabschieden, bevor die Heimreise angetreten wurde. Alle Beteiligten zeigten sich restlos begeistert von der Reise, die bereits zu einer festen Institution am CFG geworden ist.

Hier einige Impressionen der Broadstairs-Fahrt:

Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016
Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016
Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016 Broadstairs-Fahrt 2016

Fotos: CFG



Studienfahrt: Malta 2015

Ein Bericht von Nina Brolich

Als wir, 30 Schüler und Schülerinnen der Q12 sowie Frau Herrmann und Herr Haberl, uns am ersten Schultag um 7:45 Uhr vor der Schule einfanden, konnten wir uns ein bisschen Schadenfreude nicht verkneifen. Denn während unsere jüngeren Mitschüler natürlich voller Freude den grauen Schulalltag antraten, sollte für uns die Reise nach Malta beginnen. "Malta?", wird sich nun der ein oder andere wohl fragen. Malta ist der südlichste Insel- und Zwergstaat der EU und ehemalige britische Kolonie. Zwar ist das Maltesische (die einzige arabische Sprache mit lateinischen Buchstaben) die Muttersprache der meisten Einwohner, trotzdem ist Englisch Amtssprache, was Malta zu einem beliebten Reiseziel für Schulklassen und Sprachreisen macht. Malta liegt auf Höhe Afrikas im Mittelmeer. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass wir dorthin fliegen durften. Am Münchner Flughafen dann die erste Überraschung: Der FC Bayern flog etwa zeitgleich nach Athen - übrigens unser ursprüngliches Ziel - und einige konnten sogar Bilder mit den Spielern ergattern. Nach einem etwa zweistündigen Flug mit einer leicht unsanften Landung befanden wir uns plötzlich inmitten von Palmen, Sand und beinahe unerträglicher Hitze. Obwohl die Hauptinsel maximal 13 km breit ist, dauerte es aufgrund des Verkehrs und diverser Baustellen erstaunlich lang, von Punkt A nach Punkt B zu gelangen. So kamen wir nach einer knappen Stunde Busfahrt in unserem Hotel in San Pawl il-Bahar (St. Paul's Bay) im Stadtteil Bugibba an. Dementsprechend wurden auch die künftigen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gerade zum Spaßfaktor der Reise, wenn erst einmal der letzte Teilnehmer zum Treffpunkt gefunden hatte. In der St. Paul's Bay liegen im Übrigen die unbewohnten St. Paul's Islands, wo der Apostel Paulus im Jahre 59 n. Chr. Schiffbruch erlitten haben soll. Im Hotel angekommen, durften wir unsere Freizeit weitestgehend frei gestalten und die meisten machten sich auf der Suche nach Essbarem in Richtung Meer auf.
Am zweiten Tag stand Maltas Hauptstadt Valletta auf dem Programm. Nach einer freien Mittagspause begann unsere Stadtführung, die uns unter anderem zu berühmten Attraktionen, fantastischen Ausblicken sowie in den Großmeisterpalast und die St. John's Co-Kathedrale führte. Trotz der drückenden Hitze wurde es ein spannender Ausflug, bei dem wir viel über die Geschichte Maltas lernten, welche vor allem durch den Ritterorden der Johanniter und die britische Kolonialzeit geprägt wurde.
Am nächsten Tag standen dann gleich zwei benachbarte Städte auf dem Plan. Zunächst fuhren wir nach Rabat, wo sich neben einer schönen Altstadt mit der Kollegiatskirche St. Paul auch Katakomben befinden. Den St. Paul's Catacombs, die als frühchristliche, aber auch als heidnische und jüdische Begräbnisstätten dienten, statteten wir einen Besuch ab, bevor es dann zur Stadtrallye nach Mdina ging. Selbstständig mussten wir in Gruppen unterschiedlichste Fragen zur so genannten "stillen Stadt" beantworten und verschiedenste Dinge auftreiben, unter anderem die hässlichste und geschmackloseste Postkarte, die wir finden konnten. Im Anschluss ging es noch "this way" zur Mdina Experience, wo wir einen Film über Maltas Geschichte anschauten.
Die Hafenrundfahrt am Freitag war etwas, worauf sich viele nach dem anstrengenden Programm der Vortage, welches zu Fuß bewältigt werden musste, sehr freuten. In Sliema legte unser Boot ab und durchfuhr sowohl den Marsamxett Harbour als auch den Naturhafen "Grand Harbour" von Valletta. Uns bot sich nicht nur ein Blick auf die Hauptstadt Valletta, die mit ihren imposanten Befestigungsanlagen beeindruckt, sondern auch auf die "drei Städte" Cospicua, Vittoriosa und Senglea, die der Hauptstadt gegenüber liegen. Nach der Rundfahrt und etwas Freizeit trafen wir uns dann wieder, um gemeinsam zur Badestelle zu gehen, wo wir dann - endlich - auch ins kristallblaue Meer durften.

Maltas Hauptstadt Valletta (schuleigenes Foto)


Mit dem Samstag war dann auch schon der letzte Tag angebrochen. Diesmal stand zunächst der Tempelkomplex von Hagar Qim sowie von Mnajdra auf dem Programm. Die megalithische Tempelanlage, deren korrekte Aussprache uns allen diverse Probleme bereitete, entstand zwischen 3600 und 2500 v. Chr. und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Da sie auf einem Plateau liegt, hat man von der Anlage aus auch einen tollen Blick auf das Meer. Vor der Küste liegt auch Fifla, die kleinste unbewohnte Insel Maltas, auf der der südlichste Punkt der Inselgruppe liegt. Unser nächstes und auch letztes Ziel nach einem Fotostopp an der maltesischen Steilküste hieß Marsaxlokk. Das malerische Fischerdorf ist vor allem für den Hafen, die bemalten Fischerboote (Luzzus) und den Markt an der Hafenpromenade bekannt.
Nach einem gemeinsamen Abschlussessen an der Küstenpromenade von St. Paul's Bay stand dann am Sonntag um 4:30 Uhr morgens die Abfahrt zum Flughafen an. Dort fiel dann erst einmal das Gepäckband aus, sodass circa eine halbe Stunde lang nichts voranging. Als das Flughafenpersonal die Situation bewältigt hatte, mussten wir uns ziemlich beeilen, saßen dann aber um 7:30 Uhr pünktlich im Flugzeug und hoben ein weiteres Mal ab, wobei sich uns noch mal ein fantastischer Ausblick auf Malta von oben während des Sonnenaufgangs bot. Nachdem wir in München unseren Bus gefunden hatten, kamen wir circa gegen 12:30 Uhr in Schwandorf an.
Malta war als Ziel unserer Studienfahrt sicherlich ein gleichwertiger Ersatz für Athen. Wir hatten viel Spaß und die dort gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen werden uns hoffentlich noch lange im Gedächtnis bleiben.

Die Reisegruppe der Q12 des CFG-Gymnasiums vor dem maltesischen Regierungssitz in Valletta (schuleigenes Foto)



Ein Schuljahr in Minnesota 2013/2014

Ein Bericht von Jana Brunner

Es ist jetzt schon über eineinhalb Jahre her, seit ich Ende August 2013 in die USA flog, um dort ein Schuljahr zu verbringen. Und es ist schon fast drei Jahre her, seit ich mit den Vorbereitungen dafür angefangen habe. Am Ende der 9. Klasse entschied ich mich relativ spontan dazu, mich bei YFU, einer Austauschorganisation, die seit 1957 Austauschprogramme in die ganze Welt organisiert, zu bewerben. Ich füllte umfangreiche Bewerbungsunterlagen aus und wurde zu einem Gruppeninterview eingeladen. Im November 2012 erhielt ich dann die Zusage. Von da an verging die Zeit sehr schnell, da es viel vorzubereiten gab. So fuhr ich zu einer YFU-Vorbereitungswoche, bekam immer wieder Informationen über mein Austauschjahr und beantragte mein Visum. Irgendwann war es dann tatsächlich soweit. Ich flog von Frankfurt nach Chicago und dann weiter nach Minneapolis in Minnesota. Dort wurde ich von meiner Gastfamilie abgeholt.

Meine Gastfamilie bestand aus meinen Gasteltern Lynnell und John und meiner finnischen Gastschwester Laura, die ebenfalls ein Austauschjahr in den USA verbrachte. Mit ihnen zusammen wohnte ich auf einer Farm in der Nähe von St. Clair, einem kleinen Ort etwa eineinhalb Stunden südlich von Minneapolis. Meine Gastfamilie war wirklich klasse und ich verstand mich sehr gut mit ihr.

Anfang September begann auch die Schule an der St. Clair Public High School. Dort war vieles anders als hier in Deutschland. Der Unterricht begann jeden Morgen um 8.10 Uhr und ging bis drei Uhr nachmittags. Mittags aßen wir alle in der Schulcafeteria. Eine große Bedeutung hatten die verschiedenen Schulmannschaften. So versammelte sich freitags fast die ganze Schule beim Footballfeld, um die Schulmannschaft beim Heimspiel zu unterstützen. Ich selbst spielte Volleyball und Basketball und machte Leichtathletik. Anfangs fühlte sich alles noch so anders und wenig vertraut an, aber mit der Zeit lebte ich mich sehr gut ein und konnte tolle Freunde finden.

Während meines Austauschjahres habe ich so viele neue und tolle Dinge erlebt, dass ich einfach nicht über alles berichten kann, sondern nur ein paar Highlights herausgreifen kann.

Im Oktober fuhr ich mit meiner Familie nach South Dakota, um dort einen der erwachsenen Söhne meiner Gasteltern und seine Familie zu besuchen. Wir kamen auf dem Weg durch die Badlands und später sogar zum Mount Rushmore. South Dakota war einfach wunderschön (fast so toll wie Minnesota ;) ). Im Winter begab ich mich mit meiner Gastfamilie zum Skifahren nach Lutsen am Lake Superior. Gemeinsam mit der ganzen Familie meiner Gasteltern wohnten wir in einer Ferienwohnung direkt an der Piste und fuhren jeden Tag Ski. Es war toll, dort die Kinder meiner Gasteltern und ihre Familien noch besser kennenzulernen. Im April war ich gemeinsam mit circa 40 anderen Austauschschülern aus aller Welt für fünf Tage in New York. Wir waren auf dem Empire State Building, fuhren mit der Fähre nach Liberty Island zur Freiheitsstatue, waren nachts am Times Square und sahen noch vieles mehr. Es war schon immer mein großer Traum gewesen, einmal in New York zu sein, und gemeinsam mit lauter Gleichgesinnten aus unterschiedlichsten Ländern die Erfüllung dieses Traums erleben zu dürfen, war fantastisch. Im Mai folgte dann das größte Schulereignis des Jahres, die Prom, der Jahresabschlussball. Schon Monate vorher wurden Dates gesucht, Kleider gekauft und alles Sonstige getan, um den Tag so perfekt wie möglich zu machen. Und das war er dann meiner Meinung nach auch. Nachmittags ging es mit einer Gruppe von Freunden in einen Park, wo wir Fotos machten. Anschließend fuhren wir zum Essen und danach kam der Höhepunkt des Abends, der Grand March. Jedes Paar wurde einzeln aufgerufen und wieder wurden unzählige Fotos geschossen. Bis Mitternacht wurde getanzt und gefeiert, dann ging es zur "Afterpromparty", wo verschiedene Aktivitäten wie Schlittschuhlaufen, Hypnose bei einem Hypnotiseur und Gewinnspiele für uns organisiert waren.

Viel zu schnell war das Schuljahr vorüber. Am 3. Juni war mein letzter Schultag in den USA und danach hatte ich nur noch einen Monat, bis ich wieder nach Hause fliegen würde. Ich fuhr mit meiner Gastfamilie nach Nordminnesota. Dort waren wir am Ursprung des Mississippi und besuchten die Mutter meiner Gastmom. Außerdem unternahm ich viel mit meinen Freunden. Es war ein komisches Gefühl, bald wieder nach Hause fahren. Auf der einen Seite freute ich mich auf meine Familie und Freunde, die ich seit fast einem Jahr nicht gesehen hatte, aber andererseits wusste ich, dass ich meine Gastfamilie, meine Freunde in den USA und mein neues Zuhause sehr vermissen würde. Die letzten Tage vergingen wie im Flug. Nachdem ich wegen Unwettern erst einen Tag später fliegen konnte, hieß es am 1. Juli 2014 endgültig Abschied nehmen. Nach diesem Jahr waren mir meine Gasteltern sehr ans Herz gewachsen und es war schwer, sich ein letztes Mal zu umarmen und "see you later" zu sagen.

Als ich am nächsten Tag am Flughafen in Frankfurt ankam, warteten meine Eltern schon mit einem riesigen Plakat und Blumen auf mich. Sie nach so langer Zeit wiederzusehen, war einfach klasse. Im Rückblick kann ich sagen, dass die Entscheidung, in die USA zu gehen, wohl die beste war, die ich jemals getroffen habe. Dort lernte ich eine andere Lebensart kennen, traf tolle neue Menschen und fand vor allen Dingen eine wunderbare zweite Familie.

Foto: J. Brunner